22/05/2026
“ICH WILL NACH SPANIEN… aber wie stelle ich das an?”
Sehr viele Menschen sind aktuell am überlegen nach Spanien auszuwandern. Ob es die Sehnsucht nach Sonne ist oder eine Frustration über die Situation “daheim”, die Gründe sind vielfältig und die Motivation einer Auswanderung will ich auch hier gar nicht hinterfragen.
Welche Punkte gibt es denn bei einer Auswanderung nach Spanien zu beachten?
Die folgende Aufstellung sind die 7 -in meinen Augen- wichtigsten Punkte, die es im Zusammenhang mit einer Auswanderung nach Spanien zu beachten gilt. Diese Aufstellung ist nicht umfassend, denn je nach individueller Situation sind auch die Fragestellung eines jeden Auswanderes unterschiedlich – weshalb ich auch von “All-Inclusive-Angeboten” bei der Auswanderung nichts halte.
1. NIE Nummer
- Kann man entweder beim spanischen Konsulat in seinem Heimatland beantragen, wobei man Wissen sollte, dass nach aktueller Regelung die Konsulate nicht zuständig sind, wenn man nach Spanien auswandern möchte oder
- Im Rahmen eines Urlaubs oder Aufenthalts hier vor Ort bei der zuständigen Extranjeria
- Ich lasse hier VISA-und Arbeitserlaubnis-Themen aussen vor, da die überwiegende Mehrheit meiner Leser vermutlich EU-Bürger sind und somit in einer sehr komfortablen Situation sind. In einem solchen Moment sollten wir zu schätzen wissen, dass wir in der EU leben
2. Wohin will ich?
- Die Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Wohnorts ist extrem individuell und meiner Erfahrung nach mitentscheidend, ob eine Auswanderung letztendlich glückt oder nicht. Und dennoch wird diese Entscheidung oftmals untersctzt. Viele beschäftigen sich wenig mit dem Land, der autonomen Region, der Provinz oder der Stadt, wo sie hinziehen, Nach dem Motto “Ob Mailand oder Athen, egal, Hauptsache Spanien” 😉
- In die Entscheidung des zukünftigen Wohnorts muss miteinfliessen, wo finde ich die Infrastruktur, die ich brauche, wo fühle ich mich wohl, aber auch die Frage
3. Wovon will ich in Zukunft leben?
- Wenn man in der glücklichen Lage ist, dass man bereits in Rente ist oder sein Geld für sich arbeiten lässt, dann ist diese Frage vielleicht nicht ganz so wichtig -von steuerlichen Themen mal abgesehen
- Wer aber noch arbeiten muss, der muss sich fragen, wie kann ich in Zukunft Geld verdienen. Selbst wer die Gelegenheit hat für seinen bisherigen Arbeitgeber weiterzuarbeiten, muss sich bewusst sein, dass das mit dem bisheirgen Arbeitsvertrag nicht geht
- Oder man sucht sich andere Einnahmequellen und startet beruflich neu. Auch da muss man sich fragen, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein (bspw. gute Internetverbindung etc.)
4. Welche Auswirkungen hat meine Auswanderung in steuerlicher Hinsicht?
- Alleine dieses Thema ist sehr umfassend und bedarf individueller Beratung. Aber ja, was immer gilt:
- eine Auswanderung hat steuerliche Konsequenzen und
- Spanien ist kein Steuerniedrigland
5. Wie ist das mit der Krankenversicherung?
- Auch dieses Thema ist sehr individuell, denn es hängt davon ab, ob man Rentner ist und als solcher gesetzlich oder privat versichert ist, oder aber noch Arbeitnehmer oder Privatier und auch welche Anforderungen an die Krankenversicherung bestehen
- Deshalb gilt auch hier: eine individuelle Beratung ist erforderlich, um die nächsten Schritte zu planen
6. Wie kann ich mich bestmöglich integrieren, wenn ich dann mal in Spanien wohne
- Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: Spanischlernen
- Und ja, eine Sprache neu zu lernen ist nicht einfach und es gibt natürlich auch viele, die hierher ziehen und kein Wort Spanisch sprechen und auch nicht lernen (wollen). Das bewerte ich nicht. Aber jeder, der hier vor Ort arbeitet bzw. arbeiten will, wird früher oder später an den Punkt stossen, dass man spanisch sprechen muss.
- Also am besten heute mit Duolingo, Babbel & co anfangen, auch wenn ich kein grosser Fan der Apps bin, aber es ist zumindest ein erster Schritt
7. Was muss ich beachten, wenn ich einmal vor Ort angekommen bin?
- Bei dieser Frage gibt es klare, gesetzliche Regelungen:
- Empadronamiento: die Anmeldung beim Rathaus, die innerhalb der ersten Wochen erforderlich ist
- Die Eintragung im Ausländerzentralregister (Residencia), die dem Gesetz nach nach 3 Monaten erforderlich ist
- Die Fahrzeugummeldung
- Der Umtausch des Führerscheins
- Der Abschluss von Versicherungen
Wie gesagt, diese Aufstellung kann nicht allumfassend sein, dafür reichen manchmal ganze Bücher nicht aus. Aber es ist ein erstes Gerüst, um auf die -wie gesagt in meinen Augen- wichtigsten Punkte hinzuweisen.
Natürlich sind auch Themen wie “was passiert mit meinem sozialen Umfeld in dem Land, aus dem ich komme” und “wie schliesse ich vor Ort neue Kontakte” sehr und sehr wichtig und sollten nicht unterschätzt werden
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