17/09/2026
Brauchen Auszubildende ein eigenes Wohnungswerk?
Heute wird im Schleswig-Holsteinischen Landtag über die Gründung eines Auszubildendenwerks beraten. Nach dem Vorbild des Studentenwerks soll eine neue öffentliche Struktur unter anderem bezahlbaren Wohnraum für Azubis schaffen.
Unser Geschäftsführer Sönke Bergemann sieht das kritisch: „Wir lösen den Wohnungsmangel nicht, indem wir einen weiteren Akteur schaffen, der mit öffentlichen Mitteln Wohnungen baut und verwaltet.“
Denn die Frage ist doch: Wie wollen junge Menschen wohnen?
Regelmäßig nicht in Wohnheimen unter sich, sondern in ganz normalen Wohnungen, in normalen Mehrfamilienhäusern und mitten im Quartier.
Gerade in Kiel brauchen wir deshalb vor allem mehr Wohnungen – nicht weitere Monokulturen für einzelne Gruppen.
Und was ist mit den Auszubildenden im ländlichen Raum? Dort gibt es ebenfalls viele Ausbildungsplätze. Ein Wohnheimkonzept in den Ballungszentren hilft ihnen wenig.
Aus Sicht von Haus & Grund Kiel sollte deshalb gelten: Wer sich eine Wohnung trotz Ausbildungsvergütung nicht leisten kann, sollte gezielt unterstützt werden. Die Hilfe sollte beim bedürftigen Auszubildenden ankommen – nicht zuerst in einer neuen staatlichen Struktur.
Ausbildung verdient Unterstützung. Aber daraus folgt nicht automatisch, dass der Staat auch Wohnungen bauen und verwalten muss.
Zur Pressemitteilung:
Haus & Grund Kiel: „Mehr Wohnraum entsteht nicht durch einen neuen staatlichen Akteur“