21/04/2022
Mein Kommentar zum Gastbeitrag von David Peter von der Firma Connex in der Immobilien Zeitung und warum wir ihm nicht zustimmen:
„David Peter hat in Ausgabe 13 der Immobilien Zeitung prognostiziert, dass am Wohn-Investmentmarkt wegen der Zunahme energetischer Vorschriften eine Preiskorrektur um bis zu 25% nach unten eintreten könnte.
Wir sind der Meinung, dass bestimmte aktuelle Gründe nicht berücksichtigt worden sind, die seiner Prognose wiedersprechen:
Die natürliche Verknappung von Bauland im innerstädtischen Bereichen und die damit einhergehende Preissteigerungen beim in allen TOP 25 Städten Deutschlands.
Hinzu kommen noch steigende und knapper werdender Wohnraum in Ballungsgebieten aufgrund der gestiegenen Nachfrage durch die aktuellen ukrainischen Flüchtenden.
Die zunehmende und die damit einhergehenden steigenden bei steigender in allen erleichtern die Situation auch nicht. Zudem ist natürliche der Trend bei steigender Inflation in zu flüchten auch nicht zu unterschätzen.
Die gestörten bis hin zu stark verlangsamten Prozesse von Genehmigungsverfahren seitens der lassen starken Zweifel daran, dass die angekündigte von 400tds Quadratmetern seitens des Staates in fünf Jahren zu schaffen sein werden. Realistisch wäre hierfür ein Zeitraum von midestens zehn Jahren unserer Einschätzung nach.
Die aktuell niedrige Kreditausfallquote ist einer restriktiven Kreditvergabe geschuldet, die noch deutlich verschärft werden soll, laut Meldungen offizieller Quellen.
Ein zulässiger Grund für einen bevorstehenden Preisverfall zu votieren sind die steigenden Zinsen für Baufinanzierungen, die in sechs Monaten um knapp 0,7 % gestiegen sind und weiterhin am steigen sind. Würde sich dieser Anstieg auf realwirtschaftlichen Leistungen Gründen, dann hätten alle einen ersthaften Grund sich Gedanken über zukünftige ´s zu machen, da inzwischen aber alle Staaten weltweit einschließlich der Deutschlands, der USA und Chinas eine Wachstumkorrektur von 0,8 bis 1,2 % nach unten für Ihre Wirtschaft prognostizieren, sehen wir diesem Trend skeptisch entgegen.
Unberücksichtigt bleiben die erst noch zu akkumulierenden Auswirkungen des Ukrainekonfliktes und des daraus resultierenden Embargos, die zu einer zunehmenden Verknappung und der damit einhergehenden Verteuerung aller Rohstoffe führen wird. Der erschwerte Transport wegen großer Umwege, sowohl in Bezug auf steigende Preise, wie auch auf sich verzögernde Lieferketten, wird sich zudem nicht förderlich auf alle Produktionszweige gleichermaßen auswirken.
Für diese Jahr befürchten wir daher nur negative Trendentwicklungen in Bezug auf das Weltwirtschaftswachstum, bis hin zu einer denkbaren Halbierung des Weltwirtschaftswachstum bis zum Ende des Jahres 2022.
Unabhängig davon wird der Zinssatz für Hypotheken bis zur Klärung der Ukrainekrise weiter deutlich steigen. Ob er sich danach auf einem hohen Stand halten lässt, bezweifeln wir aufgrund fehlender wirtschaftlicher Nachhaltigkeit jedoch sehr.
Unabhängig davon raten wir Kunden, die fluide Mittel innerhalb der nächsten drei Jahre eventuell benötigen werden, ihren möglichst zeitnah umzusetzen. Für alle anderen Investoren empfehlen wir die Objekte zu halten oder dazu weitere zu tätigen.
Für David Peter, Gründer und Vorstand des Düsseldorfer Wohnungsinvestors Connex, ist die Zeit des Durchmarschs der großen Wohnungskonzerne vorbei. Nicht jeder von ihnen hat die Kompetenz und den finanziellen Spielraum für die kommende Sanierungswelle.