23/09/2026
"Es muss sich niemand Sorgen machen."
Das ist die Aussage, die mir das meiste Unbehagen macht.
Nicht weil sie falsch ist, sondern weil sie immer dann fällt, wenn die größte Angst berechtigt ist.
Die Kommentare unter dieser Rede zeigen das echte Problem.
Ein Pfleger schreibt: Mit 69 noch Patienten behandeln? Mit 70 Jahren?
Aber die Rentenreform sagt ihm: Keine Sorge.
Ein anderer: Als Mann in meinem Beruf erreiche ich das Renteneintrittsalter gar nicht erst. Die Lebenserwartung sinkt um 10 bis 15 Jahre. Und trotzdem soll ich in diese Kapitalrente einzahlen.
Das ist das echte Kleingedruckte.
Nicht die Rente bleibt sicher.
Sondern: Die Rente bleibt sicher für diejenigen, die bis 67 arbeiten können.
Für diejenigen, deren Körper das mitmacht.
Für diejenigen, die nicht auf körperlichen Verschleiß rechnen müssen.
Die junge Generation soll eine Kapitalrente finanzieren, weil die demografische Krise 50 Jahre lang ignoriert wurde.
Das ist ehrlich gesagt nicht fair.
Das ist nicht Solidarität, das ist Verschiebung.
Und nein, bevor die Frage kommt: Vermögenssteuer wird da nicht adressiert.
Das wäre ja die ehrliche Lösung gewesen.
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nahar