Roseburg in Rieder - Ballenstedt

Roseburg in Rieder - Ballenstedt Willkommen auf der Roseburg!

Der Burggarten der Roseburg hat täglich von 9.00 bis 20.00 Uhr geöffnet und freut sich auf Ihren Besuch

Ausreichend Parkplätze
Fahren Sie unsere Auffahrt hoch. Der neue Parkplatz P2 hat immer ausreichend Parkplätze

Traumhafte Gartenanlage
Die weitläufige Gartenanlage der Roseburg wurde von Stararchitekt Bernhard Sehring erschaffen

Burgcafe - selbstgebackener Kuchen
Das Burgcafe hat außer mittwochs von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und freut sich auf Ihren Besuch

21/02/2025
11/11/2024

Jetzt holen im Burg- Cafe !

Heute im prächtigen Rittersaal der Roseburg.
03/11/2024

Heute im prächtigen Rittersaal der Roseburg.

24/08/2024

EIN NEUZEITLICHES MÄRCHENSCHLOSS: DIE ROSEBURG

Märchenschlösser gibt es sicher überall - bedeutend, historisch, wunderschön: Neuschwanstein, Versailles, Sanssouci …! Die Ostharzer haben neben dem altehrwürdigen Schloss Wernigerode, dem ehrfurchtsgebietenden Regenstein und dem geschichtsträchtigen Falkenstein auch ein eigenes Märchenschloss: Die Roseburg!

Alles begann vor über tausend Jahren und der stiftskundlichen Erwähnung der „Rothallasburg“, die aber nur wenig Aufsehens machte und von der man bald sagte, dort, „wo nur noch ein Stück Mauer steht und wo man den Fuchs jagt“. Eben dort sollte vor gerade mal 100 Jahren das Märchenschloss Roseburg entstehen und, wie alle gute Märchen, begann unsere Geschichte mit …
Es war einmal ein Mann aus kleinbürgerlichem Hause, Berhard Sehring. Der war, wie der Vorname schon verrät bärenstark und kühn genug, seine Träume auch zu verwirklichen. Er wollte, wie sein Vater Bauherr werden, dabei aber nicht nur leblose Gebäude schaffen. Es sollten allesamt Mahnmale sein, die mit Herzen erdacht, selber ein Herz haben; solche Gebäude eben, welche die Herzen der Bewunderer beim Betrachten höher schlagen lassen, die Seinesgleichen suchen auf der schönen, weiten Welt. So konzipierte er die Berliner Museumsinsel, schuf überall im Deutschen Land die schönsten Theater, auch bei uns in Halberstadt und baute die Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz zu Thale.

Nicht zuletzt fehlte dem Mann, der Zeit seines Lebens den Blick für’s Schöne besaß, ein eigenes Heim, wobei er für sich und seine Lieben ein Märchenschloss erdachte. 1907 ließ Sehring – auf einem Kalkberg zwischen Rieder und Ballenstedt – einen Palas, mit Torhaus, Wartturm und Wehrgang nach spätmittelalterlichem Vorbild errichten. Drumherum erschuf er einen englischen Garten, kombinierte diesen mit einer frühbarocken italienischen Anlage, in der Wasserkaskaden und eine Linden-Liebesallee den Besucher verzückten. „Märchenhaft“, staunte ein jeder, der die mit Liebe eingefassten Kunstschätze Sehrings bestaunte. Kunstschätze, von denen ein Bewunderer und Freund Bernhards schrieb: „Hast Schreine erbrochen und Gräber geleert und uns neue Wunder zum Schauen beschert!“

Über Sehring selber braute sich aber unlängst ein Gewitter zusammen: Waren seine Schlaflosigkeit und die ihn nächtlich überfallenden Ängste vielleicht eine göttliche Strafe dafür, dass er sich einst, mit rücksichtsloser Art und Weise, der Schätze bemächtigte? Während von Tag zu Tag mehr Besucher kamen, die er durch seine Anlage führte, die staunten und in Verzückung gerieten, umso matter wurde sein Blick für das Schöne, umso mehr wuchs seine Angst, man könnte ihm wegnehmen, was er weggenommen hatte. „Eine Mauer muss her, rundherum um meine Feste, dass nicht jeder Hans und Franz hier reinspazieren kann!“, zürnte Sehring und ließ von überallher Handwerker herbeieilen.

In kürzester Zeit wuchsen Türme und Wehrmauern und der Stararchitekt, der in gut 20 Jahren sage und schreibe 13 Millionen Reichsmark investierte, um mit Schönheit Menschen anzuziehen, verschleuderte nun 1 Million Mark allein für den Bau eines 1600 Meter langen Schutzwalles, der die Besucher abschirmen sollte. Jene hohen Ausgaben hätten Sehring in den Ruin getrieben, glaubt ein Bekannter, der vom Bauherren einmal hörte: „1930 besaß ich noch 8 Millionen Mark und einen Traum und heute (1933), nur noch knapp 2 Millionen bei einer Million Verpflichtungen – das Wasserspiel läuft nicht, das Mausoleum ist nicht fertig, die Lindenallee geht in der Dürre ein …! Ich weiß nicht, mein Lieber, ob die große Depression an meinem Ruin schuld ist, oder sich meine Depression, verdunkelnd auf das ganze Land legte?! Ich meine, nur ein Herr Hi**er kann uns aus der Verwesung des Landes herausführen. Heil Hi**er!“ Damals soll sich Sehring mit dem Hi**ergruß von seinem Freund verabschiedet haben.

„Oh, ich König der Narren“, hauchte der altersschwache Sehring wenige Jahre später, der den November 1941 in Berlin verbrachte. Gerade ließ der Fliegeralarm wieder alle Herzen stocken und ein Blick aus dem Fenster verriet, dass die Bombeneinschläge der alliierten Luftwaffe feuergleißend alle alte Schönheit verzerrten. „Was war ich ein Tor, von Angst geleitet, einem Mann zu folgen, dessen Ziele doch nicht als Zerstörung verhießen. Ich habe meinen Traum verraten. Dem Traum, der Welt Schönheit zu schenken. Doch Schönheit entsteht nicht aus Besitz, sondern aus dem Freisein von Habenmüssen, aus dem freien Sein und aus einem Kinderlachen, das aus einem friedlichen Herzen quillt!“

Am 27. Dezember 1941 schloss Bernhard Sehring seine Augen für immer – geläutert und befreit von seinen Ängsten. Möge sein Vermächtnis – das Märchenschloss – uns daran erinnern, dass Schönheit nur in Friedenszeiten gedeiht. Solche Friedenszeiten sollten wir täglich feiern, finde ich, damit wir mit uns in Frieden kommen. Verweile ich in der Roseburg, dann staune ich immer, wie ein Kind. Sie hilft mir, mich wieder auf den Liebreiz dieser Welt zu besinnen und alle Betriebsamkeit zu vergessen. Und solange wir nicht gestorben sind, sollten wir solch sagenhaft schönen Momente genießen!

(aufgeschrieben von Carsten Kiehne, mehr Sagen der Region findest du in meinem Buch "SAGEHAFTER OSTHARZ")

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29/05/2024

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19/03/2024

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