27/10/2026
Umbau der Kennedybrücke beginnt „Allerheiligen“ – 1. November abends geht’s los – Kosten: 913000 Euro
Linienbusse sollen künftig staufrei die Gleistrasse zwischen Bonn und Beuel nutzen können.
Foto: Die meist freie Mittelspuren dürfen künftig Busse benutzen. ©Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
Die Bundesstadt Bonn setzt eine weitere wichtige Maßnahme zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) infolge der Sperrung der Nordbrücke um: Auf der Kennedybrücke beginnen am Sonntagabend, 1. November, die Umbauarbeiten, damit Linienbusse künftig die Trasse von Stadt- und Straßenbahnen befahren können.
Das wird gemacht
Damit die Linienbusse die Gleistrassen der Bahnen nutzen können, muss die mittlere Verkehrsfläche auf der Kennedybrücke verbreitert werden. Dazu werden in einem ersten Schritt Bordsteine und Pflasterstreifen zurückgebaut und durch Asphaltflächen ersetzt. Anschließend werden – etwas nach außen zu den Kfz-Spuren versetzt, in einem zweiten Bauabschnitt transportable Leitwände installiert, die den Bereich – wie bisher die Bordsteine - für den Öffentlichen Nahverkehr vom übrigen Verkehr trennen. Durch das Versetzen wird der Gleisbereich von 5,80 auf 7,50 Meter verbreitert, sodass Linienbusse künftig problemlos aneinander vorbeifahren können. Die Baukosten betragen insgesamt knapp 913.000 Euro.
Nachtarbeit jeweils zwischen 21 und 4 Uhr
Da die Kennedybrücke tagsüber zu den am stärksten ausgelasteten Verkehrsachsen der Stadt zählt, werden sämtliche Arbeiten ausschließlich nachts ausgeführt. Sie finden im Zeitraum von Sonntag, 1. November, bis spätestens Sonntag, 29. November 2026, jeweils zwischen 21 Uhr und 4 Uhr statt.
Die Stadtverwaltung kündigt in einem Informationsschreiben an die Anwohner*innen rund um die Kennedybrücke, die am 26. und 27. Oktober verteilt werden, die Bauarbeiten an. Da unter anderem Fräsen, Walzen und Straßenfertiger eingesetzt werden, muss mit erhöhten Geräuschbelastungen gerechnet werden. Allerdings werden nicht in jeder Nacht lärmintensive Arbeiten erforderlich sein. Das Tiefbauamt der Stadt Bonn bittet für die Beeinträchtigungen um Verständnis.
OB Déus: „Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs“
„Dadurch soll der Linienbusverkehr auf einer der beiden wichtigsten Ausweichstrecken, ganz konkret zwischen dem Bertha-von-Suttner-Platz in Bonn und dem Konrad-Adenauer-Platz in Beuel, in beide Richtungen deutlich zuverlässiger und pünktlicher werden. „Schon unmittelbar nach der Sperrung der Nordbrücke war für mich klar, dass wir alle Möglichkeiten prüfen müssen, um insbesondere den Öffentlichen Nahverkehr zu stärken und die Mobilität in unserer Stadt aufrechtzuerhalten“, sagt Oberbürgermeister Guido Déus. „Mit dem Umbau auf der Kennedybrücke schaffen wir nun, auch mit Blick auf den Beginn des Weihnachtsgeschäfts, die Voraussetzungen dafür, dass Linienbusse zwischen Beuel und Bonn künftig deutlich schneller und verlässlicher unterwegs sein können. Davon werden täglich viele Tausend Fahrgäste profitieren.“