01/09/2026
Elf Bewohnerinnen. Mehr als 500 Bewerbungen für den letzten freien Stellplatz.
Robyn Edmiston Yerian lebte bereits in einem Tiny House in einer anderen Gemeinde in Texas, als ihr klar wurde, dass ihre Ersparnisse für den Ruhestand nicht ausreichen würden. Deshalb nahm sie 35.000 Dollar aus ihrer privaten Altersvorsorge und kaufte davon ein rund zwei Hektar großes Grundstück in Cumby, etwa eine Stunde nordöstlich von Dallas.
Weitere 100.000 Dollar investierte sie, um das Grundstück bewohnbar zu machen. Sie ließ eine Abwasseranlage, Wasser- und Stromanschlüsse sowie 14 Betonstellplätze mit Verankerungen gegen die starken Präriewinde errichten. Im Jahr 2022 zog sie mit ihrem eigenen Tiny House dorthin.
Die Bewohnerinnen bringen ihr eigenes Tiny House oder Wohnmobil mit und zahlen 450 Dollar Miete pro Monat für einen Stellplatz. Wasser und Müllentsorgung sind darin enthalten. Das entspricht ungefähr der Hälfte der durchschnittlichen Miete in Cumby.
Heute leben dort elf Frauen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren. Die meisten sind alleinstehend, geschieden oder verwitwet. Sie fahren sich gegenseitig zu Arztterminen, kümmern sich umeinander nach Operationen und kochen gemeinsam unter einem überdachten Gemeinschaftsbereich.
Yerian betont, dass sie Männer nie bewusst ausschließen wollte und unterstützende Männer ebenfalls willkommen seien. Es habe sich einfach so entwickelt, weil viele Menschen, die im Ruhestand mit einem festen Einkommen in Tiny Houses leben, Frauen seien.
Wer dort wohnen möchte, muss Yerian und die Bewohnerinnen persönlich kennenlernen. Einige Interessentinnen sind dafür sogar extra eingeflogen.
Für den letzten freien Stellplatz haben sich bereits mehr als 500 Menschen beworben.
Quellen: The Bird’s Nest, Realtor.com, CBS Texas