26/03/2021
So, es ist so weit, die neue Geschichte von den „Drei Damen von BodenGut“ ist für Sie bereit.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Geschichte ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie damit erfreuen können. Viel Spaß beim Lesen!
Das Lumpenhaus
„Ich geh zu de Lumbe“, sagt Manfred K. immer, wenn er das alte Fabrikgebäude am Rande des Städtchens besucht. Er hatte es vor Jahren umbauen und in Einzimmer-Apartments aufteilen lassen, die er vermietet. Mir scheint seine Bezeichnung der Bewohner immer recht unangemessen und vorurteilsbehaftet. Bis er mich damit beauftragt, einen neuen Mieter für eines der Apartments zu suchen. Denn Klaus F. und seine Freundin, die es bewohnen, haben eine größere Bleibe gefunden, wie sie mir stolz verkünden.
Die Wohnung gleicht einem Schlachtfeld
Wenig später sind sie ausgezogen. Ich erhalte die Schlüssel und fahre zum Apartment, um es zu besichtigen. Als ich die Tür öffne, trifft mich der Schlag. Ausgezogen? Die Wohnung liegt voll mit unnützem Kruscht, dreckigen Klamotten und kaputten Möbeln. Wut steigt in mir hoch. Das Lumpenhaus macht seinem Namen alle Ehre!
Ex-Mieter bleibt stur
Ich telefoniere mit Klaus F. und fordere ihn unmissverständlich auf, seinen Müll aus der alten Wohnung zu entfernen. Er lacht mich nur aus und gibt mir zu verstehen, dass ihn das überhaupt nicht interessiert. Ich koche: „Na warte“, denke ich, „dir werde ich es schon zeigen. Schließlich weiß ich, wo du jetzt wohnst.“
Sperrmüll im Vorgarten
Ich leihe einen Transporter aus und suche mir tatkräftige Unterstützung. Gemeinsam packen wir den gesamten Müll in den kleinen Laster. Im Schutz der Dunkelheit laden wir ihn vor Klaus F.s Haustür ab. Der ganze Vorgarten steht voll!
Wer zuletzt lacht…
Ich male mir das Gesicht unseres „Freundes“ aus, wenn er morgens das Haus verlassen will. Doch er hat schon früher etwas von seiner neuen Gartengestaltung. Gerade als wir fast fertig sind, kommt er nämlich von der Arbeit nach Hause. Mit offenem Mund bleibt er vor dem Sperrmüllhaufen stehen. Ganz frech bitte ich ihn, doch beim Ausräumen der letzten Stücke mit anzupacken – was er natürlich nicht tut.