28/05/2026
Wie sieht der Arbeitsalltag in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung aus? Das haben wir von Sarah Soballa erfahren: Sie ist Mieter*in bei uns, arbeitet in einer Caritas-Werkstatt in Lünen-Brambauer und hat uns ihre Geschichte für die „Mein Quartier“ erzählt.
Jetzt möchten wir die Story auch hier mit euch teilen (gekürzte Version). 👇
Es ist 7.15 Uhr in der Caritas-Werkstatt in Lünen-Brambauer. Sarah Soballa setzt wie jeden Morgen Wasser auf, kocht Tee und Kaffee für die Gruppe und öffnet ein Fenster, um frische Luft hereinzulassen. Wenig später kommen die ersten Beschäftigten. Gegen 7.40 Uhr beginnt der Tag. Sarah Soballa ist 40 Jahre alt und arbeitet hier als Gruppenleitung. Gemeinsam mit einer Kollegin begleitet sie neun Menschen mit Behinderung durch den Arbeitsalltag: Aufgaben erklären, unterstützen, strukturieren. Manchmal gehört auch Pflege dazu, etwa bei Toilettengängen oder beim Waschen.
Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind Orte, an denen Menschen arbeiten können, für die der erste Arbeitsmarkt oft zu große Hürden bereithält. Gleichzeitig geben sie Struktur: raus aus dem Wohnheim oder von zuhause, gemeinsam arbeiten, Geld verdienen, Kontakte knüpfen. Hier entstehen Freundschaften – manchmal auch Beziehungen.
Nach der Morgenrunde und dem gemeinsamen Frühstück wird gearbeitet. Die Aufgaben sind bewusst ruhig und organisiert: Knoten machen, Schleifen binden, Dinge nach Farben oder Größen sortieren. Nach dem Mittagessen folgt eine Pause. Wenn noch Kraft da ist, wird am Nachmittag weitergearbeitet.
Was Sarah Soballa an ihrer Arbeit besonders mag, ist die Wertschätzung, die sie zurückbekommt. „Ich werde hier gebraucht“, sagt sie. Die Hilfe werde dankbar angenommen, der Umgang miteinander sei herzlich – fast wie in einer Familie. Natürlich gibt es auch herausfordernde Momente. Die Pflege zum Beispiel. „Das ist nicht das Schönste an der Arbeit“, sagt sie offen. „Aber es gehört dazu.“ Wichtig sei vor allem, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.
Neugierig wie es weitergeht? Die ganze Geschichte gibt es auf unserer Website! Als Mieter*in bei uns kannst du Sarahs Geschichte übrigens auch direkt in der App lesen.