23/04/2026
Mietbewerbung – wichtige Punkte
Eine passende Wohnung zu finden ist oft nicht leicht: zu wenig Wohnungen, zu viele Bewerber! Schnelligkeit bei der Bewerbung ist allerdings nicht alles. Auch direkt alle Unterlagen mitschicken, hilft nicht immer. Vermieter müssen aufgrund der hohen Anzahl an Anfragen strukturiert vorgehen, denn sonst können die passenden Mieter vielleicht in der Masse der Anfragen untergehen.
Aber was sind denn wichtige Aspekte? Was gehört in ein Anschreiben, welches den ersten Kontakt zum Makler oder Vermieter herstellt, hinein? Zusammengefasst ist es eigentlich ganz einfach: eine freundliche Anrede (am besten mit korrektem Namen des Maklers oder des Vermieters – also des Ansprechpartners), ein kurzer, klarer Text und, das ist ganz wichtig, vollständige Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefon). Weiter sollten Daten wie das Netto-Einkommen, die Größe des Haushalts (sprich: wie viele Personen wollen einziehen), Beruf und Arbeitgeber sowie den nächstmöglichen Einzugstermin angegeben werden. Hilfreich kann es sein, weitere kurze Hinweise zu geben, z.B. ob Haustiere vorhanden sind oder was der Umzugsgrund ist.
Mittlerweile sehen es Vermieter gerne, wenn eine Bonitätsauskunft und / oder eine Mieterselbstauskunft direkt mitgeschickt wird. Diese sind oft eine Grundlage für eine Vorauswahl – streng genommen dürfen diese aber erst im Rahmen der Mietvertragsvorbereitungen angefordert werden.
Für den Vermieter sind drei Fragen wichtig:
1. Kann der Bewerber die Miete regelmäßig und zuverlässig zahlen?
Das Haushaltseinkommen ist der wichtigste Kritikpunkt. Hier ist nicht die absolute Höhe entscheidend, sondern ob nach Abzug der Miete noch genug „übrigbleibt“. Als Faustregel gilt hier: Die Miete sollte nur 30, maximal 40% des Nettohaushaltseinkommens ausmachen.
2. Passt die Wohnung zur Lebenssituation damit ein langfristiges Mietverhältnis realistisch ist?
Ein Haushalt, der finanziell am absoluten Limit kalkuliert, kann genauso unpassend sein, wie ein Interessent mit sehr hohem Einkommen, der sich für eine kleine Wohnung bewirbt. Der Vermieter sucht zuverlässige Mieter, die regelmäßig und pünktlich die Miete zahlen können. Weiter ist es genauso wichtig, dass potentielle Mieter in die bestehende Hausgemeinschaft passen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass eine Familie mit vier Kindern eine Wohnung in einem Haus mit alleinstehenden, sehr ruhigen Mietern bekommt.
3. Wie ist der erste Eindruck? Wirkt der Interessent vertrauenswürdig?
Gerade für private Vermieter ist der Eindruck neben den Zahlen wichtig. Während der Makler den rein finanziellen Aspekt beleuchtet, muss das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter stimmen. Punkten kann hier, wer einen freundlichen, verlässlichen und kommunikativen Eindruck macht.
Nach dieser ersten Hürde kommt der Besichtigungstermin. Dieser ist nicht nur für die Interessenten wichtig, um die Wohnung zu begutachten, sondern auch für den Vermieter oder Makler, einen persönlichen Eindruck vom Interessenten zu bekommen – Papier ist schließlich geduldig. Oft ist es so, dass der Favorit „auf dem Papier“ nach einem persönlichen Kennenlernen nicht mehr die erste Wahl ist.
Wer diese Punkte beherzigt und berücksichtigt, hat bessere Chancen die Wohnung zu bekommen.