21/08/2026
🏗️Mehr Baugenehmigungen - kommt jetzt die Erholung im Wohnungsbau?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 126.300 Wohnungen genehmigt - 15,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit verzeichnet der Wohnungsbau den stärksten Anstieg in einem ersten Halbjahr seit 2016. Allerdings erfolgte dieser Anstieg von einem sehr niedrigen Niveau.📈
Besonders deutlich fiel das Plus bei Mehrfamilienhäusern aus: Hier wurden rund 67.000 Neubauwohnungen genehmigt - ein Anstieg von 16,9%. Auch bei Einfamilienhäusern stiegen die Genehmigungen um 12,7%, bei Zweifamilienhäusern sogar um 27,3%.🏡
Für den Wohnungsmarkt ist das zunächst ein positives Signal. Mehr Baugenehmigungen können langfristig zu einem größeren Angebot an Neubauwohnungen führen und damit den angespannten Markt entlasten.
Doch eine Genehmigung bedeutet noch keine fertiggestellte Wohnung. Die Baubranche kämpft weiterhin mit hohen Baukosten, gestiegenen Zinsen und Projektstornierungen. Im Juli 2026 waren 13,1% der Unternehmen im Wohnungsbau von Stornierungen betroffen. Gleichzeitig werden laut ifo-Prognose in diesem Jahr voraussichtlich nur rund 185.000
Wohnungen fertiggestellt - so wenige wie seit 15 Jahren nicht mehr.⚠️
Was bedeutet das für Immobilieninteressierte?
• Der Neubau zeigt erste Erholungstendenzen.
• Das Angebot könnte sich langfristig wieder verbessern.
• Der Wohnungsmangel bleibt jedoch weiterhin bestehen.
• Kaufinteressenten sollten Projekte, Finanzierung und Bauqualität genau prüfen.
• Eine Baugenehmigung allein garantiert noch keine Fertigstellung.
Unser Fazit
Die steigenden Genehmigungszahlen machen Hoffnung, von einer nachhaltigen Trendwende kann derzeit jedoch noch nicht gesprochen werden. Für Kaufinteressenten bleibt es daher wichtig, Projekte und Bauträger sorgfältig zu vergleichen und die eigene Finanzierung realistisch zu planen.
Als Bauträger, Immobilienvermittler und Bauingenieur beobachten wir die Entwicklungen am Wohnungsmarkt genau und setzen auf nachhaltige, qualitativ hochwertige Immobilien mit langfristigem Wohn- und Nutzwert.🏡
Quellen: Tagesschau, Statistisches Bundesamt