22/09/2026
Heute hatte ich ein Telefonat mit dem Geschäftsführer einer Hausverwaltung.
Danach kam von ihm noch eine E-Mail, in der er sich mehr über meine Wortwahl aufgeregt hat, als über das, worum es eigentlich ging.
Ja, ich habe gesagt, dass seine Mitarbeiter Scheiße gebaut haben. (Nicht, dass sie es wären!)
Und wisst ihr was?
Dazu stehe ich.
Nicht weil ich morgens aufstehe und denke: „Wem kann ich heute vor den Karren fahren?“
Sondern weil Probleme selten dadurch verschwinden, dass man sie mit netteren Worten dekoriert.
Wenn etwas gründlich schiefläuft, dann muss man es auch benennen dürfen.
Nicht um jemanden bloßzustellen.
Sondern damit klar ist, wo der Fehler liegt und wie man ihn beheben kann.
Nach über 20 Jahren in der Immobilienbranche und 40+ Jahren Lebenserfahrung, überrascht mich immer wieder, wie oft Menschen mehr Energie in die Verpackung einer Botschaft stecken als in deren Inhalt.
Und bevor jetzt jemand fragt:
Nein, so rede ich natürlich nicht mit meinen Kunden.
Wer mit mir arbeitet, weiß, dass ich freundlich, loyal und lösungsorientiert bin.
Aber wenn vermeidbare Fehler meine Kunden Zeit, Geld oder Nerven kosten, dann werde ich deutlich.
Vielleicht nicht immer geschniegelt und gebügelt.
Aber dafür weiß jeder genau, woran er bei mir ist.
Klarheit ist nicht unhöflich. Manchmal ist sie einfach nur unbequem.