Die Prinzipien des Notariats
Unabhängigkeit
Der Notar ist Träger eines öffentlichen
Amtes, doch ist er vom Staat unabhängig und
übt seinen Beruf im eigenen Namen und auf
eigene Rechnung aus. Unparteilichkeit
Der Notar ist – ähnlich einem Richter – zur
Unparteilichkeit verpflichtet. Er vertritt nicht
einseitig die Interessen eines Auftraggebers. Er muss auf ausgewogene Rechts- und Vertragsverhältn
isse
hinwirken, um Konflikte bereits im
Vorfeld zu vermeiden und sichere Rechtsverhältnisse
zu schaffen.
Öffentlicher Glaube
Dem Notar sind besondere Aufgaben der Rechtspflege
übertragen. Was der Notar in seinen
öffentlichen Urkunden bestätigt, hat besondere
Beweiskraft. Deshalb genießt er auch besonderes
Vertrauen. Vertraulichkeit
Der Notar und seine Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit
gegenüber Jedermann verpflichtet. Diese Verschwiegenheitspflicht gilt grundsätzlich
für alle Angelegenheiten, die im Rahmen der
Berufsausübung bekannt werden. Nur mit ausdrücklicher
Zustimmung aller Beteiligten dürfen
Informationen an Dritte weitergegeben werden. Sicherheit
Wenn ein Notar Geld, Urkunden oder
Informationsträger (Dokumente) als Treuhänder
übernimmt, unterliegt er besonders strengen
Richtlinien und bietet darüber hinaus weitgehenden
Versicherungsschutz. Die Berufsausübung
des Notars wird von der Notariatskammer regelmäßig
kontrolliert. Verfügbarkeit
Derzeit gibt es über 470 Notariate in Österreich. Die Verteilung dieser Notarstellen ist gesetzlich
geregelt. So ist garantiert, dass die Notariatsstellen
in Österreich flächendeckend und gleichmäßig
verteilt sind. Die Notare sind überall da,
wo Bedarf nach Rechtspflege und Beratung
besteht – und nicht nur dort, wo Geschäft winkt. Viel von der Arbeit, die Notare leisten, wird nie
wirklich sichtbar – und das ist gut so. Denn was
der Notar regelt, ist gut geregelt. Schließlich ist
und bleibt es ihre vornehmste Aufgabe, die
Gerichte zu entlasten.