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Immobilienpreise stabil, Kauflaune gedämpftDie Entwicklung der Immobilienpreise in deutschen Großstädten verläuft derzei...
18/05/2026

Immobilienpreise stabil, Kauflaune gedämpft

Die Entwicklung der Immobilienpreise in deutschen Großstädten verläuft derzeit insgesamt mit wenig Dynamik. Das Preisniveau hat sich vielerorts stabilisiert. Regionale Unterschiede vergrößern sich. Die Kauflaune zeigt sich gedämpft. Kaufinteressierte zeigen sich durch die wirtschaftliche Lage verunsichert und abwartend.

In deutschen Metropolen driften die Wohnimmobilienpreise innerhalb der Stadtgrenzen wieder auseinander. Nachdem die Preise in den zentralen Lagen in den Vorjahren stärker gesunken waren, stiegen sie im Jahr 2025 wieder kräftiger an als in den Außenbezirken. Dies zeigt die jüngste Auswertung des German Real Estate Index (GREIX) zu Wohnimmobilienpreisen auf Stadtviertelebene. Der GREIX ist ein Gemeinschaftsprojekt der lokalen Gutachterausschüsse und des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.

Die Daten für 2025 deuten auf eine Rückkehr zu den Mustern des letzten Marktzyklus (2006–2022) hin: In Aufwärtsphasen legen die Preise in den Zentren stärker zu als in den Randbezirken. Damit kehrt sich der Trend der jüngsten Korrekturphase um, in der die Innenstädte noch überdurchschnittliche Verluste verzeichnet hatten.

„Wir beobachten im Jahr 2025 eine Trendumkehr: Nachdem die Preise in den Stadtkernen während der Phase steigender Zinsen überproportional nachgegeben haben, sehen wir nun eine Gegenbewegung. Eine Hypothese ist, dass Wohnimmobilien in zentraler Lage aufgrund ihres geringeren Risikos sensitiver auf Veränderungen von Zinsen reagieren“, sagt Jonas Zdrzalek, GREIX-Projektleiter am Kiel Institut für Weltwirtschaft.

Während das Preisverhältnis zwischen Zentrum und Randlage im Jahr 2024 auf einen Wert von ca. 1,25 gesunken war, kletterte es im Jahr 2025 auf 1,27 an. Das bedeutet, dass Wohnungen in zentralen Lagen im Schnitt rund 27 Prozent teurer sind als in nicht zentralen Lagen. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 betrug dieser Aufschlag lediglich fünf Prozent und hat sich seitdem mehr als verfünffacht.

Insider berichten: Wenn das Objekt den Wunschvorstellungen nicht möglichst vollständig entspricht, sind viele Interessent:innen derzeit nicht bereit, Zugeständnisse beim Kauf zu machen. Sie wohnen dann lieber weiterhin zur Miete und verschieben ihren Kaufwunsch.

Herzliche Grüße, Ihr Immobilienmakler für die Region „Simmern/ Rheinböllen, Kirchberg, Kastellaun, Emmelshausen, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rhein/Mosel, Stromberg, Weiler, Bingen;
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Positive Tendenz beim Wohnungsbau Der Blick auf den Wohnungsbau zeichnet derzeit ein Stimmungsbild der ganzen Immobilien...
10/05/2026

Positive Tendenz beim Wohnungsbau

Der Blick auf den Wohnungsbau zeichnet derzeit ein Stimmungsbild der ganzen Immobilienwirtschaft. Es gibt viel zu wenig Wohnungen. Die Suche nach einer geeigneten Bleibe gestaltet sich besonders für Mieter schwer. Forcierter Wohnungsbau könnte den Engpass mildern, doch die allgemeine wirtschaftliche Lage bremst alle Aktivitäten.

Die Zahlen im Wohnungsbau vermitteln zumindest einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer, aber es bleibt die Frage, wie tragfähig der Aufschwung ist. Das Statistische Bundesamt meldet für den Februar 2026 mit 22.200 genehmigten Wohnungen einen Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Mehrfamilienhäusern summiert sich die Zahl der Genehmigungen auf 21.900 Wohnungen, das ist ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Stimmung im Wohnungsbau hatte sich im März verschlechtert. Das Geschäftsklima sank von minus 17,7 auf minus 19,5 Punkte. Dies war auf merklich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wird hingegen etwas besser beurteilt. „Die Sorge vor wieder steigenden Zinsen belastet die Erwartungen im Wohnungsbau“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Umfragen im ifo-Institut. „Höhere Finanzierungskosten würden die Ambitionen vieler Haushalte beim Hausbau wieder dämpfen.“

Erste Lichtblicke machen Mut: Die Auftragslage entspannt sich langsam. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, ging deutlich zurück – auf 43,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2023. Grund dafür ist ein Anstieg der Baugenehmigungen in jüngster Zeit. Auch die Stornierungen nahmen ab und lagen zuletzt bei 10,8 Prozent. „Die Auftragslage verbessert sich langsam, aber die Unsicherheit bleibt hoch“, so Wohlrabe.

„Grundsätzlich ist eine positive Tendenz bei den Baugenehmigungen eine gute Nachricht, die uns aber nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen sollte. Fakt bleibt: Es wird immer noch viel zu wenig gebaut. Und genehmigt heißt nicht begonnen. Der eingeschlagene Weg, Bauen wieder einfacher und günstiger zu machen, muss konsequent weitergegangen werden“, betont der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen BFW, Dirk Salewski, in Berlin.

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Wohnungen: Größe nicht mehr entscheidendNach Jahrzehnten kontinuierlich wachsender Wohnflächen deutet sich eine historis...
20/04/2026

Wohnungen: Größe nicht mehr entscheidend

Nach Jahrzehnten kontinuierlich wachsender Wohnflächen deutet sich eine historische Trendwende an. Erstmals seit Beginn der Erhebungen stagniert die durchschnittliche Wohnungsgröße in Deutschland und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich sinken.

Seit 1965 ist die durchschnittliche Wohnungsgröße in Deutschland um mehr als ein Drittel von 69 auf 94 Quadratmeter gewachsen. Parallel dazu hat sich die Wohnfläche pro Person von knapp 20 auf gut 49 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Seit etwa 2005 werden Neubauwohnungen jedoch wieder kleiner, was sich auch im Bestand bemerkbar machen wird. Bis 2050 dürfte die durchschnittliche Wohnung etwa sechs Quadratmeter kleiner sein als heute. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

„Über Jahrzehnte haben steigende Einkommen und der Wunsch nach mehr Komfort dazu geführt, dass unsere Wohnungen immer größer wurden“, erklärt DIW-Immobilienexperte Kholodilin. „Doch die Wachstumsphase scheint vorbei. Der Rückgang der Neubaugrößen signalisiert einen strukturellen Wandel auf dem gesamten Wohnungsmarkt.“

Laut den Studienautoren sind zwei zentrale Faktoren für diesen Rückgang verantwortlich: kleinere Haushalte und steigende Immobilienpreise. Als Haupttreiber gilt die demografische Entwicklung: Der Anteil der Einpersonenhaushalte hat sich in Deutschland seit den 1960er Jahren auf 41 Prozent verdoppelt – in Großstädten wie Berlin oder München liegt er sogar bei rund 50 Prozent. Auch der starke Anstieg der Immobilienpreise seit 2010 verschärft diese Entwicklung. Viele können sich größere Wohnungen nicht mehr leisten und für Bauträger sind kleine Wohnungen wiederum wirtschaftlich attraktiver.

Obwohl die durchschnittliche Haushaltsgröße in den vergangenen Jahrzehnten geschrumpft ist, dominieren im Wohnungsbestand weiterhin große Wohnungen. Der Wohnungsmarkt steht vor einer Anpassung. „Wenn neue Wohnungen kleiner werden, ist dies kein Rückschritt, sondern eine notwendige Anpassung an gesellschaftliche Realitäten“, betont Studienautor Sebastian Kohl. „Kleinere, gut geschnittene und energieeffiziente Wohnungen werden die zentrale Wohnform der Zukunft sein – und sie sind ein Schlüssel, um den großen Energiebedarf des Gebäudesektors zu senken.“

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Informationsbedarf bei Sanierung des Eigenheims großImmobilieneigentümer:innen fällt es derzeit schwer, sich einen Überb...
06/04/2026

Informationsbedarf bei Sanierung des Eigenheims groß

Immobilieneigentümer:innen fällt es derzeit schwer, sich einen Überblick zum Thema energetische Gebäudesanierung zu verschaffen. Insbesondere bei Heizungstechnologien, Förderbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen bestehen große Informationsdefizite.

Um den Defiziten entgegenzuwirken hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) das Forschungsprojekt „Building Dialogue“ auf den Weg gebracht. Das Projektteam am Reiner-Lemoine-Institut hat einen Wegweiser entwickelt, mit dem sich Hauseigentümer:innen ohne Vorwissen unabhängig im Internet informieren können: building-dialogue.rl-institut.de.

Ob neue Heizung, neues Dach oder Wärmedämmung – bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden gibt es viele Maßnahmen und jeweils passende Förderprogramme. „Wir haben festgestellt, dass fehlende Orientierung für passende Sanierungsmaßnahmen, Unsicherheiten wegen finanzieller Belastung und die technische Akzeptanz, zum Beispiel von neuen Technologien wie Wärmepumpen, als zentrale Hinderungsgründe für Sanierungsmaßnahmen wirken“, sagt Marie-Claire Gering, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Reiner-Lemoine-Institut.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde ein Online-Wegweiser entwickelt. Er bietet Nutzenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur energetischen Sanierung und liefert leicht verständliche Informationen zu den Themen Modernisierungsmöglichkeiten, Heizungswechsel, Förderprogramme und Rechtliches. Mithilfe des „Wegweisers“ können der Ausgangszustand eines Gebäudes sowie der individuelle Sanierungsbedarf eingeschätzt werden. Es vermittelt leicht verständliches Wissen zur energetischen Gebäudesanierung und stellt kostenlose Beratungsangebote sowie weitere Tools vor.

Die Wissenschaftler haben den Bedarf unterschiedlicher Gruppen analysiert: Während professionelle Akteure wie Wohnungsunternehmen und Energieberatende über umfassende Kenntnisse und Ressourcen verfügen, bestehen bei privaten Eigentümern, Eigentümerinnen und WEGs Defizite. Die Analyse macht das Bedürfnis dieser Gruppen nach verständlichen und praxisnahen Informationen deutlich. Dabei stehen Fragen zum Budget, zu Technologien und zur Integration regionaler Besonderheiten im Vordergrund.

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Zur Grundsteuer ist längst nicht alles gesagtIm vorigen Jahr hat Deutschland eine der größten steuerlichen Neubewertunge...
25/03/2026

Zur Grundsteuer ist längst nicht alles gesagt

Im vorigen Jahr hat Deutschland eine der größten steuerlichen Neubewertungen von Immobilien seiner Geschichte erlebt: Die reformierte Grundsteuer ist in Kraft getreten. Nun stehen eine Reihe gerichtlicher Verfahren an, um Ungereimtheiten zu klären.

Um die Reform umzusetzen, mussten zuvor sämtliche Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden. Alle Immobilieneigentümer waren in das mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbundene Verfahren eingebunden. Die Umsetzung der Reform stieß von Beginn an auf breite Kritik.

Die Grundsteuer ist eine Abgabe auf Grundbesitz, die zwar von den Eigentümer:innen entrichtet wird, in der Praxis jedoch häufig auf die Mieter:innen umgelegt wird. Für Städte und Gemeinden ist sie eine der wichtigsten Einnahmequellen. In mehreren Verfahren hat der Bundesfinanzhof das sogenannte Bundesmodell zur Grundsteuer inzwischen bestätigt. Die Verbände Haus & Grund Deutschland und Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt) reagierten mit deutlicher Kritik und kündigten an, eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zu unterstützen. Die neue Grundsteuer sei für viele Betroffene unübersichtlicher, kostspieliger und sozial unausgewogen.

Vor dem Finanzgericht Düsseldorf (Az. 11 K 2040/24 Gr, BG) wurde über den anzuwendenden Bodenrichtwert für ein Flurstück im Außenbereich, das privat als Grünfläche und zur Hühnerhaltung genutzt wird, entschieden. Die Eigentümer klagten gegen den festgesetzten Grundsteuerwert für ihr 1.020 m² großes, unbebautes Grundstück. Das Finanzamt setzte einen Wert von 90 Euro pro Quadratmeter für „baureifes Land“ an und ermittelte einen Grundsteuerwert von 91.800 Euro. Die Kläger argumentierten, ihr Grundstück sei kein Bauland, da Bauanfragen mehrfach abgelehnt wurden und es laut Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. Sie forderten die Anwendung des deutlich niedrigeren Bodenrichtwerts für landwirtschaftliche Flächen von 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Das Gericht gab den Klägern vollständig Recht. Es stellte klar, dass für die Einordnung eines Grundstücks als „Fläche der Land- und Forstwirtschaft“ allein dessen Nutzbarkeit für diese Zwecke maßgeblich ist.

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Aktuelles Wohnungsdefizit auf Rekordhoch In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, darunter vor allem bezahlba...
17/03/2026

Aktuelles Wohnungsdefizit auf Rekordhoch

In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, darunter vor allem bezahlbare und Sozialwohnungen. Um dieses Defizit bis 2030 abzubauen, müssten jährlich rund 400.000 Wohnungen neu gebaut werden. Damit ist in den kommenden Jahren aber kaum zu rechnen.

Im November 2025 wurden 20.100 Wohnungen zum Bau genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 12,5 Prozent mehr als im November 2024. Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurden in Deutschland 215.500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,3 Prozent oder 21.900 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,0 Prozent und für Mehrfamilienhäuser, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, um 13,5 Prozent.

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen bewertet die Zahlen mit Vorsicht. „Der Wohnungsbau liegt weit hinter dem zurück, was nötig wäre, um in unserem Land für eine Entlastung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen. Und genehmigt ist eben nicht gebaut. Die Baustarts sind die entscheidende Kennzahl: Erste Analysen zeigen uns, dass die Baustarts noch nicht anziehen“, betont BFW-Präsident Dirk Salewski.

Nur mit bezahlbaren und praktikablen Standards kann der Wohnungsbau sein volles Potenzial entfalten und den Wohnungsmarkt entlasten. Fachleute sind sich einig: Der Gebäudetyp E bietet neue Chancen und muss das neue Normal werden.

„Die Zahlen sind ermutigend – aber sie dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin dringend strukturelle Erleichterungen brauchen“, erklärt ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. Stabile Wachstumszahlen würden nur mit pragmatischen Reformen erreicht, beispielsweise beim Gebäudetyp E oder bei der Novelle des BauGB. „Der Gebäudetyp E muss als klar definierter, kostenoptimierter Basisstandard ausgestaltet werden – nicht als kompliziertes Sondermodell mit zusätzlichen Haftungsrisiken“, so Özkan. Gleichzeitig fordert der ZIA eine mutige Novellierung des Baugesetzbuchs, die Wohnungsbau erleichtert, Verfahren digitalisiert und Vorschriften entschlackt.

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Gute Finanzierung ebnet den Weg zum EigentumFachleute gehen für das laufende Jahr von einem gleichbleibenden Zinsniveau ...
10/03/2026

Gute Finanzierung ebnet den Weg zum Eigentum

Fachleute gehen für das laufende Jahr von einem gleichbleibenden Zinsniveau aus. Zum Jahresstart lagen die Bauzinsen nahe der Vier-Prozent-Marke. Gleichzeitig sind die Immobilienpreise wieder bezahlbarer geworden.

Nach einer Phase der Stabilisierung im vergangenen Jahr sehen sich Kaufinteressierte seit Ende 2025 mit steigenden Konditionen konfrontiert. „Wir haben zuletzt eine spürbare Aufwärtsbewegung bei den Bauzinsen gesehen, die aktuell im Schnitt bei rund 3,8 Prozent für 10-jährige Darlehen liegen“, erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. „Das bedeutet für unsere Kundinnen und Kunden höhere Monatsraten. Gleichzeitig ist die Leistbarkeit von Immobilien in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Immobilienpreise steigen zwar, liegen aber noch immer unter ihren Spitzenwerten, und die Reallöhne sind gestiegen. Trotz des jüngsten Zinsanstiegs sind wir von einem Niveau deutlich über vier Prozent, wie wir es vor geraumer Zeit erlebt haben, nach wie vor entfernt.“

Die jüngste Ausgabe des Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex zeigt die gestiegene Erschwinglichkeit. Dieses Mal wurde die Erschwinglichkeit von Eigentumswohnungen untersucht. Mit aktuell 128 Punkten liegt der Index über der Schwelle von 100 Punkten und damit deutlich im erschwinglichen Bereich. Im bundesweiten Durchschnitt benötigten die untersuchten Modellhaushalte 29 Prozent ihres verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens für die Finanzierung der Eigentumswohnung. Zum Vergleich: Im Oktober 2023 lag der Indexwert noch bei 118 Punkten. Ein Wert von 100 bedeutet, dass 35 Prozent des Einkommens in die Rate fließen. Dies ist die Schwelle, ab der ein Immobilienkauf als erschwinglich klassifiziert wird. Index-Werte über 100 sind entsprechend erschwinglicher, während Werte unter 100 die genannte Schwelle übersteigen.

Die durchschnittliche Darlehenssumme, die sich Kreditnehmende bei einer Bank leihen, stieg im Dezember auf 282.829 Euro. Das sind über 5.000 Euro mehr als im November und der höchste Wert seit Januar 2022. Umstände, die die Darlehenssumme in die Höhe treiben, können vielfältig sein. Beispielsweise wird weniger Eigenkapital eingesetzt oder Kaufinteressierte nehmen mehr Fremdkapital auf. Fest steht, dass die Immobilienpreise vielerorts, insbesondere in Metropolregionen, bereits das zweite Jahr in Folge wieder ansteigen.

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Der richtige Wohnort entscheidet über Chancen„Sage mir, wo du wohnst, und ich sage dir, wer du bist.” Kennen Sie diese R...
04/03/2026

Der richtige Wohnort entscheidet über Chancen

„Sage mir, wo du wohnst, und ich sage dir, wer du bist.” Kennen Sie diese Redewendung? Und können Sie den Orten in Ihrer Umgebung bestimmte Eigenschaften zuordnen? Dass Sie damit richtig liegen könnten, bestätigt jetzt sogar eine Studie. So hängen beispielsweise die Bildungschancen in Deutschland vom Wohnort ab.

In Deutschland hängen Bildungschancen von vielen Faktoren ab, beispielsweise vom Geschlecht, vom familiären Hintergrund oder von der sozialen und ethnischen Herkunft. Doch auch das Wohnumfeld kann die Bildungsmöglichkeiten einer Person auf vielfältige Weise beeinflussen und darüber entscheiden, wie sie diese wahrnimmt. Dies wirkt sich wiederum auf den Arbeitsmarkterfolg, das Einkommen oder die Gesundheit eines Menschen aus. So sind mit der sozialen Lage eines Wohnviertels beispielsweise unterschiedliche Bildungschancen für Schülerinnen und Schüler verbunden.

Mithilfe einer neuen Methode können Regionaldaten mit dem Datenangebot des Nationalen Bildungspanels (NEPS) verknüpft werden. Dadurch können die Auswirkungen des Wohnumfelds auf Bildungschancen untersucht werden. Ein einheitliches Geodaten-Raster macht das möglich.

Aus diesem Grund haben Bund und Länder das sogenannte Startchancen-Programm beschlossen, das seit dem Schuljahr 2024/25 Schulen in besonders benachteiligten Vierteln unterstützen soll. Mithilfe der NEPS-Daten lässt sich untersuchen, ob die soziale Lage der Wohnviertel die Kompetenzen und Bildungswege der Kinder beeinflusst. Mithilfe der neuen Verknüpfungsmöglichkeit können auch die Folgen von Nähe oder Distanz zu bestimmten Arten von Bildungseinrichtungen analysiert werden.

Doch auch ohne aufwändige Studien wissen die meisten Menschen, an welchen Orten ihres Umfelds das Wohnen angenehm ist und wo sie lieber nicht einziehen möchten. Nicht jedem ist jedoch bewusst, wie sich der eigene Wohnort auf viele Lebensbereiche auswirkt – auf Gesundheit, Einkommen, den Erfolg der Kinder, den Freundeskreis und die Lebensqualität.

Fazit: Man sollte sich daher von Zeit zu Zeit überlegen, ob man noch am richtigen Ort lebt und ob ein Umzug die Lebenschancen nicht deutlich verbessern könnte.

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Eingefrorener Mietmarkt erzeugt UnbeweglichkeitDer Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengesc...
25/02/2026

Eingefrorener Mietmarkt erzeugt Unbeweglichkeit

Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft. Wohnungssuchende haben es aktuell schwer. Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter.

Die Studie „Sozialer Wohn-Monitor 2026“ des Pestel-Instituts rückt den Wohnungsmangel in den Fokus und benennt die Verlierer: Auszubildende, Studierende und immer mehr ältere Menschen mit Armutsrenten.

Das ImmoScout24-WohnBarometer für das vierte Quartal 2025 zeigt, dass die Angebotsmieten weiter steigen, während die Nachfrage zurückgeht. Insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen suchen weniger intensiv nach einer neuen Wohnung. Im Vergleich zum Vorquartal sinkt das Interesse in den acht Metropolen um 16 Prozent, in kreisfreien Städten um 23 Prozent, im Umland der Metropolen um 17 Prozent und im ländlichen Raum um 20 Prozent. Auch in den Vorjahren sank die Nachfrage jeweils im vierten Quartal, allerdings nur um drei bis 13 Prozent.

Der GREIX-Mietpreisindex kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Demnach stiegen die Angebotsmieten in deutschen Städten zum Jahresende 2025 schneller als die allgemeine Teuerung. Im Quartalsvergleich stiegen die Mieten im bundesweiten Durchschnitt um 1,0 Prozent, im Jahresvergleich sogar um 4,5 Prozent. Die Anzahl der Wohnungsinserate ging deutlich zurück. Der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote erreichte ein Rekordniveau. Bundesweit entfielen im Jahr 2025 inzwischen mehr als 17 Prozent aller Inserate auf dieses Segment, also mehr als jedes sechste. In den acht größten Städten lag der Anteil bei rund einem Viertel und in München sogar bei rund einem Drittel.

Die vom Bundesbauministerium und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegebene Auswertung des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) bestätigt die Zahlen im Wesentlichen. Betroffen sind vor allem Großstädte, in denen die Mietpreisbremse gilt. Die Forscher sehen einen Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse im Jahr 2015 sowie eine gezielte Verlagerung von Wohnungsangeboten in ein weniger stark reguliertes beziehungsweise intransparentes Marktsegment.

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Gebäudetyp E: Einfach bauen – in jeder Hinsicht Zustimmung von allen Seiten – das ist selten. Die Überzeugung, dass man ...
19/02/2026

Gebäudetyp E: Einfach bauen – in jeder Hinsicht

Zustimmung von allen Seiten – das ist selten. Die Überzeugung, dass man zukünftig einfacher bauen kann, hat sich bei den Verbänden, der Architektenkammer und in der Politik durchgesetzt. Der Wohnungsmarkt und alle, die demnächst bauen wollen, werden davon profitieren.

Das Bauen in Deutschland soll einfacher, günstiger und schneller werden. Der Gebäudetyp E kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Bei diesem Gebäudetyp wird auf zahlreiche nicht zwingend gesetzlich vorgeschriebene Baustandards verzichtet. Dadurch reduzieren sich die Baukosten.

Zukünftig soll es für Vertragsparteien einfach und rechtssicher sein, einen Gebäudetyp E zu vereinbaren. Zugleich soll der Gebäudetyp E in der Praxis etabliert werden. So sieht es ein Eckpunktepapier vor, das das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gemeinsam vorgelegt haben.

Die Bundesarchitektenkammer (BAK) begrüßt die vorgelegten Eckpunkte für eine zivilrechtliche Flankierung des einfachen Bauens und wird sich aktiv in das angekündigte Beteiligungsverfahren einbringen. Gleichzeitig weist die BAK darauf hin, dass auch die Länder den Reformkurs begleiten Die Bauministerkonferenz erweitert die Musterbauordnung um einen Umbauparagrafen, um Abweichungen nicht nur im Neubau, sondern insbesondere im Bestand zu erleichtern.

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat die bisherigen Initiativen unterstützt und begrüßt diesen wichtigen Schritt. Das Eckpunktepapier enthält zahlreiche Vorschläge zur Reduzierung der Baukosten. Viele dieser Vorschläge, wie kompaktere Bauweisen oder reduzierte Ausstattungsmerkmale, lassen sich bereits heute ohne Änderungen an technischen Regeln oder Normen umsetzen. DIN-Normen werden aber auch künftig unverzichtbar bleiben.

Auch der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt es ausdrücklich, dass nun Eckpunkte zum Gebäudetyp E vorgelegt wurden. Damit greift die Bundesregierung zentrale Forderungen des GdW auf, die für mehr Einfachheit, Rechtssicherheit und Kosteneffizienz beim Bauen unerlässlich sind.

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Fristlose Kündigung durch den Vermieter nur ausnahmsweise möglichIn keinem anderen EU-Land wohnen so viele Menschen zur ...
09/02/2026

Fristlose Kündigung durch den Vermieter nur ausnahmsweise möglich

In keinem anderen EU-Land wohnen so viele Menschen zur Miete wie in Deutschland. Eine Folge daraus ist ein bis ins Detail entwickeltes Mietrecht. Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen darf ein Vermieter einem Mieter fristlos kündigen.

Jeder Mensch hat Anspruch auf angemessenen Wohnraum. Das ist ein Menschenrecht. In der Praxis können jedoch Mietrückstände, die Störung des Hausfriedens, unerlaubte Untervermietung oder die Vermüllung der Wohnung zu Streit führen und eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG, 21.07.2025, 1 BvR 1428/24) hatte über einen aktuellen Fall aus Bremerhaven zu entscheiden. Der Mieter bewohnte seit 2001 eine Wohnung, die er schließlich räumen musste. Er hatte einen Feuerwehreinsatz verursacht, bei dem der „katastrophale Zustand“ der Wohnung festgestellt wurde. Nach einer Abmahnung kündigte der Vermieter den Mietvertrag außerordentlich und verwies dabei unter anderem auf Verdreckung, Vermüllung und die Zustellung der Räumlichkeiten sowie auf die drohende Substanzverletzung.

Das Amtsgericht Bremerhaven verurteilte den Mieter zur Räumung der Wohnung. Die Berufung des Mieters wurde vom Landgericht Bremen zurückgewiesen. Daraufhin legte der Vertreter des Mieters Verfassungsbeschwerde ein. Das Kammergericht setzte die Vollstreckung des Räumungsurteils vorläufig aus. Die Räumung der Wohnung konnte damit jedoch letztlich nicht verhindert werden.

Begründung: Der Großteil der Bevölkerung kann seinen Wohnbedarf nicht durch Eigentum decken und ist daher gezwungen, Wohnraum zu mieten. Eine Wohnung darf Mietern daher nicht ohne triftige Gründe durch Kündigung entzogen werden. Persönliche Vorstellungen von angemessenem Wohnen dürfen Mietern nicht aufgezwungen werden. Das Besitzrecht der Mieter und das Eigentumsrecht des Vermieters an der Mietsache müssen gegeneinander abgewogen werden. Vor allem das Argument der drohenden Substanzverletzungen der Wohnung gab letztlich den Ausschlag. Die Wohnung könne nicht mehr im erforderlichen Maß gereinigt werden. Zudem habe der Mieter bereits einen Feuerwehreinsatz ausgelöst.

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