21/02/2024
Maßnahmen der Bundesregierung für bezahlbaren und klimagerechten Wohnraum
Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit. Die Bundesregierung hat das Ziel, jährlich 400.000 neue Wohnungen, davon 100.000 öffentlich geförderte, zu bauen. Doch aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen, wie gestiegene Baukosten durch den Krieg in der Ukraine, höhere Zinsen und Fachkräftemangel, haben die Bau- und Wohnungswirtschaft massiv gebremst.
Die Zahl der Baugenehmigungen ist gesunken, und trotz eines Überhangs von 880.000 Genehmigungen werden neue Projekte nur zögerlich bewilligt und gestartet. Die Kapazitätsauslastung im Bau liegt bei über 70 Prozent, aber es bedarf weiterer Anstrengungen, um die Bau- und Wohnungswirtschaft zu stabilisieren und weitere Insolvenzen zu vermeiden. Gleichzeitig müssen bürokratische Hürden abgebaut, Planungsprozesse beschleunigt und innovative Bauverfahren gefördert werden.
Die Bundesregierung ergreift nun kurzfristige und befristete Maßnahmen, um zusätzliche Investitionen für den Bau von bezahlbarem und klimagerechten Wohnraum anzustoßen. Impulse sollen die Bau- und Wohnungswirtschaft stärken, Arbeitsplätze erhalten und den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum decken. Dabei bleibt die Priorität weiterhin, mittel- und langfristig Klimaziele zu erreichen und Treibhausgase nachhaltig zu reduzieren.
Diese Maßnahmen setzen auf Beschleunigung, Digitalisierung und Innovation, um den Wohnungsbau effizienter und nachhaltiger zu gestalten:
1. Degressive AfA (Absetzung für Abnutzung)
2. Verankerung von EH 40 als verbindlicher gesetzlicher Neubaustandard wird vorerst ausgesetzt
3. Bau von bezahlbarem Wohnraum für alle vereinfachen und beschleunigen
4. Finanzmittel für den sozialen Wohnungsbau
5. KfW-Neubauprogramme "Klimafreundlicher Neubau" (KFN) und "Wohneigentum für Familien" (WEF)
6. Wohneigentumsprogramm "Jung kauft Alt"
7. Umbau von Gewerbeimmobilien zu Wohneinheiten
8. Bauen im Sinne des Gebäudetyps E soll befördert werden
9. Vergünstigte Abgabe BImA-eigener Grundstücke für öffentliche Aufgaben sowie den sozialen Wohnungsbau
10. Lärmrichtwerte bei heranrückender Wohnbebauung an Gewerbebetriebe
11. Förderung beim Einbau einer klimafreundlichen Heizungsanlage
12. Senkung der Erwerbsnebenkosten
13. Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren
14. Neue Wohngemeinnützigkeit an den Start gehen lassen
Was denken Sie - wie sinnvoll sind diese Ad Hoc Maßnahmen und was können sie dem deutschen Wohnungsmarkt bringen ?