06/08/2026
Rekordwert im ersten Halbjahr – Förderungen der KfW
Im ersten Halbjahr 2026 sagte die KfW-Bank Finanzierungen in neuer Rekordhöhe zu. Besonders gefragt waren Förderkredite für energieeffizientes Bauen und Klimaschutz.
Insgesamt wurden von Januar bis Juni neue Zusagen in Höhe von 57,7 Mio. Euro vergeben, dies teilte die KfW am Mittwoch mit. Damit lag das Neugeschäft rund 46% über dem Vorjahreswert. Man kann von einem starken ersten Halbjahr sprechen, so die KfW. Das zweite Quartal entwickelte sich vor allem in der inländischen Förderung noch dynamischer als das bereits sehr starke erste Quartal. Zur Jahresmitte erreichte das Volumen der Zusagen 38,9 Milliarden Euro.
Beim Mittelstand ist besonders die Nachfrage nach Förderkrediten für Klimaschutz- und Umweltvorhaben mit 11,2 Milliarden (Vorjahr: 5,3) ausgeprägt. Ebenfalls die Programme für private Kunden wurden wieder mehr angefragt – hier insbesondere die energieeffiziente Gebäudeförderung samt Heizungsförderung. KfW-Vorstandschef Stefan Wintels bezeichnet die Förderung als „wesentlichen Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland“.
Operatives Ergebnis knackt Milliardenmarke
Rund ein Drittel über dem Vorjahresniveau liegt das Neugeschäft der Export- und Projektfinanzierung (15,4 Milliarden). Laut KfW liegen die Gründe für den Anstieg in der Nutzung von „attraktiven“ Marktchancen sowie der erfolgreiche Abschluss größerer Einzelgeschäfte. Als sogenanntes ökonomisches Ergebnis, sprich Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern, erzielte der KfW-Konzern im ersten Halbjahr 1,238 Milliarden Euro.
Auch das operative Ergebnis, vor Bewertung und Förderaufwand, knackte die Milliardenmarke – mit 1,103 Milliarden Euro lag es über dem Vorjahreswert von 969 Mio. Euro. Es resultierte vor allem aus Zinsüberschuss vor dem Förderaufwand. Mit 1,567 Milliarden Euro übertraf dieser den Vorjahreswert von 1,436 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss von Förderaufwand (umfasst vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes) lag mit 340 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert mit 336 Mio. Euro. Stabil blieb der Verwaltungsaufwand vor Förderaufwand mit 805 Mio. Euro.