08/05/2017
Presse & News
Aufstellung des Bebauungsplans „Gleisle-Areal“
Für das seit 1994 brachliegende „Gleisle-Areal“ in der historischen Altstadt hat der Gemeinderat den Weg für eine Neubebauung freigemacht. Er beschloss bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen, den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans der Innenentwicklung in die Offenlage zu geben.
Der Plan sieht die Errichtung eines Gebäudes mit einem Sockelgeschoss für die Tiefgaragenzufahrt, zwei Vollgeschossen und zwei Dachgeschossen vor. Insgesamt sind elf Wohneinheiten vorgesehen.Mit dem Landesdenkmalamt hat eine enge Abstimmung stattgefunden. Die auf dem Grundstück befindliche denkmalgeschützte Stadtmauer bleibt bis auf geringfügige Eingriffe erhalten. In einem Teilbereich soll sie zudem möglichst mit Originalsteinen ergänzt und erhöht werden.
Bürgermeister Dieter Knittel lobte die gute Zusammenarbeit mit dem jetzigen Investor auch vor dem Hintergrund anderer Erfahrungen mit früheren Eigentümern des Geländes. Städtebau in einer historischen Altstadt bedeute stets, Kompromisse schließen zu müssen. Sylvia Felder (CDU) und Uwe Meyer (FBVG) zeigten sich zufrieden mit der jetzigen Planung, die einen städtebaulichen Missstand beseitige. Dr. Irene Schneid-Horn (SPD) äußerte Kritik insbesondere an der geplanten Höhe des Neubaus, der optisch drei Vollgeschosse habe, sowie an den über die Stadtmauer kragenden Balkonen. Auch Thomas Hentschel (Grüne) fand das Gebäude sehr wuchtig. Für den Bauträger sicherte Armin Bleicher zu, das Sockelgeschoss optisch noch stärker zu gliedern.
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