05/04/2024
Serielles und modulares Bauen als Zukunftstrend
Auch wenn es viele Vorteile gibt, beträgt laut VdW Südwest, dem Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e. V., der aktuelle Marktanteil von modularen Gebäuden bisher erst rund vier Prozent. Doch das soll sich zukünftig ändern: Die urbane Verdichtung nimmt stetig zu. Moderne Bauweisen wie das modulare Bauen ermöglichen, schnell Wohnraum zu schaffen. Stadtplanerinnen und -planer stehen schon jetzt vor großen Herausforderungen, weil sie die kommunalen Interessen vertreten und gleichzeitig nachhaltige, sinnvolle Konzepte für Kitas, Schulen, Büros, Wohnheime oder Ein- und Mehrfamilienhäuser liefern müssen.
Die Schnelligkeit modularen Bauens bietet hierbei einen zentralen Vorteil: Im Vergleich zum normalen Bau eines Mehrfamilienhauses, der sich über ein bis zwei Jahre hinziehen kann, dauert der Bau eines seriellen Wohnhauses nur etwa vier Monate. Zudem steigt die Nachfrage nach sogenannten Mixed-Use-Immobilien, die verschiedene Funktionen und Lebensbereiche wie Wohnen, Sport, Arbeit und Co. auf engem Raum bündelt. Hier sind neue Strategien und Konzepte für gemischt genutzte Immobilien gefragt.
Nachhaltiges Bauen mit Modulen
Auch für Nachhaltigkeitsaspekte spielt modulares Bauen eine wichtige Rolle. Denn mit seriellen Produktionen lassen sich klimafreundliche Energiekonzepte leichter umsetzen, weil sie weniger Bauabfälle produzieren. Zusätzlich ist es möglich, fossile Ressourcen wie Strom oder Benzin zu sparen. Auch können Rohstoffe Dank der Modulbauweise wiederverwendet werden. Aus einem alten Einfamilienhaus ist mit modularen Einzelteilen schnell ein neues Studierenden-Apartment errichtet. Modulares Bauen wird sich in der Zukunft durchsetzen, denn die Nachfrage nach modernen Wohnkonzepten wächst weiter. Branchen-Expertinnen und -Experten prognostizieren, dass sich modulares und serielles Bauen voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre in Deutschland weiter durchsetzen werden.