03/07/2019
Sehr geehrter Herr Friedrich Müller,
wir sind überwältigt von Ihrer Aufmerksamkeit, um sich öffentlich für unsere Hilfsbereitschaft zu bedanken.
Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir hier ganz offensichtlich für eine große Freude gesorgt haben.
Auch wenn dies, wie Sie schreiben, "eine heute noch selten festzustellende Reaktion" ist, war diese Hilfe für uns,
wie für die meisten anderen Attendorner Bürger in dieser Situation sicherlich auch, eine Selbstverständlichkeit.
Viele Grüße aus Attendorn nach Radevormwald.
Herbert Kriebel & Team.
Friedrich Müller aus Radevormwald hatte eine Autopanne. So ein Pech. Sein Glück: er traf auf Attendorner. Eigentlich lässt es unsere hanseatische Bescheidenheit nicht zu, über dieses Ereignis zu sprechen. Aber Herr Müller besteht darauf, dass wir seinen Brief an Bürgermeister Pospischil veröffentlichen.
Also gut... 😃
"Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
folgendes Ereignis ist es m. E. wert, Sie darüber zu informieren:
Am [...] hatten meine Frau und ich etwas in Attendorn zu erledigen. Auf der Rückfahrt wollten wir dann noch den Schnütgenhof anfahren, weil wir dort für den [...] eine Familienfeier geplant haben. Wir verpassten dann aber von der Straße Attendorn – Meinerzhagen die Abfahrt Richtung Listertalsperre. Ich wollte dann eine der nächsten Nebenstraßen nutzen und dort wenden.
Dann ging aber mitten auf der Kreuzung der Motor aus und mein etwas in die Jahre gekommener PKW tat es nicht mehr. Hinter uns stand ein Handwerkerfahrzeug der Fa. Herbert Kriebel aus Attendorn. Herr Kriebel und sein Mitarbeiter stiegen sofort aus und gemeinsam schafften wir unseren Wagen in die Nebenstraße Richtung Siepen. Herr Kriebel schaute im Motorraum nach und reparierte einen Schlauch, während sein Mitarbeiter Wasser aus dem Bach holte um den Kühler wieder aufzufüllen. Obwohl sie sicher noch andere landschaftsgärtnerische Tätigkeiten zu erledigen hatten, haben sie sich mindestens eine dreiviertel Stunde mit unserem Auto befasst. Wenn auch trotz der vielen Bemühungen der Wagen nicht wieder ansprang und wir den ADAC-Abschleppdienst bestellen mussten, fanden wir die Tat der beiden Herren vorbildlich.
Gerade als der ADAC uns erreichte, hielt noch eine Frau, deren Namen ich nicht weiß, die aber wohl auch eine Attendorner Bürgerin ist an, um uns etwas zu essen und zu trinken zu bringen. Sie sagte, dass ihr Mann einige Zeit vorher vorbeigekommen sei und ihr von unserem Missgeschick erzählt habe [...]. Auch das war eine heute noch selten festzustellende Reaktion.
Ich meine, dass diese Hilfsbereitschaft von Bürgern der Stadt Attendorn erwähnenswert ist und auch dem obersten Bürger bekannt sein sollte, denn was diese Menschen an Hilfsbereitschaft geleistet haben, ist eine größere Werbung für Ihre Stadt als jeder Prospekt. [...]
Danke, Attendorn!
Friedrich Müller"
Dem schließen wir uns gerne an. Danke an die Attendorner, die hier für Freude und Hilfe gesorgt haben!
(Foto: ekim, AdobeStock)