15/09/2026
Wie baut man einen Showroom für zwei Projekte, die es noch nicht gibt?
Das war die Frage, die mich beim Showroom für die Neue Schmiede und das Vertical Garden am Anfang am meisten beschäftigt hat.
Denn genau darin liegt die Herausforderung bei Projekten in der Entwicklung: Unternehmen sollen früh entscheiden, ob ein Standort zu ihnen passt, Flächen bewerten und ein Gefühl dafür bekommen, wie ihr Alltag dort einmal aussehen könnte.
Aber das Gebäude steht noch nicht.
Renderings können einen ersten Eindruck, eine Stimmung und eine Idee vermitteln. In echten Vermietungsgesprächen entstehen aber schnell ganz andere Fragen: Wie fühlt sich der Standort an? Welche Materialien prägen das Projekt? Wie greifen Nutzung, Wege und Umfeld ineinander?
Deshalb war uns wichtig, keinen Showroom zu schaffen, der nur gut aussieht. Gemeinsam mit team m&m, die den Showroom konzipiert und umgesetzt haben, ist in der alten Villa ein Ort entstanden, der beide Projekte greifbarer macht und Gespräche konkreter werden lässt.
Besonders spannend finde ich dabei den Kontrast: Die Villa selbst hat Geschichte und in ihr zeigen wir heute zwei Projekte, die für neue Nutzungen und Arbeitswelten am Frankfurter Ring stehen.
Vom ersten Konzept bis zum fertigen Raum wurden Materialien ausgewählt, Modelle platziert und viele Details immer wieder hinterfragt. Am Ende ging es um eine Frage: Hilft das wirklich dabei, die Projekte besser zu verstehen?
Für mich ist genau das der Maßstab für einen guten Showroom. Er muss nicht nur Eindruck hinterlassen. Er muss Entscheidungen klarer machen.
Welche Information fehlt Ihnen bei Projektunterlagen am häufigsten, um eine Fläche wirklich beurteilen zu können?
Janine Deboy | Projektentwicklung Vertical Garden