21/04/2022
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Platzt die Immobilienblase?
Selbst steigende Zinsen können aktuell den Anstieg der Immobilienpreise nicht stoppen. Wie lange hält die Blase noch? Was sollte man wissen?
Beobachtet ihr auch die Immobilienpreise, die bereits seit geraumer Zeit steigen? Nicht einmal die Pandemie und die damit verbundene Wirtschaftskrise konnte den Anstieg stoppen. Im letzten Jahr erhöhten sich die Preise für Wohnimmobilien im bundesweiten Durchschnitt um elf Prozent, für das Schlussquartal meldete das Statistische Bundesamt sogar einen Rekordanstieg. Das galt vor allem für Immobilien in den Randgebieten der Großstädte.
Da wundert es einen längst nicht mehr, dass die Immobilienpreise in Deutschland überbewertet sind. Laut einer Analyse der Bundesbank waren es 2021 bis zu 40 Prozent, im Jahr 2020 hatte die Überbewertung noch bei maximal 30 Prozent gelegen.
Habt ihr vielleicht selbst in Immobilien investiert oder habt den Gedanken einzusteigen? Vorisicht denn trotz der hohen Preise wird im großen Stil weiter mit Immobilien spekuliert. „Es werden Häuser und Wohnungen gekauft mit der Hoffnung, dass die Preise weiter steigen. So kann es in den nächsten Jahren gerade in den Großstädten zu Preiskorrekturen kommen, also zum Platzen von Immobilienpreisblasen.
Also vor gefährlichen, spekulativen Übertreibungen bei der Immobilien-Preisbildung ist zur zeit äußerste Vorsicht geboten.Weiter muss man mit Sorge aktuell feststellen, dass die Kaufpreise deutlich schneller steigen als die Mieten. Dies ist ein Warnzeichen für Spekulationen und sich bildende Immobilienblasen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kaufpreise in den Metropolen um zehn bis 15 Prozent gestiegen, während sich die Mieten bei Neuverträgen nur um 2,5 Prozent verteuerten.
Der Anstieg der Preise ließe sich jedoch nicht nur mit Spekulationen begründen. Einfluss auf die Kaufpreise hätten auch gestiegene Baukosten und knapp werdendes Bauland. Zudem könnten die Handwerker hohe Preise verlangen, weil diese sich vor Aufträgen kaum noch retten können. Darüber hinaus müssten kostspielige Umweltstandards berücksichtigt werden.
Diese Faktoren spielen sicherlich bei der aktuellen Preisentwicklung eine Rolle, aber Vorsicht ist geboten, denn ein Preisabsturz wird immer wahrscheinlicher.
Neben den bisherigen Übertreibungen kommt jetzt auch noch ein rasanter Anstieg der Bauzinsen. Zudem stellen die Notenbanken rund um den Globus eine Zinswende in Aussicht, um die Inflation zu bekämpfen.
Diese Entwicklung verteuert sowohl neue Kredite als auch Anschlussfinanzierungen. Kreditnehmer könnten in Verzug geraten. Als Folge dessen könnten Banken Probleme bekommen oder sogar Pleite gehen, wenn Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden können.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Probleme am Immobilienmarkt zu einer globalen Finanzkrise führen. Im Jahr 2007 hatte der US-Immobilienmarkt eine globale Finanzkrise ausgelöst.
Experten versuchen jedoch dahingehend zu beruhigen; dass dies so in Deutschland nicht möglich sei. Das mag zwar teilweise stimmen aber man sollte dennoch auf der Hut sein und die Entwicklungen am Immobilienmarkt stetig im Auge behalten, wenn ihr euer Vermögen schützen und mehren wollt denn wie ihr nur zu gut wisst „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“
Euer Immo-Man