19/09/2025
Sicherheit beginnt zu Hause
Über 400 Gäste folgten gestern der Einladung des HEV Zürich und der Stadtpolizei Zürich ins Hotel Spirgarten in Zürich-Altstetten, um mehr über Sicherheit und Einbruchschutz zu erfahren – ein Zeichen, wie wichtig dieses Thema in den Wohnquartieren ist.
Albert Leiser, Direktor HEV Zürich, erklärte, wie die Idee zu diesem Anlass entstand: Die Verwaltungsabteilung, die rund 15’000 Objekte im Grossraum Zürich betreut, fragte sich: Was können Eigentümerinnen und Eigentümer präventiv gegen Einbrüche tun? So entstand der Anlass „Sicherheit und Einbruchschutz für Ihr Zuhause“.
Daniel Stein, 1. Stv. des Kommandanten und Chef Einsatzabteilung, gewährte spannende Einblicke in die Arbeit der Stadtpolizei Zürich:
👮♀️ Mit 2’200 Mitarbeitenden das drittgrösste Polizeikorps der Schweiz
📞 170’000–190’000 Notrufe pro Jahr, rund 73’000 Einsätze – im Schnitt 200 pro Tag
📢 200–300 bewilligte Demonstrationen jährlich
Trotz dieser Zahlen und obschon das Polizeikorps täglich gefordert ist, betonte Stein: Zürich ist eine sehr sichere Stadt, in der sich Menschen jederzeit frei bewegen können.
Christoph Hunkeler, Stv. Chef Kriminalprävention, räumte mit hartnäckigen Mythen auf: Viele glauben, Einbrecher seien nur nachts aktiv – tatsächlich erfolgen rund 60 % der Einbrüche tagsüber und in der Dämmerung. Hunkeler führte weiter aus, dass beliebte Einstiegspunkte ebenerdige Fenster, Balkone und Haus- sowie Nebeneingangstüren sind.
Oft können schon einfache Massnahmen viel bewirken, um das Risiko zu senken:
1️⃣ Organisatorisch: Türen und Fenster abschliessen
2️⃣ Baulich: Fensterschutz, zusätzliche Sicherungen
3️⃣ Elektronisch: Kameras oder Alarmanlagen
Ein Restrisiko bleibt allerdings. Wer Einbrecher in flagranti erwischt, sollte das Licht anmachen, laut werden und sofort die Stadtpolizei anrufen. Weitere Tipps gibt die Broschüre http://www.sicheres-wohnen-schweiz.ch.
Nach einem kräftigen Applaus beantworteten die Referenten die zahlreichen Fragen aus dem Publikum. Albert Leiser entliess die Anwesenden in den Apéro riche mit dem Hinweis, dass sie die Stadtpolizei von Bagatellfällen entlasten können, indem sie am 28. September beim Laubbläserverbot mit Nein stimmen. Korrespondierend mit dem sicheren Wohnen können die Anwesenden mit einem Ja zur Abschaffung des Eigenmietwertes einen Beitrag zum „Wohnen ohne Sorgen“ leisten – ganz im Sinne des Claims der Abstimmungskampagne.