25/01/2022
Mieten in Bremen sind zwischen 2015 und 2020 bezahlbarer geworden
Mieten sind in Deutschland zwischen 2015 und 2020 für Lohnempfänger bezahlbarer geworden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland, die der Verband in Berlin vorgestellt hat. Während die Löhne in diesem Zeitraum im Durchschnitt um 11,3 Prozent stiegen, stiegen die Bestandsmieten um 6,0 und die Neuvertragsmieten um 6,6 Prozent. „Daraus folgt, dass sich die Maßnahmen für eine bessere Bezahlbarkeit des Wohnens auf Personengruppen konzentrieren sollten, die nachweislich Probleme haben. Dazu zählen insbesondere Alleinerziehende, alleinstehende Rentner sowie Studenten“, sagte Verbandschef Kai Warnecke.
In der Untersuchung hat Haus & Grund Deutschland die Lohnentwicklung von 2015 bis 2020 der Mietentwicklung im selben Zeitraum gegenübergestellt. Grundlage für die Lohnentwicklung sind die Angaben der Bundesagentur für Arbeit zu sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelten. Die Angaben zu den Mieten basieren auf Daten des Instituts F+B.
„Auch in Bremen und Bremerhaven sind die Mieten im Lohn- Mietenvergleich bezahlbarer geworden“, sagt der Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V., Ingmar Vergau. „Bei uns entwickelten sich die Löhne schneller als die Bestands- und Neuvertragsmieten. Die Haus & Grund Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Lohn- Bestandsmietendifferenz in Bremen bei 4,3 Prozent und in Bremerhaven bei 3,1 Prozent, die Differenz der Löhne zu den Neuvertragsmieten in Bremen bei 2,8 Prozent und in Bremerhaven bei 1,7 Prozent liegt. Die Ergebnisse bedeuten, dass ein durchschnittlicher Beschäftigter in Vollzeit für die gleiche Wohnung im Jahr 2020 einen geringeren Anteil des Lohns aufwenden musste als noch 2015“, so Vergau.