16/09/2024
🌲 Waldgrenzen und ihre Bedeutung: Warum wir sie nicht vernachlässigen dürfen! 🌲
Waldgrenzen sind mehr als nur Linien auf einer Karte.
❗ Das Problem: Wissen über diese Grenzzeichen wird nicht immer von Generation zu Generation weitergegeben. Außerdem sind Grenzzeichen den Naturgewalten und dem Zahn der Zeit ausgesetzt. Bei unbekannten Grenzen bleibt oft nur der franziszeische Kataster aus dem 19. Jahrhundert (um 1850), um alte Waldgrenzen wiederherzustellen.
📏 Die erreichbare Genauigkeit variiert erheblich – von 3 Metern bis zu 20 Metern, in seltenen Fällen sogar über 100 Metern. Dies hat Auswirkungen auf die Bewertung und Nutzung von Waldparzellen.
🌳 Warum das wichtig ist? Der durchschnittliche Bestand in Österreichs Wäldern sind ca. 380 Vorratsfestmetern (Vfm) pro Hektar. Bei einem druchschnittlichen Holzpreis von etwa € 50,- pro Erntefestmeter (Efm = 0,8 * Vfm, Ernteverlust von ca. 20%) können schon kleine Flächenunterschiede große finanzielle Auswirkungen haben.
👉 Beispiel: Eine Parzelle mit 250 Metern Länge und einer Verschiebung von nur 3 bis 10 Metern ergibt einen Wertunterschied zwischen € 1.125,- bis € 3.750,- – und das ohne den jährlichen Zuwachs von 10 Vfm/ha zu berücksichtigen!
🔍 Präzise Grenzbestimmungen sind also entscheidend für die Sicherung des wirtschaftlichen Werts von Forstflächen über Generationen und Unwetterereignisse hinweg.
© Foto von Johannes Plenio auf Unsplash