03/09/2026
Lars Klingbeil sagt, Deutschland müsse stärker werden.
Er spricht davon, dass man nicht einfach zusehen könne, wenn Gewerkschaften vor einem stehen und sagen: Bei uns werden Tausende Arbeitsplätze abgebaut.
Und während sich Politik, Gewerkschaften und Unternehmen zusammensetzen, um über die Zukunft des Industriestandorts Deutschland zu reden, kommt jetzt die nächste Hiobsbotschaft aus der Autoindustrie.
Volkswagen plant laut aktuellen Berichten einen massiven Umbau. Bis zu 50.000 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Mehrere deutsche Standorte stehen auf dem Prüfstand.
Darunter: Neckarsulm.
Ausgerechnet ein Standort, an dem Audi noch im Juli 2026 mehr als 15.000 Beschäftigte und die Produktion von A5, A6, A8 und e-tron GT ausgewiesen hat.
Und jetzt soll die Produktion dort nach aktuellen Berichten langfristig auslaufen.
Allein die Tatsache, dass über das Aus eines der wichtigsten Audi-Standorte Deutschlands diskutiert wird, zeigt doch, wie ernst die Lage inzwischen ist.
Seit Jahren hören wir:
Wir müssen Arbeitsplätze sichern.
Wir müssen Deutschland wettbewerbsfähig machen.
Wir müssen die Industrie stärken.
Aber während darüber gesprochen wird, verlieren wir offenbar genau diese industrielle Basis Stück für Stück.
Energiepreise.
Bürokratie.
Abgaben.
Steuern.
Regulierungen.
Und gleichzeitig eine Automobilindustrie, die im internationalen Wettbewerb immer stärker unter Druck gerät.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht mehr, ob wir uns noch einmal mit Gewerkschaften, Verbänden und Unternehmen zusammensetzen.
Die entscheidende Frage ist:
Wann fangen wir endlich an, die Bedingungen in Deutschland so zu verändern, dass Unternehmen ihre Arbeitsplätze hier überhaupt noch halten wollen?
Denn ein Arbeitsplatz ist nicht gerettet, weil ein Politiker sagt, dass er ihn retten möchte.
Er ist nur dann gerettet, wenn das Unternehmen in Deutschland noch wirtschaftlich produzieren kann.
Und wenn selbst Standorte wie Neckarsulm plötzlich keine sichere Zukunft mehr haben, dann sollten bei uns allen die Alarmglocken läuten.
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