ISC-Hamburg Albert Huzek

ISC-Hamburg Albert Huzek Impressum: http://module.immonet.de/hp/8a8f5faf/impressum Ihr Makler in Hamburg

02/09/2023

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08/08/2023

Grundsteuerreform: Folgen erst 2025 sichtbar

Haus- und Wohnungseigentümer hatten – je nach Bundesland – bis Anfang Mai 2023 Zeit, Angaben zu den Immobilien an das Finanzamt zu übermitteln. Inzwischen sind zahlreiche Wertbescheide angekommen. Fleischer rät, die Bescheide gründlich zu kontrollieren und gegebenenfalls Einspruch einzulegen. Ansonsten drohe spätestens 2025 ein böses Erwachen: Ein Einspruch gegen etwaig falsche Werte, beispielsweise bei der Grundstücksgröße, der Wohnungsgröße oder dem Baujahr der Immobilie, muss umgehend erfolgen. "Passiert dies nicht innerhalb von einem Monat, haben Eigentümer keine Möglichkeit mehr, Widerspruch gegen den neuen Grundsteuerbescheid einzulegen", warnte Fleischer.
Für die Berechnung der Grundsteuer wurde der Wert der Häuser und Wohnungen Stand 2022 festgesetzt. Auch hier sieht der EY-Experte ein Problem: "In den vergangenen Monaten gab es in zahlreichen Regionen Deutschlands Preisrutsche bei den Immobilienpreisen, viele Wohnungen und Häuser sind einfach weniger wert – dadurch kann die neue Grundsteuer die Besitzer noch härter treffen." Der Nachweis eines niedrigeren Verkehrswerts der Immobilie sei nach den neuen Regeln zur Berechnung der Grundsteuer nicht vorgesehen, was nach Auffassung von Fleischer ein Grund für die Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuerreform ist.

Methodik
EY hat für die Studie Daten des Statistischen Bundesamtes ("Hebesätze der Realsteuern") zur Entwicklung der Grundsteuer-B-Hebesätze in allen deutschen Kommunen zwischen 2005 und 2022 ausgewertet. Es handelt sich in dieser Analyse um den Durchschnittswert aller Gemeinden unabhängig von der Einwohnerzahl. Ausgenommen waren die Stadtstaaten. Stichtag war jeweils der 31. Dezember

12/07/2023

Immobilienbranche weiter im Stimmungstief
Die Sommerumfrage des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) spiegelt deutlich die schwierige Marktlage wider. Daraus folgt eine klare Forderung an die Politik.
Die Immobilienbranche befindet sich weiter im Abschwung. Und die Teilnehmer der Sommerumfrage sehen auch keine Trendwende kommen. Die Projektentwickler stecken laut eigener Aussage demnach in einer tiefen Rezession. Sie schätzen die Zukunft auch eher pessimistisch ein – insbesondere was Vorverkäufe, Vorvermietung und geplante Grundstückskäufe angeht. Gründe dafür sind steigende Baukosten und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Fast Dreiviertel der befragten Projektentwickler erwarten in den kommenden 12 Monaten abnehmende Vorverkäufe. Zwar verbessert sich im Wohnsegment gerade die Lage etwas, befindet sich laut der Umfrage aber immer noch im Negativbereich. Für ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner ist klar: Der Tiefpunkt beim Wohnungsbau ist noch längst nicht erreicht. Deshalb müssen staatliche Fesseln dringend gelockert werden, um den Neubau zu reaktivieren. Beim Wohnen sei der Staat für 37 Prozent der Kosten verantwortlich: direkt durch Steuern und Abgaben sowie indirekt durch beengende Regulierungen.

26/10/2022

Kaufpreise von Wohnimmobilien brechen im 3. Quartal ein

Der Abwärtstrend auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt wird immer deutlicher. Im 3. Quartal sind die gezahlten Kaufpreise deutlich gesunken. Einfamilienhäuser verzeichnen einen Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem 2. Quartal, bei Eigentumswohnungen beträgt das Minus sogar 4 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des Immobilienbewerters Sprengnetter hervor. Bei den Metropolen gibt es laut Analyse unterschiedliche Entwicklungen: In München (-5,6 Prozent) und Hamburg (-5,4 Prozent) brechen die Abschlusspreise im 3. Quartal deutlich ein. Dagegen verzeichnen Berlin (+0,5 Prozent) und Köln (+1,4 Prozent) im Vergleich zum Vorquartal noch moderate Anstiege.

10/10/2022

Minus 50 % – Wohninvestmentmarkt bricht ein

In den ersten drei Quartalen 2022 wurden nur 10 Milliarden Euro in Wohnimmobilien investiert. Das ist nur etwa die Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und entspricht dem Niveau von 2007. Das ergeben Auswertungen sechs verschiedener Maklerfirmen, Analysten und Banken. Auch die Prognosen ähneln sich.
Inflation und steigende Finanzierungskosten bremsen den Markt. Investoren warten ab, obwohl die Branche mit einer steigenden Wohnungsknappheit, also steigender Nachfrage, rechnet. Und so blieben 2022 vor allem die größeren Investmentdeals aus. Bis Ende des Jahres rechnen die Analysten mit einer nur leichten Verbesserung.

03/10/2022

Wohneigentum:
Experten erwarten keine langfristigen Rückgänge bei Preisen und Nachfrage

Der rapide Zinsanstieg hat die Nachfrage nach Eigentumswohnungen zuletzt gedrosselt und teils zu leichten Preisrückgängen geführt. Eine Wohnung zu finden, wird nach Ansicht mehrerer Experten aber auch zukünftig nicht einfacher oder günstiger. So prognostizieren das Immobilienunternehmen Accentro Real Estate und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in ihrem jüngsten Wohneigentumsreport auch in den kommenden Jahren einen hohen Preisdruck. Demnach verhindere vor allem der schleppende Neubau in Deutschland ein Einbrechen der Kaufpreise. Spätestens wenn sich die derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheiten entspannen, dürfte laut Experten auch das Interesse an Wohneigentum wieder stärker zunehmen. Beim Immobilienverband IVD hält man einen grundlegenden Umbruch am Immobilienmarkt ebenfalls für wenig wahrscheinlich. Zwar würden sich viele Interessenten aufgrund des rasanten Zinsanstiegs derzeit neu sortieren, es spräche aber dennoch viel dafür, dass der Markt zügig zurückkommt.

09/09/2022

EZB dreht erneut an der Zinsschraube

Der Leitzins in der Euro-Zone wird erneut angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert auf die anhaltende Inflation mit einem Rekordsprung um 0,75 Prozentpunkte auf einen Leitzins von 1,25 Prozent. Fachleute erwarten, dass in der Folge auch die Zinsen für Immobiliendarlehen noch einmal klettern.
Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 hat die EZB nie so deutlich an der Zinsschraube gedreht. Erst im Juli war der Leitzins auf 0,5 Prozent gesetzt worden. Nach der nun erfolgten neuerlichen Anhebung könnte trotzdem noch nicht Schluss sein. Eine weitere Zinsanpassung noch in diesem Jahr wurde bereits angedeutet.
Experten gehen davon aus, dass die EZB-Maßnahmen auch auf die Bauzinsen ausstrahlen: Beim Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) rechnet man mit einem Zinsanstieg bis Jahresende. Die Kreditvermittler Dr. Klein und Interhyp erwarten rund 3,5 Prozent bei 10-jähriger Laufzeit.

29/08/2022

Dunkle Aussichten: Nebenkosten könnten sich mehr als verdoppeln
Die Nebenkosten einer Durchschnittswohnung mit 92 Quadratmetern betrugen 2019 und 2020 im Mittel 3.200 Euro. Das zeigen die Daten von Mineko – einem Unternehmen, das auf Prüfungen von Nebenkostenabrechnungen spezialisiert ist. In diesem Jahr rechnen die Experten mit knapp 7.000 Euro.
Vor 2 beziehungsweise 3 Jahre lagen bei 55.000 geprüften Nebenkostenabrechnungen die monatlichen Nebenkosten noch im Mittel bei 2,93 Euro pro Quadratmeter. In diesem Jahr prüfte Mineko bislang 8.500 angekündigte Anhebungen von Vorauszahlungen der Mietnebenkosten. Dabei lagen die Quadratmeterkosten bei 6,40 Euro. Am stärksten stiegen laut Mineko die Kosten für Heizung inklusive Warmwasser: von circa einem auf vier Euro pro Quadratmeter.

22/08/2022

Banken vergeben Immobilienkredite strenger
Die Banken sind bei der Vergabe von Baufinanzierungen risikobewusster geworden und prüfen diese strenger. Immobilienkäufer bekommen deutlich schwieriger einen Kredit als noch Anfang des Jahres.
Eine Umfrage des Handelsblatts verdeutlicht das: Von den sieben wichtigsten Banken legen die meisten inzwischen striktere Maßstäbe bei der Kreditvergabe an. Gründe dafür sind die Verschlechterung der Lage am Wohnimmobilienmarkt und die geringere Kreditwürdigkeit der Käufer. Aufgrund der hohen Energiepreise mussten Banken bereits die Mindestanforderungen an Lebenshaltungs- und Bewirtschaftungskosten im Rahmen der Bonitätsbetrachtung nach oben anpassen. Auch die Haushaltspauschale, die bei der Kreditvergabe die Ausgaben für den generellen Lebensunterhalt eines Haushalts beschreibt, musste aufgrund der hohen Inflation von vielen Banken erhöht werden.

04/08/2022

Grundsteuer – auf einen Blick

Die Grundsteuer ist eine Objektsteuer, die auf das Eigentum von Grundstücken erhoben wird. Kaum ein Immobilienbesitzer kommt an ihr vorbei: Sie wird einmal jährlich von der Gemeinde verlangt.
Unterschieden wird zwischen drei Arten der Grundsteuer:

Die Grundsteuer A (agrarisch): gilt für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke.
Die Grundsteuer B (baulich): gilt für bebaubare und bebaute Grundstücke und für Gebäude
Die ab 2025 geltende Grundsteuer C (unbebaute Grundstücke): sie ist Teil der Grundsteuerreform und soll eingeführt werden, damit Kommunen unbebaute Grundstücke höher besteuern können. Ziel ist es, dadurch Spekulationen zu verhindern und mehr Wohnraum zu schaffen.

Für die meisten Immobilieneigentümer ist die Grundsteuer B und ihre Berechnung wichtig:

Ab 1. Januar 2025 wird eine neue Grundsteuer B erhoben. Der Prozess für die Neuberechnung hat allerdings bereits begonnen: Anfang 2022 berechnen die Finanzämter die Grundsteuer neu. Dazu müssen in Deutschland bis Ende 2024 rund 35 Millionen Grundstücke neu bewertet werden.

In diesen Prozess sind auch alle Haus- und Grundbesitzer involviert:

Sie müssen noch 2022 eine separate Grundsteuererklärung, eine sogenannte Feststellungserklärung, abgeben.
Die Übermittlung der Daten findet von 1. Juli bis 31. Oktober 2022 elektronisch über die Steuerplattform Elster statt.
Je nach Bundesland variiert die Berechnung der Grundsteuer und Eigentümer müssen unterschiedliche Informationen bereithalten.

Die neue Grundsteuer: Das müssen Eigentümer jetzt tun

Seit Jahren steht die Berechnung der Grundsteuer in der Kritik. Die Grundsteuer wurde bislang über den Einheitswert auf Basis der Werteverhältnisse des Grunds aus den Jahren 1935 für Ostdeutschland und 1964 für Westdeutschland berechnet. Da sich die Preise seitdem extrem stark verändert haben, liegen die ermittelten Einheitswerte unter den realen Verkehrswerten der Grundbesitze.

Da eine einheitliche Bewertung von Grundbesitz so kaum noch möglich ist, hat der Bundesfinanzhof die Berechnung der Einheitswerte bereits als verfassungswidrig erklärt (Urteil BFH II R 16/ 13). Ende 2019 wurde durch den Bundesrat eine Änderung des Grundgesetzes beschlossen, welche die Berechnung der Grundsteuer B neu regelt. Für die neue Berechnung haben die Bundesländer und Kommunen bis Ende 2024 Zeit, 2025 wird die Steuer dann nach der neuen Grundsteuerreform erhoben. Grundstücksbesitzer sind zur Mithilfe verpflichtet und müssen eine sogenannte Feststellungserklärung abgeben – das müssen sie wissen:
Neue Grundsteuer: Welche Daten werden benötigt?

Laut Bundesfinanzministerium sind folgende Angaben für die separate Grundsteuererklärung erforderlich:

Grundstücksfläche
Bodenrichtwert
Wohnfläche
Baujahr des GebäudesLage Grundstücks
Nutzungsart, also ob es landwirtschaftlich genutzt wird oder zu reinen Wohnzwecken

Ja nach Bundesland können aber weniger oder zusätzliche Angaben nötig sein. Dabei kommt es darauf an, für welches Berechnungsmodell sich das jeweilige Bundesland entschieden hat.

31/08/2021

Im Schnitt sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen, immer öfter auch abseits der Großstädte. Ökonomen sehen allerdings ein Ende der Preisspirale nahen. Das ist schlecht für alle, die auf hohe Verkaufspreise spekulieren.
Wenn die Preise in irgendeiner Warengruppe über Jahre hinweg stark ansteigen, dann ist schnell vom Begriff der Blase die Rede. Verbunden damit ist stets die Angst, dass eben diese Blase platzen und die Preise plötzlich stark absinken könnten. Der Immobilienmarkt ist in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind, löste doch eben das Platzen der US-Immobilienblase 2008 eine weltweite Finanzkrise aus.
Auch heute sehen Analysten häufig wieder Anzeichen für eine Blasenbildung. Schließlich steigen die Preise für Häuser und Wohnungen weltweit seit Jahren stetig, auch in Deutschland. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) verzeichnete für Eigentumswohnungen 2020 einen durchschnittlichen Preisanstieg von inflationsbereinigten 9,6 Prozent.
Das Marktforschungsinstitut Empirica aus Berlin weist darauf hin, dass Immobilien selbst in dünn besiedelten Regionen mittlerweile 20 Prozent über ihrem fairen Verkaufspreis gehandelt würden. In Wachstumsregionen wie Großstädten seien es sogar 50 Prozent, den Bundesdurchschnitt sehen die Analysten bei 40 Prozent.
Für Empirica-Geschäftsführer Reiner Braun ist das ein klarer Fall: „Wir haben eine Blase am deutschen Immobilienmarkt“, sagt er gegenüber der Welt. So einfach ist das aber nicht. Zu einer Blase gehört mehr, als das Preise über den fairen Marktwert eines Gutes steigen. Im Frühjahr untersuchte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), ob sich eine Blase am Häusermarkt bildet und kam zu einem negativen Ergebnis.
Drei Gründe gegen eine Immobilienblase
Die KfW machte drei Kriterien für eine Blase fest. Erstens müssten Investoren in großer Zahl Immobilien zu spekulativ überhöhten Preisen aufkaufen, zweitens müsste es Anzeichen für kommende Preiseinbrüche geben und drittens die Banken risikoreiche Kredite vergeben, die im Falle eines Blasenplatzers zu faulen Krediten und damit zu einem großen Problem werden.
All diese Kriterien sind laut KfW derzeit nicht erfüllt. Zwar steigen die Immobilienpreise seit Jahren deutlich stärker als die allgemeine Inflation und die Haushaltseinkommen. Dies wird jedoch durch die niedrigen Zinsen ausgeglichen, so dass der Hauserwerb am Ende nicht so viel mehr Geld kostet. Außerdem ist die Wohneigentumsquote, also die Quote derjenigen, die im eigenen Haus leben, von 41,6 Prozent im Jahr 2006 auf 46,5 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. Immer mehr Menschen wohnen also im Eigenheim, es sind nicht hauptsächlich Spekulanten, die die Preise treiben.
Anzeichen für rapide fallende Preise gibt es derzeit auch nicht. Zwar wird derzeit in Deutschland so viel neu gebaut wie noch nie und bis 2030 könnte die Gesamtbevölkerung sogar schrumpfen, aber das würde die Preise über einen Zeitraum von zehn Jahren stagnieren oder sinken lassen. Bedroht sind davon vor allem heute schon überteuerte Metropolen wie München, Berlin und Hamburg. Für einen plötzlichen Preiseinbruch sieht die KfW aber keine Anzeichen.
Auch der Punkt der Finanzierung spricht gegen eine Blase. Die Subprime-Krise in den USA löste auch deswegen eine Finanzkrise aus, weil dortige Banken sehr laxe Kreditbedingungen hatten und damit Darlehen an Menschen gaben, die sich die Häuser eigentlich gar nicht leisten konnten. In Deutschland gibt es dafür aktuell keine Anzeichen. Die meisten Kreditzinsen seien auf zehn Jahre oder mehr festgeschrieben. So lange sollten sich Deutsche also die Raten leisten können. Teurere Anschlussfinanzierungen danach könnten zu einem Problem werden, doch nur, wenn die EZB die Leitzinsen deutlich anheben würde – wozu die Notenbank bisher keinerlei Anstalten macht.
Was die Entwicklung für Hauskäufer bedeutet
Das bedeutet nicht, dass ein Hauskauf heute völlig risikolos ist. Wer sich eine Immobilie kaufen möchte, um selbst darin zu wohnen, der kann dies an jedem deutschen Ort problemlos machen. Beachten sollten Sie allerdings, dass die Preise in Großstädten und deren Umland mittlerweile deutlich überhöht sind. In Zukunft könnten sie auch auf dem Land stärker steigen als bisher, weil mehr Menschen ins Home-Office gehen und damit nicht mehr auf eine Wohnung in der Großstadt angewiesen sind.
Das ließe dann aber die Preise dort sinken. Ein Trend, den das Immobilienforschungsunternehmen F+B bereits jetzt bei den Mieten beobachtet. Diese seien in den 50 teuersten Städten von März 2020 bis März 2021 bei Neuvermietungen im Schnitt um 0,3 Prozent gesunken.
Hier liegt denn auch eine Gefahr für Immobilienkäufer. Wer sich jetzt ein Haus kauft, um es ins Zukunft mit Gewinn zu verkaufen, der könnte damit in den Top7-Städten München, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt auf die Nase fallen. Allerdings sind sich auch hier die Experten uneins. Das HWWI geht davon aus, dass die Immobilienpreise bundesweit bis 2030 um 0,24 Prozent pro Jahr sinken werden – mit Ausnahme der sieben Metropolen. Hier soll es weiterhin um 1,1 Prozent pro Jahr nach oben gehen.

27/08/2021

Die Preise für Bauland erreichen Rekordniveaus. Damit verteuern sie auch Häuser und Wohnungen. Der Trend läuft, schwächt sich in den Städten aber womöglich ab.
An Rekorde am Immobilienmarkt haben Beobachter sich gewöhnt. Kaufpreise und Mieten sind in den vergangenen Jahren gestiegen – und auch in der Coronapandemie setzt sich der Boom fort. Der Trend hat sich sogar noch verbreitert und das Umland der Städte erfasst.
Ein Preistreiber sind dabei die anziehenden Kosten von Bauland. Robert Feiger, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, sieht in ihnen sogar einen „der Hauptgründe, der das Bauen und Wohnen in Deutschland so teuer macht“.
Für Immobilieninteressenten sind die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes daher eine schlechte Nachricht: Nie zuvor war Bauland in Deutschland so teuer wie 2020. Baureifes Land kostete im Schnitt 199 Euro pro Quadratmeter, zehn Jahre zuvor waren es nur 130 Euro. Ein Anstieg um mehr als die Hälfte.
Corona zum Trotz sind in den 50 größten Städten Haus und Wohnung erneut teurer geworden.
Im Vergleich zu den Quadratmeterpreisen von Wohnungen und Häusern in Großstädten mögen die Werte vernachlässigbar erscheinen. Doch hinter dem bundesweiten Durchschnitt verbirgt sich, ähnlich wie bei den Immobilienpreisen auch, eine extreme Spreizung. Das zeigt sich schon bei den Werten der Bundesländer: Während Bauland in Bayern 349 Euro je Quadratmeter kostet, waren es in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nur 46 bis 63 Euro.

Ein echter Kostenfaktor ist Bauland vor allem in den Städten. In den 14 größten Städten mit wenigstens 500.000 Bewohnern müssen Kaufwillige durchschnittlich rund 1200 Euro einplanen, allein für jeden Quadratmeter an Bauland. In Gemeinden mit unter 2000 Einwohnern sind es hingegen nur gut 70 Euro, erneut auf den bundesweiten Durchschnitt bezogen.
Bauland ist gerade in Städten extrem knapp. So knapp, dass die Bundesregierung jüngst extra ein Baulandmobilisierungsgesetz verabschiedet hat, etwa um Baulücken und ungenutzte Grundstücke leichter erschließen zu können. Ein Ansatz, der die Knappheit aber keinesfalls schnell beenden wird.
Die Unterschiede bei den Baulandpreisen tragen zur Attraktivität von Gebieten im Umland der Städte oder sogar ihrem erweiterten Einzugsbereich bei - hier finden Interessenten eher noch bezahlbare Immobilienpreise. Die Baukosten selbst unterscheiden sich zwischen Stadt und Land natürlich deutlich weniger.
Der Trend ins Umland zeigt sich am Wohnimmobilienmarkt deutlich. So steigen die Eigenheim-Preise dort erheblich schneller als in den Städten, berichten die Marktforscher von Empirica mit Blick auf die Zahlen des zweiten Quartals. Womöglich bahnt sich in den Großstädten so ein Abflachen des Immobilienbooms an.

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