20/06/2019
Schwarz ist gleich schwarz?! Mitnichten, wie man auf diesem Bild gut erkennen kann. Unser Kunde gab sein Fahrzeug zu einer Garantiereparatur zu dem Vertragshändler. Leider wurde der Farbton bei der Lackierung nicht ansatzweise getroffen. Der Händler argumentierte es würde am Fahrzeugalter und daran liegen, dass die Werkslackierung bereits, durch UV-Strahlung der Sonne, ausgeblichen ist. Das können wir klar widerlegen. Jeder Fahrzeughersteller gibt einen Farbcode für die aufgebrachte Lackierung an. In der Serienproduktion entstehen alleine durch den Wechsel der Lieferchargen des Lackherstellers sogenannte Nuancen. Es gibt dazu noch etliche andere Parameter, die die optische Wahrnehmung des Farbtons beeinflussen. Das äußert sich in unterschiedlicher Farbtiefe, Brillanz und bei Effektfabtönen, wie z.B. Metallic- oder Pearlcolorlackierungen, in der Ausprägung des Effektes. Die einzige Möglichkeit solche sichtbaren Farbtonunterschiede zu umgehen ist das Beilackieren, in das angrenzende Bauteil. Hierbei wird das zu reparierende Bauteil mit dem am besten passenden Reparaturfarbton beschichtet und die vorn sowie hinten angrenzenden Flächen, von dem vollflächig lackierten Bauteil ausgehend, eingeblendet. Das bedeutet, dass die an das vollflächig lackiert angrenzende Bauteil grenzenden Flächen deckend und im Bauteilverlauf ‚nebelnd‘, sprich auslaufend, beschichtet werden. Anschließend wird über alle zuvor beschichteten Bauteile der Klarlack appliziert, damit ein homogenes Gesamtbild entsteht.