18/05/2025
Medienmitteilung
Ablehnung der Initiative "Lohngleichheit jetzt" im Aargau – Verein Gleichstellung Aargau setzt sich weiter für Gleichstellungsstelle ein.
Die Aargauer Stimmbevölkerung hat heute die Initiative „Lohngleichheit jetzt!“ mit 62,8 % Nein-Stimmen abgelehnt. Trotz dieser Niederlage bleibt der Handlungsbedarf bestehen: Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern ist eine Realität – auch im Aargau. Der Verein Gleichstellung Aargau sieht das Abstimmungsergebnis als Auftrag, sich nun mit aller Kraft für die Schaffung einer kantonalen Gleichstellungsstelle einzusetzen – ein Schritt, der längst in der Aargauer Verfassung verankert ist, aber bisher nicht umgesetzt wurde.
Konsequenzen und Ausblick
Die Initiative wollte, dass der Kanton Aargau effektive Massnahmen zur Förderung der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern ergreift. Mit der Ablehnung bleibt der Kanton einer der wenigen in der Schweiz ohne eine staatliche Anlaufstelle für Gleichstellungsfragen – trotz klarer Vorgaben in der Kantonsverfassung.
„Wir nehmen das Ergebnis zur Kenntnis, aber wir werden nicht locker lassen“, sagt Sabine Sutter-Suter, Präsidentin des Vereins Gleichstellung Aargau. „Die Bevölkerung hat eine konkrete Vorlage (eine Kombination von zwei Themen) abgelehnt, aber nicht das Ziel. Jetzt ist es unsere Aufgabe, den nächsten nötigen Schritt einzufordern – eine professionelle, unabhängige Gleichstellungsstelle für Männer und Frauen, wie sie uns die Verfassung seit Jahren zusichert.“
Verfassung verpflichtet – Kanton bleibt in der Pflicht
Bereits 1980 hat die Aargauer Bevölkerung mit dem Artikel § 27c der Kantonsverfassung die rechtliche Grundlage für eine Gleichstellungsstelle geschaffen. Trotzdem fehlt bis heute eine entsprechende Institution. Der Verein Gleichstellung Aargau wird sich daher in den kommenden Monaten aktiv für deren Realisierung einsetzen – im Dialog mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.