21/09/2026
🐝 Naturtag: Die Birke als natürliche Zapfsäule 🌿
Wer bei einer Birke plötzlich mehrere große Hornissen entdeckt, könnte erstmal denken: "Oh, da ist wohl ein Nest!" 😳🐝
Doch manchmal sind Hornissen einfach nur zum Zapfen da.
🌳 Hornissen lieben Baumsäfte
An Verletzungen oder natürlichen Rissen der Rinde kann Pflanzensaft aus dem Baum austreten. Dieser zuckerhaltige Saft ist für Hornissen eine willkommene Energiequelle. Sie lecken ihn direkt von der Rinde auf und können die Stellen mit ihren kräftigen Kiefern sogar etwas erweitern.
Die Birke liefert also den Saft, die Hornissen kommen anschließend zum "Zapfen". 🐝🥤
🦟 Und wenn sie nicht gerade Saft trinken?
Dann gehen Hornissen auf die Jagd. Für ihre Larven brauchen sie tierisches Eiweiß und erbeuten unter anderem Fliegen, Wespen und andere Insekten. Bei einem starken Volk können dabei bis zu etwa 500 Gramm Insekten am Tag zusammenkommen. 💪
🪵 Holzfäller trifft Papierfabrik
Hornissen raspeln Holzfasern ab, vermischen sie mit Speichel und bauen daraus ihr papierartiges Nest. Sie machen also aus Holz ihr eigenes "Hornissen-Papier". 😂
🐴 Und was ist mit "Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd"?
Dieser berühmte Spruch ist ein Mythos. Hornissengift ist nicht grundsätzlich gefährlicher als Bienen- oder Wespengift. Ein Stich kann natürlich trotzdem schmerzhaft sein und für Allergiker gefährlich werden.
🍂 Noch ein kurioses Detail:
Ein Hornissenstaat lebt nur eine Saison. Im Herbst stirbt das Volk ab, lediglich die begatteten Jungköniginnen überwintern und gründen im nächsten Frühjahr jeweils einen neuen Staat.
Also: Nicht jede Hornisse am Baum sucht ein Nest. Manchmal ist die Birke einfach die nächste Tankstelle. 😄🐝🌳
👉 Augen auf im Wald, die spannendsten Geschichten hängen manchmal direkt an der Rinde! 🔎🌿
Summende Grüße aus der Bispinger Heide
senden euch unser Ranger-Team Janine & Max