Biolehmhaus GmbH

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Biolehmhaus GmbH Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Biolehmhaus GmbH, FranklinStr. 66, Pforzheim.

Lehmmassivhausbau im Schnellbausystem
Baubiologisches, ganzheitliches und konsequent
natürliches Bauen
Analyse, Konzeption, Planung, Ausführung - Ausbauhaus oder Schlüsselfertig

𝗟𝗶𝘃𝗶𝗻𝗴𝗰𝗹𝗮𝘆𝗵𝗼𝘂𝘀𝗲 – 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗵𝗮𝗹𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺 𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗲𝗹𝗻𝗟𝗲𝗵𝗺, 𝗛𝗮𝗻𝗳 𝘂𝗻𝗱 𝗛𝗼𝗹𝘇 – 𝗴𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗲 𝗚𝗲𝗯ä𝘂𝗱𝗲, 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗳ä𝗹𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻...
22/10/2026

𝗟𝗶𝘃𝗶𝗻𝗴𝗰𝗹𝗮𝘆𝗵𝗼𝘂𝘀𝗲 – 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗵𝗮𝗹𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺 𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗲𝗹𝗻
𝗟𝗲𝗵𝗺, 𝗛𝗮𝗻𝗳 𝘂𝗻𝗱 𝗛𝗼𝗹𝘇 – 𝗴𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗲 𝗚𝗲𝗯ä𝘂𝗱𝗲, 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗳ä𝗹𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗿ä𝘂𝗺𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲 𝗦𝗶𝗲𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴𝘀𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗹𝘂𝗻𝗴.
Die Biolehmhaus GmbH ist seit 25 Jahren im baubiologischen Lehmhausbau tätig. Durch Planungen und Lieferungen in europäische Nachbarländer wie die Schweiz, Italien, Frankreich und Norwegen verfügen wir über umfassende Erfahrungen in der Planung, Logistik und Abwicklung anspruchsvoller Bauvorhaben. Unsere Referenzen umfassen Minihäuser, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten.
Seit 2019 beschäftigen wir uns intensiv mit ganzheitlichen Konzepten für nachhaltige und biodiversitätsfördernde Wohnanlagen. Mit Unterstützung staatlicher Innovations- und Forschungsförderung konnten wir unsere Ansätze weiterentwickeln und teilweise bereits umsetzen.
Aus dieser Arbeit ist die Idee entstanden, mit 𝗟𝗶𝘃𝗶𝗻𝗴𝗰𝗹𝗮𝘆𝗵𝗼𝘂𝘀𝗲 eine eigenständige, international ausgerichtete Gesellschaft aufzubauen. Sie soll Wohnungsbaugesellschaften, Wohnbaugenossenschaften, Kommunen, Grundstückseigentümern und Investoren bei der Entwicklung, Planung, Projektbegleitung und Umsetzung naturnaher und nachhaltiger Wohnquartiere unterstützen.
𝗘𝗶𝗻 𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗲𝘁𝗲𝘀 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗮𝗻𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻𝗽𝗿𝗼𝗷𝗲𝗸𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗔𝘂𝘀𝗴𝗮𝗻𝗴𝘀𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁
Für Livingclayhouse steht bereits ein konkretes Wohnanlagenprojekt an, für das sowohl das Grundstück als auch die Planungsunterlagen vorhanden sind. Die Bauvoranfrage wurde vom Gemeinderat positiv beschieden und das Vorhaben bereits mit dem zuständigen Landratsamt abgestimmt.
Anhand der vorliegenden Pläne konnten wir zudem schon ohne aktives Marketing erste Bauinteressenten mit Reservierungsabsichten gewinnen. Der Projektstart ist für Dezember vorgesehen. Das Vorhaben soll als 𝗟𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝘁𝘂𝗿𝗺𝗽𝗿𝗼𝗷𝗲𝗸𝘁 den Start und die weitere Entwicklung von Livingclayhouse unterstützen.
Die Biolehmhaus GmbH beabsichtigt, das konkrete Projekt auf Livingclayhouse zu übertragen und die neue Gesellschaft beim Aufbau zu unterstützen. Dazu gehören vorgesehene Nutzungsrechte an Planungen und Konzepten sowie die Möglichkeit, vorhandene betriebliche Strukturen, Erfahrungen in der Projektabwicklung und Logistik und geeignete Softwarelösungen im vereinbarten Umfang zu nutzen.
Damit kann Livingclayhouse auf vorhandenem Know-how und praktischen Erfahrungen aufbauen, anstatt alle Strukturen neu entwickeln zu müssen.
𝗔𝗻𝘀𝗽𝗿𝘂𝗰𝗵𝘀𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲 𝗚𝗿𝘂𝗻𝗱𝘀𝘁ü𝗰𝗸𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗖𝗵𝗮𝗻𝗰𝗲 𝗳ü𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵 𝘂𝗻𝗱 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿
Eine besondere Kompetenz der Biolehmhaus GmbH liegt in der Entwicklung von Lösungen für anspruchsvolle Bauflächen. Dazu zählen beispielsweise Hanglagen, Standorte mit besonderen geologischen Bedingungen und Flächen in landschaftlich sensiblen Gebieten. Auch Anforderungen im Zusammenhang mit Erdbebeneinwirkungen und Radon müssen standortbezogen berücksichtigt werden.
Wir betrachten Gebäude, Gelände, Wasserhaushalt, Vegetation, Erschließung und Freiräume als zusammenhängendes System. Unser Ziel ist es, Grundstücke möglichst intelligent zu nutzen, unnötige Versiegelung und umfangreiche Eingriffe in das Gelände zu vermeiden und die natürlichen Bedingungen frühzeitig in die Planung einzubeziehen.
Dabei geht es uns nicht allein darum, Wohnraum für Menschen zu schaffen. Wir möchten Siedlungsräume so entwickeln, dass zugleich Lebensräume für Pflanzen und Tiere erhalten, verbessert oder neu geschaffen werden können.
𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝗙𝗹ä𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗿ä𝘂𝗺𝗲 𝗲𝗿𝗺ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻
Durch die Verbindung von Wohnungsbau, standortgerechter Landschaftsplanung und gezielter Biodiversitätsförderung wollen wir zeigen, wie Siedlungsentwicklung und Natur miteinander vereinbart werden können. Wo immer die örtlichen und rechtlichen Voraussetzungen es zulassen, sollen vielfältige Freiräume, heimische Pflanzen, geeignete Rückzugsbereiche für Tiere und ökologisch vernetzte Flächen Teil der Planung sein.
𝗡𝗮𝘁ü𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝗮𝗻𝘇𝗵𝗲𝗶𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗕𝗮𝘂𝗸𝗼𝗻𝘇𝗲𝗽𝘁𝗲
Mit unserer neu entwickelten 𝗕𝗶𝗼𝘃𝗼𝗹𝗸𝘀𝗵𝗮𝘂𝘀-𝗦𝗲𝗿𝗶𝗲 verfolgen wir diesen Ansatz vom Minihaus über Familien- und Gemeinschaftshäuser bis hin zu Wohnanlagen.
Weitere Bausteine sind: • Natürliche und möglichst regionale Baustoffe • Betonfreie Gründungslösungen • Oberirdische Erschließungssysteme für die Nahwärmeversorgung • Die Verbindung von Gebäuden mit biodiversitätsfördernden Freiräumen
Unser Ziel ist es, ökologische, soziale, technische und wirtschaftliche Anforderungen gemeinsam zu betrachten und Lösungen zu entwickeln, die sich in der Praxis umsetzen lassen.
𝗪𝗶𝗿 𝘀𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗣𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗻ä𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲 𝗘𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗹𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗵𝗮𝘀𝗲
Für den Aufbau und die internationale Entwicklung von Livingclayhouse möchten wir drei Gruppen ansprechen:
• 𝗜𝗻𝘃𝗲𝘀𝘁𝗼𝗿𝗲𝗻, 𝗕𝗲𝘁𝗲𝗶𝗹𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝘀𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁ü𝘁𝘇𝗲𝗿, die den Unternehmensaufbau und die Weiterentwicklung nachhaltiger Wohnkonzepte finanziell oder unternehmerisch begleiten möchten.
• 𝗔𝘂𝗳𝘁𝗿𝗮𝗴𝗴𝗲𝗯𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗣𝗿𝗼𝗷𝗲𝗸𝘁𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗹𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿 wie Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Wohnbaugenossenschaften, Grundstückseigentümer und weitere öffentliche oder private Projektträger, die nachhaltige Wohnquartiere entwickeln möchten.
• 𝗙𝗮𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗞𝗼𝗼𝗽𝗲𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀- 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗺𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗮𝗿𝘁𝗻𝗲𝗿 wie Architekten, Bauingenieure, Fachplaner, Biologen, Biodiversitätsexperten und Bauunternehmen, die ihre Erfahrung in gemeinsame Projekte einbringen möchten.
Unser derzeitiges Team verfügt bereits über Kompetenzen in Architektur, Betriebswirtschaft und Bauingenieurwesen. Darauf möchten wir aufbauen und ein interdisziplinäres Netzwerk entwickeln, das ökologische, planerische, technische und wirtschaftliche Perspektiven zusammenführt.
𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺𝗲 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲
Wir verstehen Livingclayhouse als ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen mit einer klaren ökologischen und gesellschaftlichen Ausrichtung. Nicht die Gewinnmaximierung um jeden Preis steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie gesundes Wohnen, verantwortungsvolle Flächennutzung, natürliche Baustoffe und der Schutz der Biodiversität gemeinsam verwirklicht werden können.
Wir möchten Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die über das einzelne Gebäude hinausgehen.
Wenn Sie als Investor, Kommune, Wohnungsbaugesellschaft, Planer, Biologe, Bauunternehmen oder engagierter Projektpartner an dieser Entwicklung mitwirken möchten, freuen wir uns auf den Austausch!

𝗟𝗲𝗵𝗺𝗽𝘂𝘁𝘇 𝘀𝗰𝗵ü𝘁𝘇𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘃𝗲𝗿𝗲𝗱𝗲𝗹𝗻 – 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗮𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀 Lehm, Hanf und Holz – natürliche Baustoffe, gesunde W...
18/10/2026

𝗟𝗲𝗵𝗺𝗽𝘂𝘁𝘇 𝘀𝗰𝗵ü𝘁𝘇𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘃𝗲𝗿𝗲𝗱𝗲𝗹𝗻 – 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗮𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀
Lehm, Hanf und Holz – natürliche Baustoffe, gesunde Wohnräume und durchdachte Lösungen aus unserer praktischen Erfahrung.
Bei Biolehmhaus beschäftigen wir uns schon lange mit der Frage, wie wir die natürlichen Eigenschaften unseres wichtigsten Baustoffs Lehm erhalten und gleichzeitig Lösungen schaffen können, die sich im Alltag bewähren.
𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱𝗮𝗿𝗱𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗳ü𝗿 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗽𝘂𝘁𝘇
Für die Beschichtung unserer Lehmputzoberflächen verwenden wir standardmäßig die Lehmfarbe von Kreidezeit. Ihre Zusammensetzung umfasst weißen Ton, Marmormehl, Kreide, Cellulosefasern, Pflanzenkasein, Soda und Methylcellulose. Die Rezeptur ist vegan. Kreidezeit gibt für die Farbe einen Sd-Wert von unter 0,02 m an und bezeichnet sie als hoch diffusionsfähig. Alternativ verwenden wir Lehmfarbe der Firma Rysse.
Lehmputz ist für uns weit mehr als eine schöne Wandoberfläche. Er kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben und damit zur natürlichen Regulierung des Raumklimas beitragen.
Trotzdem gibt es Bereiche in einem Haus, in denen Lehmoberflächen stärker beansprucht werden und zusätzlichen Schutz benötigen. Das betrifft zum Beispiel die Bereiche rund um Lichtschalter, Treppenhäuser, Wandflächen an Waschtischen und Spiegelablagen oder Stellen, an denen man im täglichen Gebrauch häufig mit den Händen an die Wand kommt. Auch modellierte Leuchten und Nischen in der Lehmwand verfestigen wir.
Wir versuchen deshalb nicht, jede Wand gleich zu behandeln. Vielmehr überlegen wir, welche Lösung für den jeweiligen Bereich sinnvoll ist – technisch, gestalterisch und natürlich auch im Hinblick auf Kosten und Arbeitsaufwand.
𝗠𝗶𝗻𝗲𝗿𝗮𝗹𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗳𝗹ä𝗰𝗵𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝗳𝗲𝘀𝘁𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝗴𝗹𝗮𝘀
Eine Möglichkeit ist die gezielte Verfestigung geeigneter Oberflächen mit Wasserglas. Wir setzen dabei unter anderem das Lithiumwasserglas der Firma Kreidezeit ein und haben auch mit Kaliwasserglas sehr gute praktische Erfahrungen gemacht.
Wasserglas kann bei geeigneten Untergründen dazu beitragen, sandende oder kreidende Oberflächen zu festigen und ihre mechanische Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Gerade in stärker beanspruchten Bereichen kann das eine sinnvolle Lösung sein.
Die verschiedenen Wasserglas-Arten sind allerdings nicht gleichzusetzen: ▪️ Lithiumwasserglas wird von Kreidezeit ausdrücklich zur transparenten Festigung geeigneter Lehmputzoberflächen im Innenbereich empfohlen. ▪️ Kaliwasserglas wird unter anderem als Bindemittel für Silikatfarben und für geeignete mineralische Untergründe verwendet. Bei der transparenten Anwendung auf Lehmputz ist Vorsicht geboten, da weißliche, wolkige Kristallablagerungen entstehen können. ▪️ Natronwasserglas ist eine weitere Variante, deren Eignung für den jeweiligen Anwendungsfall ebenfalls geprüft werden muss.
Entscheidend sind immer der vorhandene Lehmputz, seine Saugfähigkeit, die Verarbeitung und die Auftragsmenge. Auch eine Oberflächenverfestigung kann die Feuchtesorption beeinflussen. Deshalb empfehlen wir, die jeweilige Behandlung zunächst an einer Probefläche zu testen. Unsere Erfahrungen basieren ausschließlich auf unserem eigens entwickelten Universal-Lehmputz der Biolehmhaus GmbH.
𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗺𝘂𝘀𝘀 𝗲𝘀 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗕𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘀𝗲𝗶𝗻
Gerade in Treppenhäusern haben wir verschiedene Lösungen umgesetzt. Bei lehmverputzten Wänden kann beispielsweise eine etwa 1,50 m hohe Holzvertäfelung den unteren Wandbereich vor Stößen und Abrieb schützen. Der obere Teil der Wand bleibt als Lehmoberfläche sichtbar. Die Holzvertäfelung kann dabei teilweise offen gestaltet werden.
Eine weitere Möglichkeit sind Gipsfaserplatten, beispielsweise von Fermacell, die anschließend mit Lehmstreichputz gestaltet werden. Damit lässt sich eine robustere Plattenoberfläche mit der typischen Optik des Lehmbaus verbinden, sofern der gesamte Aufbau aufeinander abgestimmt ist.
In stärker frequentierten öffentlichen Bereichen haben wir auch schon Glasflächen als zusätzlichen mechanischen Schutz vorgesehen. So bleiben die dahinterliegenden Wandoberflächen sichtbar, werden aber vor direkter Beanspruchung geschützt.
Auch bei Treppenaugen setzen wir gerne auf Holz. CLT-Holztafeln können mit geeigneten Lasuren, Ölen oder farbigen Wachslösungen der Firma BIOFA behandelt werden. Damit entstehen individuelle Oberflächen, die zum Charakter des Hauses passen und zugleich als sichtbare Gestaltungselemente dienen.
𝗟𝗮𝘃𝗮𝘀𝘁𝘆𝗹𝗲 – 𝗳ü𝗿 𝘂𝗻𝘀 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗯𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗮𝗻𝘁𝗲 𝗟ö𝘀𝘂𝗻𝗴
Bei mineralischen Beschichtungen ist Lavastyle für uns besonders interessant. Ausschlaggebend sind unsere eigenen Erfahrungen mit den Kosten pro Quadratmeter, dem Arbeitsaufwand und der vergleichsweisen einfachen Verarbeitung.
𝗟𝗮𝘃𝗮𝘀𝘁𝘆𝗹𝗲 – 𝗭𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗵𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗪𝘂𝗿𝘇𝗲𝗹𝗻 Lavastyle ist eine mineralische Wand- und Bodenbeschichtung auf Basis von Lavagestein beziehungsweise natürlichem vulkanischem Gestein. Laut Hersteller enthält sie außerdem Zement, Quarzsand, Kalk, Ziegelmehl, Kalkstein und etwa 3–5 % Bindemittel. Die Rezeptur orientiert sich am römischen Mörtel, der bereits vor über 2.000 Jahren verwendet wurde. Die Römer kombinierten vulkanische Puzzolane mit Kalk, um widerstandsfähige, hydraulisch erhärtende Mörtel herzustellen. Berühmte Bauwerke wie das Pantheon zeugen bis heute von dieser antiken Bautechnik.
Wir haben bereits mehrere Nasszellen mit Lavastyle anstelle klassischer Fliesen ausgeführt. Uns gefällt dabei besonders die durchgängige, fugenlose Gestaltung, die eine ruhige und hochwertige Oberfläche ermöglicht.
Für den Einsatz in Nassbereichen haben wir die Oberfläche zusätzlich mit einer öl- beziehungsweise wachsbasierten Versiegelung wasserabweisend behandelt.
Wichtig ist uns dabei folgender Hinweis: Im Nassbereich setzen wir ausschließlich die feuchtebeständige Fermacell® Powerpanel H₂O ein. In früheren Anwendungen haben wir auch Standard-Fermacell-Platten verwendet, auf die wir zuvor eine entsprechende Versiegelung aufgebracht hatten.
Dabei möchten wir auch die Grenzen nicht verschweigen: Diese zusätzliche Schutzschicht kann je nach Beanspruchung nachgearbeitet werden müssen. Seifen, Reinigungsmittel und bestimmte Inhaltsstoffe von Duschprodukten können ihre Schutzwirkung abhängig von der jeweiligen Zusammensetzung beeinträchtigen. Wie häufig eine Auffrischung erforderlich ist, hängt von der Nutzung, der Pflege und dem verwendeten Versiegelungssystem ab.
Lavastyle haben wir außerdem im Bodenbereich als fugenlose Alternative zu Fliesen verarbeitet. Ein Vorteil liegt darin, dass die üblichen Fliesenfugen entfallen. Zementäre Fugenmörtel sind in der Regel nicht wasserdicht und können bei entsprechender Belastung empfindliche Bereiche darstellen. Hier verwenden wir einen Fußbodenaufbau mit Kreuzlattung und Fermacell-Platten.
Wichtig ist uns deshalb die Unterscheidung: Eine fugenlose Beschichtung ist nicht allein dadurch wasserdicht, dass sie keine Fugen hat. Der gesamte Aufbau einschließlich Bauteilanschlüssen, Durchdringungen und Abdichtung muss für den jeweiligen Einsatzbereich geeignet sein.
Für uns ist Lavastyle eine interessante Lösung, wenn eine mineralische Gestaltung, ein überschaubarer Arbeitsaufwand und wirtschaftliche Vorteile zusammenkommen.
𝗪𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗠ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻: 𝗦𝘁𝗼𝗻𝗲𝗯𝗹𝗶𝘀𝘀, 𝗽𝘂𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗪𝗮𝗰𝗵𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗧𝗮𝗱𝗲𝗹𝗮𝗸𝘁
Wir verwenden auch den Steinfestiger Stonebliss von MASID. Bei solchen Produkten kommt es darauf an, dass sie zum Untergrund passen und die gewünschte Verfestigung tatsächlich erreichen.
Zu den von uns angegebenen Inhaltsstoffen von Stonebliss gehören: ▪️ Kaliumbikarbonat ▪️ Kieselsäure beziehungsweise Silikatbestandteile ▪️ Cellulose ▪️ Wasser und weitere Naturstoffe
Das Produkt ist laut Hersteller lösungsmittel-, chlor- und boratfrei.
𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴: Stonebliss von MASID ist kein gewöhnlicher transparenter Lack und keine klassische Wachsversiegelung, sondern ein Sanierungs- und Verfestigungsmittel. Die Angaben zur Wirkung stammen vom Hersteller und sollten für den konkreten Lehmputz durch eine Probefläche überprüft werden. Das Produkt wird vor allem zur Behandlung von Schimmel- und Hausschwammproblemen, zur Reduzierung des Wassereindringens sowie bei Salzausblühungen eingesetzt.
Punisches Wachs ist eine weitere Möglichkeit, geeignete Oberflächen zu veredeln. Es kann beispielsweise auf dafür vorgesehenen Glanzputzen und Kalkoberflächen eine seidige bis glänzende, schmutzabweisende Oberfläche erzeugen. Für unbehandelten Lehmputz ist es allerdings nicht pauschal geeignet. Hier müssen Putzsystem und Wachsbehandlung aufeinander abgestimmt werden.
Auch Marseiller Seife kann bei geeigneten Oberflächen eine Rolle spielen. Ihre Wirkung hängt von der Rezeptur, der Verarbeitung und dem jeweiligen Untergrund ab.
Tadelakt ist wiederum eine ganz eigene Technik. Die polierte Kalkoberfläche besitzt eine besondere Haptik und Optik und kann durch eine fachgerechte Seifenbehandlung wasserabweisender werden. Die Verarbeitung ist allerdings anspruchsvoll und arbeitsintensiver. Für ausgewählte Nassbereiche ist Tadelakt eine interessante Alternative, wenn Gestaltung und handwerklicher Aufwand dazu passen.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘄𝗶𝗿 𝘂𝗻𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗮𝗹𝗹 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗠ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵ä𝗳𝘁𝗶𝗴𝗲𝗻
Wir wollen nicht einfach möglichst viele Produkte auf eine Wand aufbringen. Uns geht es darum, die Eigenschaften der Baustoffe zu verstehen und für die jeweilige Situation die passende Lösung zu finden.
Manchmal genügt eine gezielte Verfestigung. In anderen Bereichen ist eine Holzvertäfelung sinnvoller. Für eine stärker beanspruchte Fläche kann eine mineralische Beschichtung die richtige Wahl sein. Und manchmal ist es am besten, eine Lehmoberfläche ganz bewusst unbehandelt zu lassen.
Für uns gehört genau das zu einem durchdachten, nachhaltigen Hausbau: natürliche Materialien sinnvoll einzusetzen, ihre Grenzen zu kennen und auch die spätere Nutzung, Pflege und Wirtschaftlichkeit mitzudenken.
Denn ein gesundes Haus soll nicht nur bei der Fertigstellung gut aussehen. Es soll sich auch im täglichen Leben bewähren – für die Menschen, die darin wohnen, und für eine Bauweise, die natürliche Materialien ernst nimmt.

Zwänge, Richtlinien und die Realität im LehmmassivbauVor rund eineinhalb Jahren haben wir an dieser Stelle bereits über ...
10/10/2026

Zwänge, Richtlinien und die Realität im Lehmmassivbau

Vor rund eineinhalb Jahren haben wir an dieser Stelle bereits über die rechtlichen Rahmenbedingungen und technischen Vorschriften beim Hausbau informiert. Da die Thematik nach wie vor hochaktuell ist, greifen wir sie heute erneut auf – mit einem besonderen Fokus auf den Bau von Lehmmassivhäusern.
Seit über 25 Jahren bauen wir diese Systeme und verfügen in der Praxis über eine entsprechend tiefgehende Erfahrung. Im Rahmen unserer wissenschaftlichen Begleitung und Validierung werden wir diese fundierten Erkenntnisse künftig auch schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Beim Hausbau in Deutschland und der EU existieren zahlreiche Normen, Richtlinien und Vorgaben, die den Bauprozess maßgeblich beeinflussen. Viele dieser technischen Regelwerke – wie die vom Deutschen Institut für Normung herausgegebenen DIN-Normen oder verschiedene EU-Richtlinien – stellen jedoch keine Gesetze im juristischen Sinne dar. Sie besitzen rechtlich keine direkte Bindungswirkung, solange sie nicht explizit vertraglich zwischen Bauherrn und Ausführenden vereinbart oder durch staatliche Verordnungen und Gesetze in Kraft gesetzt werden.
DIN-Normen gelten in der Praxis zwar als anerkannte Regeln der Technik, der Herausgeber selbst übernimmt jedoch keine Haftung für deren Inhalte. Ein Großteil dieser Normen entsteht in Fachausschüssen, in denen Vertreter der konventionellen Baustoffindustrie mitwirken. Dies führt mitunter zu einer starken Einflussnahme durch wirtschaftliche Interessen. Zudem unterliegen technische Regelwerke einer periodischen Überprüfung – spätestens alle fünf Jahre –, bei der sie an den aktuellen Stand der Technik angepasst, grundlegend überarbeitet oder auch zurückgezogen werden.
Aufgrund dieser starren Haltung und der ausschließlichen Heranziehung von DIN-Normen als Bewertungsgrundlage wurden wir in der Vergangenheit wiederholt von öffentlichen Sachverständigen verunglimpft. Sämtliche Vorwürfe und Fehlinterpretationen konnten von uns jedoch lückenlos widerlegt oder neutralisiert werden.
Ein zentrales Beispiel für diese Fehlannahmen ist die DIN 4108-3 zum Feuchteschutz: Das darin verankerte Standard-Berechnungsverfahren (das sogenannte Glaser-Verfahren) geht vereinfacht davon aus, dass im Innenraum Dampfsperren oder Dampfbremsen erforderlich sind, um das Einwandern von Feuchtigkeit in die Bauteile und daraus resultierende Bauschäden zu verhindern. Das Modell unterstellt, dass Bauteile keine nennenswerte Sorptionsfähigkeit oder kapillare Rückleitung besitzen. Bei Lehmmassivwänden ist diese Annahme wissenschaftlich widerlegt. Aufgrund des außerordentlichen Feuchtespeicher- und Regulierungsvermögens von Lehm ist die vereinfachte Anwendung dieser DIN-Vorgabe auf unsere Bauweise fachlich fehlerhaft und nicht übertragbar.
Gerade bei Bauweisen wie dem Lehmmassivbau stoßen gängige Standardnormen an ihre Grenzen. Der Massivbau mit Lehm basiert auf physikalischen Eigenschaften und Bauprinzipien, die sich von konventionellen Baustoffen grundlegend unterscheiden. Klassische Berechnungsverfahren – beispielsweise für die Feststellung von Wärmedämmung oder Statik – lassen sich nicht ohne Weiteres anwenden, wodurch die spezifischen bauphysikalischen Qualitäten und ökologischen Vorteile dieses Naturbaustoffs in bestehenden Normenstrukturen bisher unzureichend abgebildet werden.
Unsere Biolehmhäuser werden auf der Grundlage von überliefertem Handwerkswissen in Kombination mit moderner Ingenieurkunst errichtet. Diese Lehmmassivbauweise ist ressourcenschonend, vollständig kreislauffähig und wirkt sich positiv auf das Raumklima sowie die CO₂-Bilanz aus.
Um die Lücke zwischen traditioneller Bauweise und formaler Anerkennung weiter zu schließen, statten wir unsere Biolehmhäuser im Rahmen eines Forschungsprojektes mit moderner Sensorik aus. Dies wird durch einen Forschungszuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht. Die Sensoren erfassen kontinuierlich und in Echtzeit Daten zu Energieverbrauch, Raumklima und CO₂-Reduktion im laufenden Betrieb.
Die wissenschaftliche Auswertung dieser Messdaten dient dem Zweck, belastbare Nachweise über die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Lehmmassivhäusern zu erbringen. Ziel ist es, eine rechtliche Anerkennung und Verbindlichkeit für die besonderen Eigenschaften dieser nachhaltigen Bauweise zu erreichen und somit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit alternativer Baukonzepte abseits starrer Standardnormen zu leisten.

𝗟𝗘𝗛𝗠𝗛𝗔𝗨𝗦𝗕𝗔𝗨 𝗨𝗡𝗗 𝗚𝗘𝗦𝗨𝗡𝗗𝗛𝗘𝗜𝗧𝗦𝗙Ö𝗥𝗗𝗘𝗥𝗨𝗡𝗚Grundsätzlich basieren unsere Erfahrungen aus über 𝟮𝟱 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂 nicht nur a...
05/10/2026

𝗟𝗘𝗛𝗠𝗛𝗔𝗨𝗦𝗕𝗔𝗨 𝗨𝗡𝗗 𝗚𝗘𝗦𝗨𝗡𝗗𝗛𝗘𝗜𝗧𝗦𝗙Ö𝗥𝗗𝗘𝗥𝗨𝗡𝗚

Grundsätzlich basieren unsere Erfahrungen aus über 𝟮𝟱 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂 nicht nur auf den Erfahrungen unserer Baufamilien, sondern natürlich auch auf den bekannten Eigenschaften und Wirkungen von Lehm.

Nach wie vor ist es aus unserer Sicht förderlich, 𝗟𝗲𝗵𝗺 𝗮𝗹𝘀 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗳𝗹ä𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗻 𝗜𝗻𝗻𝗲𝗻𝗿ä𝘂𝗺𝗲𝗻 einzusetzen. Lehm kann jedoch nicht als eine Art Universal-Lösung betrachtet werden. Seine gesundheitsfördernden Eigenschaften entstehen vielmehr im 𝗭𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝘀𝗽𝗶𝗲𝗹 𝗺𝗶𝘁 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗙𝗮𝗸𝘁𝗼𝗿𝗲𝗻.

Auch Lehm selbst kann durch Kontaminationen belastet sein – beispielsweise durch Schadstoffe aus der industriellen Landwirtschaft, Luftschadstoffe, die über Niederschläge eingetragen werden, oder durch erhöhte natürliche Radioaktivität. Deshalb ist nicht allein die Bezeichnung „𝗟𝗲𝗵𝗺“ entscheidend, sondern ebenso seine 𝗛𝗲𝗿𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁, 𝗤𝘂𝗮𝗹𝗶𝘁ä𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗴𝗲𝘀𝗮𝗺𝘁𝗲 𝗕𝗮𝘂𝘄𝗲𝗶𝘀𝗲.

Wir von der 𝗕𝗶𝗼𝗹𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀 𝗚𝗺𝗯𝗛 sehen Lehm als einen wichtigen Indikator für einen natürlichen und gesunden Hausbau. Gleichzeitig verbinden wir damit viele weitere Aspekte:

• 𝗔𝘂𝘀𝘄𝗮𝗵𝗹 𝗻𝗮𝘁ü𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲
• 𝗩𝗲𝗿𝗺𝗲𝗶𝗱𝘂𝗻𝗴 𝗯𝘇𝘄. 𝗠𝗶𝗻𝗶𝗺𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗳𝗹ü𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗼𝗿𝗴𝗮𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗩𝗲𝗿𝗯𝗶𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 (𝗩𝗢𝗖)
• 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇 𝗴𝗲𝗲𝗶𝗴𝗻𝗲𝘁𝗲𝗿 𝗞𝗹𝗲𝗯𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲
• 𝗛𝗮𝗹𝗼𝗴𝗲𝗻𝗳𝗿𝗲𝗶𝗲 𝗯𝘇𝘄. 𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗿𝗺𝘁𝗲 𝗞𝗮𝗯𝗲𝗹𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗲
• 𝗦𝗰𝗵𝗮𝗱𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗮𝗿𝗺𝗲 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗳𝗹ä𝗰𝗵𝗲𝗻
• 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇 𝘃𝗼𝗻 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝗹𝗶𝗰𝗵𝘁𝗴𝗹𝗮𝘀

Unser Anspruch geht dabei über das reine Wohnraumklima hinaus. 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀 𝗕𝗮𝘂𝗲𝗻 bedeutet für uns, die Gesundheit des Menschen ebenso zu betrachten wie die Auswirkungen des Bauens auf 𝗙𝗹𝗼𝗿𝗮 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗮𝘂𝗻𝗮.

Denn ein Gebäude entsteht nicht losgelöst von seiner Umgebung. Es steht auf einem Stück Erde, benötigt Rohstoffe, verändert Lebensräume und hinterlässt nach seiner Nutzung wiederum Materialien, die irgendwann zurückgebaut und entsorgt werden müssen.

Die baubiologische Bauweise der 𝗕𝗶𝗼𝗹𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀 𝗚𝗺𝗯𝗛 hat nach unseren Erfahrungen bereits vielen Menschen geholfen, ihre persönlichen Belastungen im Wohnumfeld zu reduzieren bzw. ihr Wohnumfeld zu optimieren. Dabei ist uns aber wichtig, 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗛𝗲𝗶𝗹𝘀𝘃𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻 abzugeben. Gesundheit ist immer von vielen Faktoren abhängig – das Gebäude ist einer davon.

Wir üben deshalb auch bewusst Kritik an Teilen der heute üblichen konventionellen Bauweise. Der Fokus beim Wohnungsbau liegt aus unserer Sicht noch immer sehr häufig auf 𝗗𝗲𝘀𝗶𝗴𝗻, 𝗞𝗼𝘀𝘁𝗲𝗻, 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝘄𝗶𝗻𝗱𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝘁𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗢𝗽𝘁𝗶𝗺𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴, während die ökologischen Auswirkungen von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Transport bis hin zu Rückbau und Entsorgung zu wenig berücksichtigt werden.

Wir sollten uns vor Augen führen, dass wir Menschen zwar die außergewöhnliche Fähigkeit besitzen, ein Leben lang zu lernen und unsere Umgebung zu gestalten. Gleichzeitig können wir uns sehr schnell an Dinge gewöhnen, die wir für selbstverständlich halten. Beim Hausbau entstehen solche Vorstellungen beispielsweise durch Design, Baustoffauswahl, alte Bautraditionen oder durch die Annahme, dass das, was seit Jahrzehnten gebaut wird, automatisch auch richtig und zukunftsfähig sein muss.

Wir leben nicht zwangsläufig so, wie es für unsere Gesundheit und unsere Umwelt sinnvoll wäre. 𝗪𝗶𝗿 𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗵ä𝘂𝗳𝗶𝗴 𝘀𝗼, 𝘄𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗿 𝗲𝘀 𝗮𝘂𝗳𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗿 𝗩𝗼𝗿𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗳ü𝗿 𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻.

Die Bauweise der 𝗕𝗶𝗼𝗹𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀 𝗚𝗺𝗯𝗛 ist deshalb nicht darauf ausgerichtet, Bauinteressenten allein durch schickes Design, ein paar Nachhaltigkeits- oder Gesundheitsfloskeln, die Möglichkeit, das Gebäude von den Seychellen aus per Handy zu steuern, oder durch ein möglichst imposantes Gebäude als Mittelpunkt des Grundstücks zu überzeugen.

𝗪𝗶𝗿 𝗺ö𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗺𝗲𝗵𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 ü𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗕𝗮𝘂𝗲𝗻 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝗮𝗻𝗿𝗲𝗴𝗲𝗻.

Mit unserer über 𝟯𝟳𝟬-𝘀𝗲𝗶𝘁𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗣𝗿ä𝘀𝗲𝗻𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻, mit Bildern, Grafiken, Informationen und unverfälschten Baubildern versuchen wir, Menschen für das 𝗴𝘂𝘁𝗲, 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗲, 𝗲𝗱𝗹𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗲 𝗕𝗮𝘂𝗲𝗻 zu sensibilisieren.

Dabei betrachten wir den Menschen nicht als alleinigen Mittelpunkt. In der Natur leben Tiere und Pflanzen in natürlichen Kreisläufen – solange diese nicht zu stark durch den Menschen verändert werden. Sobald Tiere jedoch zu Haustieren werden und in unsere vom Menschen geschaffenen Lebensräume gelangen, sind auch sie den Belastungen dieser Umgebung ausgesetzt. Teilweise zeigen sich dabei sogar ähnliche Belastungsmuster wie beim Menschen. Das sollte uns zu denken geben.

𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀 𝗕𝗮𝘂𝗲𝗻 𝗺𝘂𝘀𝘀 𝗱𝗲𝘀𝗵𝗮𝗹𝗯 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗴𝗲𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻.

𝗟𝗲𝗵𝗺, 𝗛𝗮𝗻𝗳 𝘂𝗻𝗱 𝗛𝗼𝗹𝘇 sind für uns dabei keine Modebegriffe und auch keine bloßen Marketinginstrumente. Sie sind wesentliche Bestandteile eines Bauens, bei dem wir versuchen, den 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝗱𝗮𝘀 𝗚𝗲𝗯ä𝘂𝗱𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿 wieder stärker als zusammenhängendes System zu betrachten.

Das 𝗘𝗿𝘄𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗟𝗲𝗵𝗺, 𝗛𝗮𝗻𝗳 𝘂𝗻𝗱 𝗛𝗼𝗹𝘇 im modernen Hausbau muss aus unserer Sicht deshalb noch viel stärker gefördert werden – nicht nur für gesunde Häuser, sondern auch für eine 𝗕𝗮𝘂𝗸𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿, die Flora und Fauna mitdenkt und den Generationen nach uns gegenüber Verantwortung übernimmt.

𝐋𝐞𝐡𝐦𝐡𝐚𝐮𝐬𝐛𝐚𝐮 𝐦𝐢𝐭 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐰𝐢𝐧𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭Traditioneller Lehmhausbau ist, je nach Technik, mit einem hohen Anteil handwerklicher Ve...
12/09/2026

𝐋𝐞𝐡𝐦𝐡𝐚𝐮𝐬𝐛𝐚𝐮 𝐦𝐢𝐭 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐰𝐢𝐧𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭

Traditioneller Lehmhausbau ist, je nach Technik, mit einem hohen Anteil handwerklicher Verarbeitung verbunden. Auch die Aufbereitung des Materials kann zeitintensiv sein. Bei massiven Lehmwänden, beispielsweise in Stampflehm- oder Pisétechnik, kommen je nach Wanddicke und klimatischen Bedingungen teilweise lange Trocknungszeiten hinzu.
Gleichzeitig ist es bemerkenswert, wie gut sich Lehm als Baustoff verarbeiten lässt und welche Eigenschaften er für das Raumklima mitbringt. Für uns ist und bleibt Lehm einer der einfachsten und geeignetsten Baustoffe für ein gesundes und natürliches Wohnumfeld.
Für uns war bereits vor rund 30 Jahren klar, dass der Lehmhausbau in einer sich verändernden Bauwirtschaft neue Wege benötigt. Eine schnelllebige Zeit, steigende Baukosten und der zunehmende Kostendruck erfordern auch im Bereich Architektur und Baustoffe andere Formen der Planung, Fertigung und Verarbeitung.
Unser Ziel war deshalb, ein Lehmhausbausystem zu entwickeln, das gesund, nachhaltig, einfach zu montieren und gleichzeitig bezahlbar ist. Ein wesentlicher Bestandteil war von Anfang an ein möglichst großer Anteil an Eigenleistung.
Dabei sollte die industrielle und vorgefertigte Fertigung nicht zu Lasten der Nachhaltigkeit, der Materialqualität oder der Wohnqualität gehen. Die Idee war vereinfacht gesagt, ein Wohnhaus ähnlich wie ein gut durchdachtes Bausystem aus einzelnen Bauteilen zu liefern, das mit überschaubaren technischen Mitteln und entsprechender Anleitung weitgehend selbst aufgebaut werden kann.
Eine solche Fertigungsweise ermöglicht gleichzeitig eine größere Stückzahl und damit eine Möglichkeit, auch auf den zunehmenden Bedarf an Wohnraum zu reagieren.
Nachhaltigkeit bedeutet für uns dabei nicht nur, die Herstellung eines Baustoffes zu betrachten. Ebenso wichtig sind seine Haltbarkeit, seine Wartungsanforderungen, seine Reparierbarkeit und seine langfristige Beständigkeit. Deshalb haben wir bewusst Baustoffe ausgewählt, die nicht nur in der Herstellungsbilanz möglichst nachhaltig sind, sondern auch über die gesamte Nutzungsdauer eines Gebäudes.
Mit der Zeit wurde uns deutlich, dass diese Überlegungen nicht nur für den Lehmhausbau gelten können. Sie betreffen ebenso andere Gewerke und vor allem die grundsätzliche Frage, wie ein Wohnhaus heute entwickelt werden sollte.
Dabei möchten wir nicht allein das Gebäude und sein architektonisches Design in den Mittelpunkt stellen. Zum Wohnraum gehört für uns ebenso der Bauplatz selbst: mit Bäumen, Pflanzen, Naturzonen und Habitaten. Das Grundstück soll sich möglichst zu einer kleinen Wohn- und Lebensinsel für Menschen, Pflanzen und Tiere entwickeln.
Auf unserer aktuellen Baustelle zeigen wir deshalb weitere Bilder dieser Entwicklung. Durch vorgefertigte Bauteile, Bausätze und ausgewählte Produkte konnte die Baufamilie bereits nach rund einem Monat einen erheblichen Teil des neuen Wohnhauses in Eigenleistung aufbauen.
Wir zeigen dazu unter anderem Bilder von unseren Gefachelehmsteinen, dem Universalputz, der Fassade ohne Hinterlüftung und ohne zusätzliche Folien, der Montage der vorgefertigten Metalldach-Attikaverkleidung sowie dem Gründachsystem.
In den nächsten Tagen werden wir weitere Elemente vorstellen und anhand von Bildern zeigen – unter anderem unser Fensterelementsystem, den modernen Lehmhausbau und natürliche Abdichtungstechniken.
Dabei geht es uns weniger darum, nur das fertige Haus zu zeigen. Wir möchten vielmehr die einzelnen Bauteile, Konstruktionen und Hintergründe sichtbar machen, die hinter unserem heutigen Biolehmhaus-System stehen.

Adresse

FranklinStr. 66
Pforzheim
75173

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 16:00

Telefon

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