21/09/2026
MISAL 2026 in Uganda – Missionsaustausch, Pilgerreise der Erinnerung, und ökumenisches Zeugnis
Vom 13. bis 17. April 2026 fand in Kampala, Uganda, das internationale MISAL-Treffen statt, an dem die SMB neben den anderen Mitgliedsgesellschaften teilnahm.
Wie in den vergangenen Jahren brachte das Treffen Generaloberen, Mitglieder der Generalräte und delegierte Vertreter der zu MISAL (Missionary Societies of Apostolic Life, Missionsgesellschaften Apostolischen Lebens) gehörenden Missionsgesellschaften zusammen. Diesmal waren 35 Teilnehmer anwesend, die 20 Gesellschaften von MISAL vertraten. Die auf der Versammlung vertretenen Gesellschaften waren die Gesellschaft der Pariser Auslandsmissionen (MEP), das Päpstliche Institut für Auslandsmissionen (PIME), die Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA), die Missionare von Afrika (Weisse Väter), die Maryknoll-Missionare, die Missionsgesellschaft des Heiligen Columban, das Spanische Institut für Auslandsmissionen (IEME), die Gesellschaft für Auslandsmissionen von Quebec (PME), die Bethlehem-Missionsgesellschaft (SMB), die Yarumal-Gesellschaft für Auslandsmissionen (MXY), die Boa-Nova-Missionsgesellschaft (SMP), die St.-Patrick-Missionsgesellschaft (SPS), die Guadalupe-Missionare (MG), die Gesellschaft der Priester des Heiligen Jakobus (PSJ), die Missionsgesellschaft der Philippinen (MSP), die Missionsgesellschaft des Heiligen Apostels Thomas (MST), die Koreanische Missionsgesellschaft (KMS), die Thailändische Missionsgesellschaft (TMS), die Missionare der Unbefleckten Maria (MMI) und die Pilar-Gesellschaft (SFX). Die Missionsgesellschaft Bethlehem SMB wurde durch Pater Ludovic Nobel, Generaloberer, und Igor Kopeykin, Assistent des Generaloberen, vertreten.
An dem Treffen nahm auch Pater Anton Paul Padinjarathala teil, Vertreter des Dikasteriums für Evangelisierung, unter dessen Aufsicht die MISAL-Mitgliedsgesellschaften ihren Dienst in der Kirche ausüben.
Ausgerichtet von den Missionaren von Afrika in Uganda
Gemäss dem Rhythmus der MISAL wechselt das Sekretariat alle zwei Jahre zu dem Missionswerk, das die nächste interkontinentale Versammlung ausrichtet. Für diesen Zyklus übernahmen die Missionare von Afrika diese Verantwortung. Ihre Wahl fiel symbolträchtig auf Uganda. Ihre eigene Missionsgeschichte ist eng mit den Anfängen der Evangelisierung in diesem Land verbunden, insbesondere durch Pater Simeon Lourdel M.Afr., der als «Apostel von Uganda» in Erinnerung geblieben ist. Dieses Gründungsvermächtnis gehört nicht nur der Vergangenheit an: Die Missionare von Afrika sind auch heute noch durch ihren pastoralen sowie Ausbildungs- und missionarischen Dienst in der Ortskirche in Uganda stark vertreten.
In seiner Eröffnungsansprache betonte Pater Stanley Lubungo, Generaloberer der Missionare von Afrika, dass die Anwesenheit von MISAL in Uganda von grosser Bedeutung sei. Er wies darauf hin, dass die Zusammenkunft in Kampala mehr als nur ein Treffen sei: «Wir halten nicht nur ein Treffen ab, wir unternehmen eine Pilgerreise.» Indem sie die ugandischen Märtyrer in den Mittelpunkt stellten, hoben die Gastgeber ein missionarisches Erbe hervor, das von Opferbereitschaft, Mut und Treue geprägt ist.
Die MISAL-2026-Tagung fand im Lourdel House in Nsambya, Kampala, dem Provinzhaus der Missionare von Afrika in Uganda, statt. Die wichtigsten Arbeitssitzungen wurden im Sekretariat der Vereinigung der Ordensleute in Uganda (ARU) abgehalten, das sich ebenfalls in Nsambya, Kampala, befindet.
Aus diesem Grund verband die MISAL 2026 zwei Dimensionen: Zum einen Vorträge, Konferenzen, Zeugnisse und den institutionellen Austausch; zum anderen Besuche und Gebete an Orten, die mit den ugandischen Märtyrern sowie mit der historischen und bis heute andauernden missionarischen Präsenz der Missionare von Afrika im Land verbunden sind. Dies verlieh der Versammlung nicht nur einen Arbeitsrahmen, sondern auch eine klare spirituelle, missionarische und kulturelle Tiefe.
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