Haus & Grund Bremen e.V.

Haus & Grund Bremen e.V. Seit mehr als 125 Jahren kämpft Haus & Grund Bremen e.V. für das Eigentum seiner Mitglieder Wir bekennen uns zu diesem Wert.

Privates Eigentum ist das Fundament jeder freiheitlichen Gesellschaft. Daher schützen, sichern und stärken wir mit unüberhörbarer Stimme das private Haus-, Wohnungs- und Grundeigentum. Mit diesem Anliegen wenden wir uns an Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie die Medien als Multiplikatoren unserer Botschaft.

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19/05/2026

Haus & Grund Bremen warnt vor neuer Verunsicherung beim Heizungstausch

Die jüngsten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz stoßen beim Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. auf deutliche Kritik. Nach Auffassung des Verbandes schafft die Bundesregierung keine verlässlichen Perspektiven für private Eigentümer, sondern verlängert die Unsicherheit rund um die zukünftige Wärmeversorgung von Wohngebäuden.

„Viele Eigentümer fragen sich inzwischen nicht mehr, welche Heiztechnik sinnvoll ist, sondern welche politische Vorgabe morgen wieder geändert wird“, erklärt Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. „Gerade private Kleinvermieter und ältere Hauseigentümer benötigen langfristige Planungssicherheit. Stattdessen werden sie mit immer neuen gesetzlichen Konstruktionen und komplizierten Übergangsregelungen konfrontiert.“

Zwar bleibe der Einbau klassischer Gas- und Ölheizungen grundsätzlich weiterhin möglich, die künftig vorgesehenen Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien führten jedoch faktisch zu erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Haus & Grund Bremen sieht insbesondere die Entwicklung der zukünftigen Brennstoffpreise kritisch.

„Die politischen Vorgaben setzen darauf, dass in einigen Jahren ausreichend klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan verfügbar und bezahlbar sein werden. Ob das tatsächlich gelingt, kann derzeit niemand garantieren“, so Vergau. „Sollten diese Energieträger knapp werden, drohen massive Kostensteigerungen für Eigentümer und Mieter.“

Hinzu komme, dass viele Eigentümer derzeit ohnehin unter wachsenden finanziellen Druck stünden. Neben gestiegenen Bau- und Handwerkerkosten belasteten hohe Finanzierungskosten, umfangreiche Modernisierungspflichten sowie steigende Wohnnebenkosten den Immobilienbestand zunehmend.

Besonders in Bremen und Bremerhaven seien zahlreiche Wohnungen im Besitz privater Vermieter, die oft nur wenige Einheiten halten und zu vergleichsweise moderaten Mieten vermieten. „Diese Eigentümer investieren verantwortungsvoll und langfristig“, betont Vergau. „Sie brauchen praktikable und wirtschaftlich umsetzbare Lösungen statt immer neuer regulatorischer Unsicherheiten.“
Der Verband empfiehlt Eigentümern daher, größere Investitionsentscheidungen sorgfältig vorzubereiten und unabhängige fachliche Unterstützung einzuholen. Haus & Grund Bremen bietet selbst keine Energieberatung an, ist jedoch im Klimabaunetzwerk, einem Netzwerk aus Fachleuten, technischen Experten und Energieberatern eingebunden und unterstützt seine Mitglieder dabei, geeignete Ansprechpartner für ihre individuelle Situation zu finden.

„Die energetische Modernisierung des Gebäudebestands kann nur gelingen, wenn Eigentümer Vertrauen in die politischen Rahmenbedingungen haben“, erklärt Vergau abschließend. „Wer dauerhaft investieren soll, braucht Verlässlichkeit, Technologieoffenheit und wirtschaftlich tragfähige Perspektiven.“

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Mietrechtspaket des Bundeskabinetts: Belastung für private Vermieter
Deutliche Auswirkungen auf Mietmarkt in Bremen und Bremerhaven
Der Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. bewertet die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Änderungen im Mietrecht mit großer Sorge. Aus Sicht des Verbandes führen die geplanten Regelungen zu einer weiteren Verschlechterung der Rahmenbedingungen für private Vermieter – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte in Bremen und Bremerhaven. „Die Bundesregierung setzt erneut auf zusätzliche Eingriffe in bestehende Mietverhältnisse, statt die Voraussetzungen für Investitionen in Wohnraum zu verbessern. Gerade in Städten wie Bremen und Bremerhaven, die stark von privaten Vermietern geprägt sind, ist das ein falsches Signal“, erklärt Ingmar Vergau.
Besonders kritisch sieht der Verband die geplanten Änderungen bei Kündigungen aufgrund von Mietrückständen. Künftig droht, dass selbst rechtmäßige Kündigungen ihre Wirkung verlieren können, wenn Zahlungsrückstände nachträglich ausgeglichen werden. „In der Praxis bedeutet das, dass Vermieter weiterhin das wirtschaftliche Risiko von Mietausfällen, Verzögerungen und zusätzlichen Kosten tragen müssen – selbst dann, wenn Mieter ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Das untergräbt die Verlässlichkeit des Mietrechts“, so Vergau. Gerade in Bremen und Bremerhaven sei die Situation bereits heute angespannt. „Wir erleben in der täglichen Beratung immer wieder Fälle von Zahlungsverzug und Mietausfällen. Wenn Vermieter hier künftig noch stärker belastet werden, wird die Vermietung für viele private Eigentümer zunehmend unattraktiver.“
Auch die vorgesehenen Einschränkungen bei Indexmieten bewertet der Verband kritisch. Diese hätten sich als transparentes und nachvollziehbares Instrument in langfristigen Mietverhältnissen bewährt. „Die tatsächlichen Kosten für Eigentümer – etwa für Instandhaltung, Handwerksleistungen, Energie oder Finanzierung – entwickeln sich unabhängig von politischen Begrenzungen. Wenn Einnahmen begrenzt werden, während die Ausgaben steigen, entsteht ein wirtschaftliches Ungleichgewicht, das langfristig die Investitionsfähigkeit gefährdet“, betont Vergau.
Mit Blick auf die geplanten Regelungen für möblierten Wohnraum warnt der Verband zudem vor zusätzlicher Bürokratie, die insbesondere kleinere Vermieter trifft. „Private Eigentümer verfügen in der Regel nicht über umfangreiche Verwaltungsstrukturen. Zusätzliche Nachweis- und Berechnungspflichten führen hier zu unverhältnismäßigen Belastungen, ohne dass dadurch zusätzlicher Wohnraum entsteht.“
Der Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. weist darauf hin, dass der Wohnungsmarkt in Bremen und Bremerhaven maßgeblich von privaten Vermietern getragen wird. „Wer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtert, riskiert, dass Investitionen ausbleiben und Wohnungen perspektivisch dem Markt entzogen werden. Das trifft am Ende auch die Mieter“, so Vergau weiter.
Vor diesem Hintergrund fordert der Verband, den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren grundlegend zu überarbeiten. „Wir brauchen keine weitere Verschärfung des Mietrechts, sondern verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen und den Wohnungsbestand sichern. Nur so kann bezahlbarer Wohnraum langfristig erhalten und geschaffen werden.“

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18/04/2026

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