Haus & Grund Bremen e.V.

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Müllgebührenranking 2026: Bremen und Bremerhaven bleiben BelastungsschwerpunkteDie heute veröffentlichten Ergebnisse des...
17/06/2026

Müllgebührenranking 2026: Bremen und Bremerhaven bleiben Belastungsschwerpunkte

Die heute veröffentlichten Ergebnisse des Müllgebührenrankings 2026 von Haus & Grund Deutschland und dem Institut der deutschen Wirtschaft zeigen erneut, dass die kommunalen Wohnnebenkosten in Bremen und Bremerhaven zu hoch sind. Während Bremen im bundesweiten Vergleich der 100 größten Städte lediglich Rang 67 erreicht, landet Bremerhaven sogar auf Platz 92 und gehört damit zu den Städten mit den höchsten Müllgebühren Deutschlands.

Die Diskussion über bezahlbares Wohnen konzentriert sich häufig ausschließlich auf die Kaltmiete. Dabei geraten die kommunalen Gebühren immer stärker zu einem Kostentreiber für Eigentümer und Mieter. Das aktuelle Ranking zeigt, dass Bremen und insbesondere Bremerhaven hier weiterhin erheblichen Nachholbedarf haben.

Besonders kritisch bewertet Haus & Grund die Entwicklung in Bremerhaven. Die Seestadt hat sich gegenüber dem Ranking 2022 nochmals verschlechtert und ist von Platz 80 auf Platz 92 zurückgefallen. Eine vierköpfige Musterfamilie muss dort für die Müllentsorgung bei einem 14-tägigen Teilservice jährlich 525,70 Euro bezahlen. Damit belegt Bremerhaven in dieser Kategorie sogar den letzten Platz aller untersuchten Städte.

Wer in Bremerhaven lebt, zahlt für die Müllentsorgung inzwischen Beträge, die bundesweit zur absoluten Spitzengruppe gehören. Das ist den Bürgerinnen und Bürgern kaum noch vermittelbar. Der Senat und die kommunalen Entscheidungsträger müssen erklären, warum die Kosten hier so deutlich über dem Niveau vieler anderer Städte liegen.

Aber auch Bremen kann nach Auffassung von Haus & Grund nicht zufrieden sein. Mit Rang 67 liegt die Stadt lediglich im unteren Drittel des Rankings. Die Musterfamilie zahlt hier für den 14-tägigen Teilservice jährlich 330,90 Euro. Während zahlreiche Städte ihre Gebührenstrukturen modernisieren und effizienter gestalten, gelingt es Bremen nicht, sich im bundesweiten Vergleich entscheidend zu verbessern.
Die Müllgebühren sind keine Nebensächlichkeit. Sie sind Bestandteil der Wohnkosten und treffen Eigentümer wie Mieter gleichermaßen. Wer ernsthaft über bezahlbares Wohnen spricht, darf die kommunalen Gebühren nicht ausblenden. Jeder zusätzliche Euro bei Müll, Abwasser oder Grundsteuer erhöht die Belastung der Haushalte.

Das Müllgebührenranking zeigt zudem, dass die Unterschiede zwischen den Kommunen erheblich sind. Während die Musterfamilie im Spitzenreiter Flensburg lediglich 162,60 Euro pro Jahr für die Müllentsorgung zahlt, fallen in Bremerhaven mehr als drei Mal so hohe Kosten an. Bundesweit sind die Müllgebühren in den vergangenen vier Jahren durchschnittlich um rund 13 Prozent gestiegen.
Die Ergebnisse belegen, dass hohe Gebühren keineswegs zwangsläufig sind. Andere Städte zeigen, dass eine bürgerfreundliche und kosteneffiziente Abfallwirtschaft möglich ist. Bremen und Bremerhaven sollten diese Beispiele sorgfältig analysieren und daraus Konsequenzen ziehen. Die Bürger haben Anspruch auf Transparenz und Wirtschaftlichkeit bei kommunalen Gebühren.
Haus & Grund Bremen wird die Entwicklung der kommunalen Wohnnebenkosten auch künftig kritisch begleiten. Gerade in Zeiten steigender Bau-, Sanierungs- und Energiekosten dürften die Städte und Gemeinden die Belastbarkeit von Eigentümern und Mietern nicht aus dem Blick verlieren.

EU-Kommission bestätigt Haus & Grund: Bremen braucht weniger Mietregulierung und mehr InvestitionsanreizeDer Haus & Grun...
08/06/2026

EU-Kommission bestätigt Haus & Grund: Bremen braucht weniger Mietregulierung und mehr Investitionsanreize

Der Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. sieht sich durch die aktuellen Empfehlungen der Europäischen Kommission zur Wirtschafts- und Sozialpolitik in seiner Kritik an der deutschen und Bremer Wohnungspolitik bestätigt. Die Kommission stellt ausdrücklich fest, dass Mietregulierungen die Ursachen der Wohnungsknappheit nicht beseitigen, Investitionsanreize schwächen und die effiziente Nutzung des vorhandenen Wohnraums behindern können.

Gleichzeitig beschreibt der aktuelle Monitoringbericht „Wohnen und Bauen“ der Bremer Baubehörde genau die Entwicklungen, vor denen Haus & Grund seit Jahren warnt: Der Wohnungsmarkt wird zunehmend unbeweglich, die Zahl der Wohnungsangebote geht zurück und die Schere zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten öffnet sich immer weiter.

„Die Europäische Kommission kommt zu denselben Erkenntnissen wie Haus & Grund. Wohnraummangel entsteht nicht durch zu hohe Mieten, sondern durch zu wenige Wohnungen. Wer dieses Problem lösen will, muss Investitionen ermöglichen statt sie durch immer neue Regulierungen zu erschweren“, erklärt Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.
Nach Angaben der Bremer Baubehörde zahlen rund 90 Prozent der Mieterinnen und Mieter Bestandsmieten von durchschnittlich weniger als acht Euro pro Quadratmeter. Demgegenüber lagen die Angebotsmieten Anfang 2025 bereits bei durchschnittlich 11,17 Euro pro Quadratmeter.

Für Haus & Grund sind diese Zahlen kein Beleg für ein Marktversagen, sondern Ausdruck der wirtschaftlichen Realität. Die Kosten für Grundstücke, Baumaterialien, Handwerksleistungen, Finanzierung, energetische Anforderungen und behördliche Vorgaben sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Gleichzeitig wurden Vermieter durch immer neue gesetzliche Anforderungen zusätzlich belastet.
„Während die durchschnittliche Bestandsmiete in Bremen weiterhin unter acht Euro pro Quadratmeter liegt, zeigen die Angebotsmieten von rund elf Euro pro Quadratmeter, welche Mieten heute mindestens erforderlich sind, um Wohnungsbau und Modernisierung überhaupt wirtschaftlich darstellen zu können. Wer diese Realität politisch ignoriert, wird weder zusätzliche Wohnungen schaffen noch den Wohnraummangel beseitigen“, so Vergau.

Der Landesverband verweist darauf, dass sich die Baukosten seit 2010 nahezu verdoppelt haben und Neubauprojekte vielerorts nicht mehr wirtschaftlich kalkuliert werden können. Gleichzeitig sind die Wohnungsbauinvestitionen in Deutschland nach Feststellungen der Europäischen Kommission bereits im vierten Jahr in Folge rückläufig. Die Zahl der Baugenehmigungen ist bundesweit drastisch eingebrochen.

Nach Auffassung von Haus & Grund verschärfen Mietpreisbremse, Kappungsgrenzen und weitere Eingriffe diese Entwicklung zusätzlich. Die Regulierung führt dazu, dass viele Menschen verständlicherweise in ihren günstigen Bestandswohnungen verbleiben. Die Folge ist ein immer unbeweglicherer Wohnungsmarkt mit sinkender Fluktuation und weniger verfügbaren Wohnungen für Familien, Berufseinsteiger und Zuziehende.

Selbst die Bremer Baubehörde beschreibt die Situation inzwischen als „eingefrorenen Wohnungsmarkt“. Genau auf diesen Zusammenhang weist auch die Europäische Kommission hin. Die zunehmende Differenz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten sei ein Hinweis darauf, dass Regulierungen die Mobilität am Wohnungsmarkt beeinträchtigen und Fehlanreize setzen können.
„Wer den Wohnungsmarkt dauerhaft reguliert, ohne die Ursachen des Mangels zu beseitigen, verschärft die Probleme am Ende selbst. Bremen braucht keinen weiteren Ausbau der Mietpreisregulierung, keine Miet-Melde-Stellen und keine zusätzlichen Sanktionen gegen private Vermieter. Bremen braucht mehr Wohnungen, mehr Investitionen und mehr Vertrauen in diejenigen, die den überwiegenden Teil des Wohnraums bereitstellen“, erklärt Vergau.

Private Eigentümer seien unverzichtbar für die Wohnraumversorgung. Sie stellen in Bremen mehr als 60 Prozent aller Mietwohnungen. Der Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. fordert deshalb den Senat auf, die Mietpreisbremse, die Kappungsgrenzenverordnung und weitere Markteingriffe kritisch zu überprüfen und sich auf die Schaffung neuer Wohnungen zu konzentrieren.
„Die Europäische Kommission hat deutlich gemacht, dass immer neue Regulierungen keine einzige Wohnung schaffen. Wenn Bremen den Wohnraummangel wirklich bekämpfen will, muss Bauen wieder wirtschaftlich möglich werden. Der Schlüssel liegt nicht in zusätzlichen Verboten, sondern in besseren Rahmenbedingungen für Investitionen, Neubau und Modernisierung“, so Vergau abschließend.

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19/05/2026

Haus & Grund Bremen warnt vor neuer Verunsicherung beim Heizungstausch

Die jüngsten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz stoßen beim Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. auf deutliche Kritik. Nach Auffassung des Verbandes schafft die Bundesregierung keine verlässlichen Perspektiven für private Eigentümer, sondern verlängert die Unsicherheit rund um die zukünftige Wärmeversorgung von Wohngebäuden.

„Viele Eigentümer fragen sich inzwischen nicht mehr, welche Heiztechnik sinnvoll ist, sondern welche politische Vorgabe morgen wieder geändert wird“, erklärt Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. „Gerade private Kleinvermieter und ältere Hauseigentümer benötigen langfristige Planungssicherheit. Stattdessen werden sie mit immer neuen gesetzlichen Konstruktionen und komplizierten Übergangsregelungen konfrontiert.“

Zwar bleibe der Einbau klassischer Gas- und Ölheizungen grundsätzlich weiterhin möglich, die künftig vorgesehenen Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien führten jedoch faktisch zu erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Haus & Grund Bremen sieht insbesondere die Entwicklung der zukünftigen Brennstoffpreise kritisch.

„Die politischen Vorgaben setzen darauf, dass in einigen Jahren ausreichend klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan verfügbar und bezahlbar sein werden. Ob das tatsächlich gelingt, kann derzeit niemand garantieren“, so Vergau. „Sollten diese Energieträger knapp werden, drohen massive Kostensteigerungen für Eigentümer und Mieter.“

Hinzu komme, dass viele Eigentümer derzeit ohnehin unter wachsenden finanziellen Druck stünden. Neben gestiegenen Bau- und Handwerkerkosten belasteten hohe Finanzierungskosten, umfangreiche Modernisierungspflichten sowie steigende Wohnnebenkosten den Immobilienbestand zunehmend.

Besonders in Bremen und Bremerhaven seien zahlreiche Wohnungen im Besitz privater Vermieter, die oft nur wenige Einheiten halten und zu vergleichsweise moderaten Mieten vermieten. „Diese Eigentümer investieren verantwortungsvoll und langfristig“, betont Vergau. „Sie brauchen praktikable und wirtschaftlich umsetzbare Lösungen statt immer neuer regulatorischer Unsicherheiten.“
Der Verband empfiehlt Eigentümern daher, größere Investitionsentscheidungen sorgfältig vorzubereiten und unabhängige fachliche Unterstützung einzuholen. Haus & Grund Bremen bietet selbst keine Energieberatung an, ist jedoch im Klimabaunetzwerk, einem Netzwerk aus Fachleuten, technischen Experten und Energieberatern eingebunden und unterstützt seine Mitglieder dabei, geeignete Ansprechpartner für ihre individuelle Situation zu finden.

„Die energetische Modernisierung des Gebäudebestands kann nur gelingen, wenn Eigentümer Vertrauen in die politischen Rahmenbedingungen haben“, erklärt Vergau abschließend. „Wer dauerhaft investieren soll, braucht Verlässlichkeit, Technologieoffenheit und wirtschaftlich tragfähige Perspektiven.“

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