Hus.baudenkmal

Hus.baudenkmal Aktuelles Projekt: Kaplaneihaus in Stalden VS. Einblicke in Handwerk, Bauprozess & alpine Baukultur. Mehr unter ⬇️
https://www.baudenkmal.ch/

Ohne Ofen kein Haus.Erst die gezähmte Flamme macht aus vier Wänden eine Behausung.Aus der offenen Feuerstelle wird ein O...
11/12/2025

Ohne Ofen kein Haus.
Erst die gezähmte Flamme macht aus vier Wänden eine Behausung.

Aus der offenen Feuerstelle wird ein Ofen – umhüllt von einem
wärmespeichernden Mantel, der die Hitze hält, lenkt und verteilt. Was
früher nacktes Feuer war, wird zum ruhenden Kern des Hauses.
Der Begriff Haus ist mit der Haut verwandt: eine schützende Schicht, die den Menschen umgibt.

So, wie sich die Haut um den Körper legt, legt sich das Haus um die Ofenstelle.

In unseren Stuben – mit Öfen aus unterschiedlichen Jahrhunderten – wird diese Entwicklung sichtbar:
• von der schlichten Feuerstelle zur sorgfältig gefassten Heizquelle,
• von roher Funktion zu gestalteter Baukultur,
• von blossen Räumen zu Orten, an denen man verweilen will.

Diese Bilderreihe unserer Projekte erzählt deshalb nicht nur von Stuben und Öfen,
sondern von der zentralen Frage:

Wann wird ein Bauwerk wirklich zum Haus?
Vielleicht genau dann, wenn sich die Haut des Hauses schützend um eine gezähmte Flamme legt – und aus Wärme Heimat wird.

07/12/2025

Man hätte ihn ersetzen können…
Vielleicht wäre es sogar einfacher gewesen.

Aber beim auseinander bauen wurde klar, warum dieser Ofen bleiben muss.
Die Steine waren massiv. Kaum Risse. Handwerklich präzise gesetzt.
Substanz, die trägt - auch nach Jahrhunderten.

Es geht nicht um Nostalgie.
Es geht um Qualität, die man nicht neu kaufen kann.
Und um die Frage, wann Erhalt sinnvoll ist.

Hier war die Antwort eindeutig.

Ein Ofen aus dem 18. Jahrhundert heizt heute nicht mehr wie damals.Damit er im Kaplaneihaus wieder genutzt werden darf, ...
05/12/2025

Ein Ofen aus dem 18. Jahrhundert heizt heute nicht mehr wie damals.
Damit er im Kaplaneihaus wieder genutzt werden darf, braucht es eine technische Überarbeitung.

Im Inneren wurde der Giltsteinofen mit feuerfesten Schamottsteinen ausgekleidet. Die Versottungen an der Innenwand entfernt.
Ein Rauchgasrohranschluss wurde gebohrt, der Wanddurchbruch fachgerecht ausgeführt und die Deckplatten neu gesetzt.

Hinzu kamen bauliche Anpassungen für den Brandschutz. Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien wurden durch Ausmauern der Rückwand gewährleistet sowie der Anschluss an einen neuen Kaminzug mit isoliertem Chromstahlrohr erstellt.

So wurde aus einem historischen Objekt wieder ein funktionstüchtiger Bestandteil des Hauses.

Als wir den Giltsteinofen im Kaplaneihaus zum ersten Mal sahen, war er versprüht, stand schief im Raum und es war klar, ...
03/12/2025

Als wir den Giltsteinofen im Kaplaneihaus zum ersten Mal sahen, war er versprüht, stand schief im Raum und es war klar, dass er einiges an Zuwendung brauchen würde.
Aber die Substanz war da. Massiver Stein, über hundert Kilo schwere Einzelteile. Ein Wappenschild mit Spuren aus dem 18. Jahrhundert.

Solche Elemente tragen mehr als nur Geschichte in sich.
Sie stellen Fragen: Was ist erhaltenswert und was nicht?
Für uns war die Antwort klar: Dieser Ofen gehört zu diesen Häusern und ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Baukultur.
Er soll wenn irgend möglich erhalten werden.

Wer durch Stalden geht, bekommt schnell ein Gefühl für den Ort, in dem das Kaplaneihaus steht.Die Wege ziehen sich durch...
30/11/2025

Wer durch Stalden geht, bekommt schnell ein Gefühl für den Ort, in dem das Kaplaneihaus steht.
Die Wege ziehen sich durch das Dorf, mal schmal, mal offen, immer mit Blick auf den Hang und das Tal.
Das Licht verändert sich zwischen den Häusern und den kleinen Plätzen, je nachdem, wo man steht und wie man sich bewegt.

Wer hier ankommt, merkt, dass Stalden mehr ist als ein Hintergrund.
Der Ort trägt das Kaplaneihaus mit
im Alltag, in der Lage, in der Stimmung, die diesen Teil des Dorfes ausmacht.

So entsteht die Verbindung zwischen Haus und Umgebung,
ein Zusammenspiel, das für unser Projekt entscheidend ist.

Wenn der Winter kommt, verändert sich die Wahrnehmung eines Hauses.Die Linien werden präziser, das Licht legt den Foku...
28/11/2025

Wenn der Winter kommt, verändert sich die Wahrnehmung eines Hauses.
Die Linien werden präziser, das Licht legt den Fokus auf die Struktur.
Diese Aufnahmen zeigen, wie unsere fertigen Projekte in dieser Jahreszeit bestehen mit Ruhe, Klarheit und einer starken Verbindung zur Umgebung.

Zwischen Herbst und Winter, zwischen Tal und Pass.Der Weg zum Kaplaneihaus führt durch Landschaften, die Schritt für Sch...
26/11/2025

Zwischen Herbst und Winter, zwischen Tal und Pass.
Der Weg zum Kaplaneihaus führt durch Landschaften, die Schritt für Schritt in den Winter übergehen.
Unten noch Grün, oben schon Schnee.
Letzte Fahrten über die Pässe, bevor sie für die kalte Jahreszeit schliessen.

Die Anreise ist weit, aber sie gehört dazu.
Man fährt langsamer, nimmt die Umgebung bewusster wahr und kommt mit jedem Kilometer mehr am Ort an.
Die Landschaft führt hin zum Haus, abgelegen, ruhig, ein wenig aus der Zeit gefallen.

Wie wirkt eigentlich bewahrte Substanz im fertigen Raum?In diesem Projekt haben wir alte Balken, Böden, Öfen und Übergän...
24/11/2025

Wie wirkt eigentlich bewahrte Substanz im fertigen Raum?

In diesem Projekt haben wir alte Balken, Böden, Öfen und Übergänge nicht versteckt, sondern in den neuen Alltag geholt.
Die Details von früher wie Spuren, Kanten und Patina tragen heute den Raum und prägen seine Atmosphäre.

Das ist für uns Erhalt.
Das Alte bleibt sichtbar und spürbar.
Es wird ein tragender Teil des Hauses statt zur Kulisse.

Zwischen alten Nagellöchern, feinen Rissen und kleinen Dellen liest man die Geschichte eines Hauses.Auch im Kaplaneihaus...
21/11/2025

Zwischen alten Nagellöchern, feinen Rissen und kleinen Dellen liest man die Geschichte eines Hauses.

Auch im Kaplaneihaus sind diese Spuren überall sichtbar.
Wir zeigen hier die Decken und Böden so, wie sie wirklich sind.
Unbehandelt.
Mit Gebrauchsspuren.
Mit Balkenstrukturen, die über Jahrzehnte gearbeitet haben.
Mit Unregelmässigkeiten, die man nicht herstellen kann, weil sie gewachsen sind.

Für uns sind genau diese Stellen entscheidend.
Sie zeigen, was einmal war.
Wie die originale Substanz aussah.
Welche Hinweise der Bestand uns heute noch gibt.

Denn der Wert eines Hauses liegt nicht im perfekten Eindruck.
Sondern in dem, was geblieben ist.
Diese Spuren sind der Ausgangspunkt dafür, wie wir das Kaplaneihaus weiterführen.
Behutsam, zurückhaltend und mit Blick auf das, was schon da ist.

Zwischen alten Balken, Naturstein und den Spuren vieler Jahre entsteht eine besondere Stimmung.Eine, die man nicht erklä...
19/11/2025

Zwischen alten Balken, Naturstein und den Spuren vieler Jahre entsteht eine besondere Stimmung.
Eine, die man nicht erklären muss, weil man sie sofort spürt.

Die hier gezeigten Umbauten zeigen, wie wir an solche Häuser herangehen.
Mit Respekt für das Bestehende.
Mit Sorgfalt im Detail.
Mit einer klaren, ruhigen Gestaltung, die dem Ort Raum gibt.

So soll sich auch das Kaplaneihaus anfühlen.
Ehrlich. Zurückhaltend. Handwerklich präzise.
Mit sichtbarer Geschichte statt künstlicher Nostalgie.

Unser Anspruch ist es, historische Bausubstanz in ein heutiges Leben zu führen.
Behutsam. Stimmig. Und immer mit Blick auf den Charakter des Hauses.

Die Poesie des Unfertigen ✨Der Rohbau zeigt das Kaplaneihaus so, wie es jetzt ist,offen, staubig und ruhig im Licht.Ein ...
17/11/2025

Die Poesie des Unfertigen ✨

Der Rohbau zeigt das Kaplaneihaus so, wie es jetzt ist,
offen, staubig und ruhig im Licht.
Ein Baustellenstillleben, das diesen Moment festhält, bevor Neues entsteht.

14/11/2025

Manchmal liegt die Schönheit eines Hauses in den Entscheidungen, die man kaum sieht.

Wie hier- am Eingang des Kaplaneihauses.
Das historische Portal blieb erhalten, das Steingewände wurde nach aussen versetzt.
Nicht, weil es einfacher war.
Sondern weil es das ursprüngliche Gesicht des Hauses bewahrt.

So entsteht ein Gleichgewicht zwischen Geschichte und Gegenwart.
Zwischen dem, was war, und dem, was bleiben soll.

Adresse

Albulastrasse 49
Sils Im Domleschg
7411

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