09/01/2024
2022 war für viele das Jahr des Schocks, als der Markt für großvolumige Immobilientransaktionen in der zweiten Jahreshälfte und insbesondere zum Jahresende hin auf einmal eingefroren war.
2023 war das Jahr der Orientierung. Der Transaktionsmarkt war komplett eingebrochen, vor allem große Transaktionen waren rar. Insolvenzmeldungen, insbesondere bei Projektentwicklern haben sich überschlagen und erschienen gefühlt im Wochentakt.
2024 hat das Potenzial das Jahr der Findung zu werden. Das Jahr, in dem Angebot und Nachfrage wieder zueinander finden. Damit wären die seit 2022 andauernden "Korrekturen" weitestgehend abgeschlossen.
Es spricht vieles dafür und es ist von einem Fortsetzen der Trends, welchen wir bereits in 2023 beobachtet haben, auszugehen:
📊 Weitere Insolvenzen:
Einige Projektentwickler und u.a. opportunistische Investoren mit Legacy Themen (z.B. auslaufende Finanzierungen, Leerstand oder Instandhaltungsstau im Bestand & bei Projektentwicklungen bspw. eine noch nicht erreichte Vorvermietungsquote) sind weiterhin unter Druck.
🌐 Wechsel der Spieler:
Verschiedene ausländische Investoren, die während der Niedrigzinsphase besonders aktiv im deutschen Markt waren, haben sich zurückgezogen. Es kommen jetzt wieder Akteure aus dem Ausland auf den Markt, welche in den vielen Peak-Jahren der Niedrigzinsphase keine Ankäufe mehr tätigen konnten oder wollten.
💡 Neue Möglichkeiten:
Die größten erzielbaren Preisabschläge werden voraussichtlich im Segment der opportunistischen und value-add Immobilien zu beobachten sein, u.a. da damit verbundene Risiken insgesamt deutlich konservativer eingepreist werden als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.
🔜 Vorbereitung & Durchführung von Portfoliobereinigungen:
Die Mittelabflüsse von offenen Fonds und die zunächst noch weiterführende Anpassung der Buchwerte dürften u.a. zu einer vermehrten Aktivität an den Transaktionsmärkten führen.
🔎 Grundstücksknappheit:
Das Angebot an Grundstücken insbesondere für die Entwicklung von Logistik- und Industrieimmobilien ist weiterhin sehr gering.