29/09/2026
Ich habe aufgehört, Besichtigungen als Besichtigungen zu betrachten.
Denn irgendwann ist mir aufgefallen:
Wir erwarten von einem Käufer, dass er eine Entscheidung über mehrere hunderttausend Euro trifft.
Und was machen wir?
Wir schließen die Haustür auf, laufen gemeinsam durch sechs Räume und erzählen ihm, wo das Gäste-WC ist.
Das kann nicht der Anspruch an eine moderne Immobilienvermarktung sein.
Bei unserem Neubauprojekt haben wir deshalb angefangen, anders darüber nachzudenken.
Nicht:
„Wie zeigen wir möglichst vielen Menschen das Haus?“
Sondern:
„Wie schaffen wir es, dass Menschen verstehen, wie es sich anfühlen könnte, hier zu leben?“
Genau daraus ist für mich der Gedanke entstanden:
Erleben statt besichtigen.
Denn Käufer kaufen am Ende keine 135 Quadratmeter Wohnfläche.
Sie kaufen die Vorstellung davon, wie ihr Leben auf diesen 135 Quadratmetern aussehen könnte.
Und je länger ich Immobilien vermarkte, desto stärker glaube ich:
Die Zukunft unseres Berufs liegt nicht darin, Immobilien besser zu inserieren.
Sondern darin, sie besser erlebbar zu machen.