09/06/2026
Die Europäische Kommission bestätigt in ihrer aktuellen Empfehlung zur Wirtschafts- und Sozialpolitik die Kritik von Haus & Grund: Mietregulierungen lösen die Wohnungsknappheit nicht, sondern können Investitionen schwächen und die Nutzung vorhandenen Wohnraums behindern. „Der Wohnungsmangel ist kein Naturgesetz. Er ist das Ergebnis politischer Fehlanreize“, erklärt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. „Jetzt liegt es an der Bundesregierung, den Kurs zu ändern: mehr ermöglichen, weniger regulieren.“
Die Kommission verweist auf sinkende Wohnungsinvestitionen, zunehmenden Druck bei der Bezahlbarkeit und die wachsende Kluft zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten. Diese könne den Wohnungsmarkt „einfrieren“ und die Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einschränken. Haus & Grund sieht darin eine Folge verfehlter Mietrechtspolitik.
„Die Bundesregierung sollte diese Empfehlung sehr ernst nehmen“, so Warnecke. „Deutschland braucht keine weitere Verschärfung des Mietrechts, sondern einen echten Investitions- und Bauimpuls. Wer privaten Vermietern ständig neue Pflichten, Risiken und Kosten auferlegt, darf sich nicht wundern, wenn weniger gebaut, modernisiert und vermietet wird.“