30/01/2026
"Zukunftsforum ländliche Entwicklung" – das waren zwei pralle Tage Input & Austausch in Berlin, die viele Beobachtungen aus unserer eigenen Projektpraxis bestätigt haben.
So viele Gespräche mit Kommunen, Verbänden & Fachakteuren - aber im Prinzip alle ähnlich:
Dorf- & Landleben ist komplett im Wandel; Landwirtschaft kein Teil mehr des dörflichen Alltags. Pflege, Betreuung & Begegnung entstehen nicht mehr informell - gleichzeitig wächst der Bedarf an generationen-gerechten Angeboten vor Ort.
Der Beitrag von unserer Geschäftsführerin Kerstin Rudat im Fachforum „Soziale Landwirtschaft & Dritte Orte“ mit Schwerpunkt "Projektentwicklung & Finanzierung" traf da genau den Nerv. Denn was wir aus unserer Arbeit immer wieder erleben, hat sich auch hier in Diskussionen bestätigt:
Nicht das Modell entscheidet über den Erfolg, sondern die Frage, wie Verantwortung, Risiko & Finanzierung verteilt werden.
Soziale Infrastruktur im ländlichen Raum funktioniert selten über ein einzelnes Instrument. Umbau, Konversion und neue Nutzungen brauchen:
- realistische Wirtschaftlichkeitsannahmen
- Fördermittel & kommunale Rückendeckung
- klare Rollen zwischen Investoren, Trägern & Ehrenamt
Für Kommunen wie für Investoren heißt das:
Projektentwicklung beginnt nicht beim Bau, sondern bei der Frage nach Trägerschaft & Finanzierung.
Denn letzlich gilt: je höher der soziale Mehrwert sein soll, desto schwieriger wird die Wirtschaftlichkeit.
Landwirtschaft kann dabei – richtig eingebunden – ein relevanter Baustein der sozialen Infrastruktur sein. Das Zukunftsforum war für mich eine super Gelegenheit, diese Zusammenhänge zu diskutieren & zu schärfen.
Die eigentliche Arbeit passiert jedoch vor Ort – in den Regionen und Kommunen.
Bleiben wir dran 😎
Danke an das Bundesministerium Landwirtschaft und Entwicklung für den fachlichen Rahmen & diese tolle Netzwerkveranstaltung!