01/10/2026
Mythos: Alte Häuser sind immer günstiger als Neubauten
Fakt: Alte Häuser wirken oft günstiger, sind es aber nicht automatisch
Viele Kaufinteressierte gehen davon aus, dass ältere Häuser automatisch die günstigere Wahl sind. Tatsächlich liegt der Kaufpreis häufig unter dem eines Neubaus. Doch wer nur auf den Kaufpreis achtet, erhält kein vollständiges Bild.
Ältere Liegenschaften haben oft ihren ganz eigenen Charme. Grosszügige Grundstücke, gewachsene Gärten oder zentrale Lagen sind Eigenschaften, die bei Neubauten nicht immer zu finden sind. Ein weiterer Vorteil: Erneuerungen können häufig schrittweise erfolgen und an die persönlichen Wünsche sowie das verfügbare Budget angepasst werden.
Gleichzeitig sollten mögliche Investitionen nicht unterschätzt werden. Je nach Zustand der Immobilie können in den kommenden Jahren Ausgaben für Dach, Fenster, Heizung oder energetische Verbesserungen anfallen. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten können höher ausfallen als bei einem Neubau.
Neubauten überzeugen dagegen mit moderner Haustechnik, einer guten Energieeffizienz und in den ersten Jahren oft tieferen Unterhaltskosten. Dafür sind die Anschaffungskosten in der Regel höher und individuelle Anpassungen während der Bauphase oder nach dem Bezug können zusätzliche Kosten verursachen.
Ob eine Immobilie langfristig günstiger ist, hängt deshalb nicht vom Baujahr ab. Entscheidend sind der bauliche Zustand, die zu erwartenden Investitionen und die Gesamtkosten über viele Jahre. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann sowohl mit einer älteren Liegenschaft als auch mit einem Neubau eine gute und nachhaltige Entscheidung treffen.
Letztlich gibt es keine pauschal richtige oder falsche Wahl. Entscheidend ist, dass die Immobilie zu den eigenen Vorstellungen, dem Budget und den Zukunftsplänen passt.
Kontakt
Cyrille Jordi, RE/MAX Immobilien Möhlin, 061 855 98 81, [email protected]