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Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung...
21/09/2026

Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit.

Andere Heizsysteme stehen zunehmend unter Druck oder werden als Übergangslösungen betrachtet. Wer heute eine neue Heizung einbaut, trifft eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre – und damit auch für die künftigen Energiekosten. Die neue Heizkostenprognose von co2online zeigt: Das Heizen mit Gas- oder Ölheizungen wird in den kommenden zwei Jahrzehnten deutlich teurer als mit klimafreundlichen Alternativen wie Wärmepumpen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entstehen laut den Berechnungen Mehrkosten von bis zu 42.000 Euro. Gründe dafür sind steigende CO2-Preise, höhere Netzkosten sowie gesetzlich vorgesehene Beimischungen von Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl. Die sogenannte „Bio-Treppe“ verteuert fossile Heizsysteme zusätzlich.

Knapp drei Viertel der im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude in Deutschland nutzen inzwischen überwiegend Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung, teilt das Statistische Bundesamt mit. Innerhalb von zehn Jahren hat sich ihr Einsatz mehr als verdoppelt. Wärmepumpen nutzen Geo- und Umweltwärme, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen. In Einfamilienhäusern ist diese Technologie stärker verbreitet als in Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen.

Die größten Hürden beim Umstieg auf die Wärmepumpe sind nicht technischer, sondern finanzieller Natur. Sorgen über die Abhängigkeit vom Strompreis oder Zweifel an der Technologie spielen eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Kann ich mir das leisten, und lohnt sich die Investition in meinem Alter noch? Carolin Friedemann, Geschäftsführerin und Gründerin der Initiative Klimaneutrales Deutschland, sagt: „Die Wärmepumpe hat ein Finanzierungsproblem und kein Akzeptanzproblem.“

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das sich derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindet, soll den Heizungstausch vereinfachen und neue Spielräume bei der Wahl von Heizsystemen schaffen.

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Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf„Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret beschr...
10/09/2026

Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

„Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni 2026 kam für Insider nicht überraschend. Der EZB-Rat beschloss, die drei Leitzinssätze um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Aufgrund des Krieges im Nahen Osten sind die wirtschaftlichen Aussichten von Unsicherheit geprägt.

Dazu äußerte sich Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): „Die EZB handelt richtig, wenn sie die Zinsen erhöht. Der starke Anstieg der Inflation infolge des Iran-Kriegs und der höheren Energiepreise zwingt sie zum Handeln.“ Auch der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, begrüßt die Zinsentscheidung: „Da die Inflation im Euroraum über drei Prozent liegt und es wenig Hoffnung auf Entspannung im Iran-Konflikt gibt, ist eine Zinserhöhung jetzt der richtige Schritt.“„Mit der heutigen Zinsentscheidung beweist die Europäische Zentralbank Fingerspitzengefühl. Die Erhöhung ist absolut nachvollziehbar“, sagt Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. „Wichtig ist aber auch: Mit dem heutigen Schritt ist kein Automatismus für eine weitere Zinserhöhung im Juli verbunden.“

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) mahnt vor dem Hintergrund der aktuellen Zinsentscheidung bessere Rahmenbedingungen für Investitionen an. Finanzierungskosten und Baupreise bleiben hoch. Zehnjährige Hypothekenzinsen liegen weiterhin bei rund vier Prozent und damit deutlich über dem Niveau der Niedrigzinsjahre. Die Folgen sind am Markt bereits sichtbar: Genehmigte Projekte werden verschoben, Neubauten neu kalkuliert oder gestoppt und energetische Sanierungen vertagt. Gleichzeitig bleibt der Druck auf dem Wohnungsmarkt hoch. Deutschland benötigt bis 2040 jährlich rund 257.400 neue Wohnungen, gebaut werden jedoch deutlich weniger.

Fazit: Für private Immobilienanleger ändert sich zunächst nicht allzu viel. Wer das passende Objekt gefunden hat, sollte den Kauf nicht unnötig hinauszögern. Langfristig bleiben die Fundamentaldaten des Wohnungsmarktes stabil, während das Angebot weiterhin knapp ist.

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Immobilienmarkt: Mehr Kaufverträge und steigende Preise Der deutsche Immobilienmarkt hat sich 2025 weiter belebt. Sowohl...
04/09/2026

Immobilienmarkt: Mehr Kaufverträge und steigende Preise

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich 2025 weiter belebt. Sowohl die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge als auch die Preise für Wohnimmobilien legten zu. Gleichzeitig blieben die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Regionen Deutschlands groß.

Nach aktuellen Zahlen des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse (AK OGA) wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 872.000 Immobilien verkauft. Das entspricht einem Anstieg von acht Prozent gegenüber 2024. Der Geldumsatz erhöhte sich sogar um 13 Prozent auf insgesamt 278 Milliarden Euro. Damit wuchs das Transaktionsvolumen bereits das zweite Jahr in Folge zweistellig. Den größten Anteil am Markt machten erneut Wohnimmobilien aus. Rund 198 Milliarden Euro entfielen auf den Kauf von Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäusern sowie Wohnbaugrundstücken. Damit floss mehr als 70 Prozent des gesamten Investitionsvolumens in den Wohnungsmarkt.

Auch bei den Kaufpreisen setzte sich die Erholung fort. Gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften verteuerten sich im mittleren Preissegment um etwa vier Prozent auf durchschnittlich 2.470 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern fiel der Preisanstieg mit weniger als einem Prozent deutlich moderater aus. Hier lag der Durchschnittspreis bei 2.420 Euro je Quadratmeter. Für gebrauchte Eigentumswohnungen wurden im Mittel 2.390 Euro je Quadratmeter gezahlt, Neubauwohnungen erreichten durchschnittlich 4.460 Euro je Quadratmeter.

Positiv entwickelte sich auch der Markt für Wohnbaugrundstücke. Die Zahl der Verkäufe von Grundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg um acht Prozent auf rund 50.100. Der Geldumsatz nahm mit einem Plus von elf Prozent auf 10,2 Milliarden Euro noch stärker zu. Bei Grundstücken für Mehrfamilienhäuser erhöhte sich die Zahl der Verkäufe um zwölf Prozent.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt das Preisgefälle zwischen den Regionen erheblich. Mit durchschnittlich 8.650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche wurden die höchsten Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in München erzielt. Es folgten Frankfurt am Main mit 5.240 Euro, Stuttgart mit 5.210 Euro und Hamburg mit 4.780 Euro je Quadratmeter. In vielen ländlichen und strukturschwächeren Regionen lagen die Kaufpreise dagegen weiterhin deutlich unter diesem Niveau.

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Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommenDer deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem historisch...
21/08/2026

Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommen

Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

Im April 2026 wurde in Deutschland der Bau von 20.200 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 9,2 Prozent beziehungsweise 1.700 Baugenehmigungen mehr als im April 2025. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg dabei um 10,3 Prozent beziehungsweise 1.600 auf 16.900. Die Zahl der Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen sollen, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um vier Prozent beziehungsweise 100 auf 3.200.

Bis Ende des Jahres werden sich die Fertigstellungen voraussichtlich auf rund 211.000 Wohneinheiten summieren. Damit lägen sie nur leicht über dem Vorjahreswert und würden einen der niedrigsten Werte im aktuellen Zyklus markieren. Nach wie vor werden deutlich weniger Wohnungen gebaut als benötigt. Das tatsächliche Ausmaß der Neubaukrise wird in den Statistiken jedoch nicht sichtbar: Laut der JLL-Analyse „Perspektiven im Wohnungsneubau 2026“ beläuft sich das Neubaudefizit auf rund 80.000 Wohneinheiten pro Jahr und liegt damit deutlich höher als bislang angenommen.

Der Analyse zufolge entstehen jährlich rund 50.000 neue Wohnungen in Regionen mit stagnierender oder rückläufiger Nachfrage. Diese Einheiten stehen zur Deckung des Bedarfs in den dynamischen Wachstumsregionen nicht zur Verfügung. Besonders gravierend ist die Situation in den acht größten deutschen Städten: Hier werden lediglich 42 Wohnungen je 10.000 Bestandswohnungen fertiggestellt, benötigt würden jedoch 62. Im Gegensatz dazu übersteigt die Bauleistung in ländlichen Räumen mit 41 Wohnungen je 10.000 Bestandswohnungen den tatsächlichen Bedarf von 23 Wohnungen deutlich.

Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich angesichts dieser Entwicklung laut ifo Institut weiter eingetrübt. Die Erwartungen der Unternehmen verbesserten sich hingegen nur marginal. „Der Wohnungsbau verharrt in einer Phase der Unsicherheit“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Allerdings verbesserte sich die Auftragslage leicht: Der Anteil der Unternehmen, die über Auftragsmangel berichten, sank von 43,8 auf 42,2 Prozent.

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Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher Hochkonjunkt...
05/08/2026

Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor

Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher Hochkonjunktur. In Deutschland wird statistisch etwa alle sechs Minuten irgendwo eingebrochen. In der Ferienzeit steigen die Fallzahlen häufig an. Einbrecher wählen meist den einfachen Weg. Ein gut gesichertes Haus schreckt sie dagegen ab. Diese Maßnahmen helfen:

Türen und Fenster schließen: Sämtliche Türen und Fenster – vom Keller bis zum Dachgeschoss – sollten sorgfältig verschlossen sein. Gekippte Fenster sind eine leichte Einstiegsmöglichkeit und wirken geradezu einladend. Zusätzliche Riegel, einbruchhemmende Beschläge oder geprüfte Sicherheitsfenster erschweren den Einstieg – nicht nur während der Urlaubszeit.

Aufstiegshilfen wegräumen: Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel sollten nicht als Kletterhilfen unter Fenstern oder an Balkonen bereitstehen.

Anwesenheit simulieren: Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme können Lichtquellen zu unterschiedlichen Zeiten steuern und so Anwesenheit vortäuschen. Noch wirksamer ist die Unterstützung durch Nachbarn oder Freunde, die von außen sichtbar auf dem Grundstück unterwegs sind.

Vorsicht in sozialen Medien: Wer Urlaubsbilder in Echtzeit postet, macht deutlich, dass das Zuhause gerade leer steht. Sicherer ist es, Fotos erst nach der Rückkehr zu veröffentlichen.

Welche Versicherung zahlt? Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich ein Einbruch nicht vollständig ausschließen. Dann spielt die Hausratversicherung eine zentrale Rolle. Sie ersetzt gestohlene versicherte Gegenstände in der Regel zum Neuwert, übernimmt Schäden an Fenstern und Türen, die durch den Einbruch verursacht wurden, und kann auch Vandalismusschäden am Hausrat nach einem Einbruch abdecken.

Einwandfrei funktionierende Technik schafft Sicherheit. Der TÜV-Verband hat kürzlich seinen Baurechtsreport 2026 veröffentlicht. Danach hat sich die technische Gebäudesicherheit verschlechtert. Besonders hohe Mängelquoten zeigen sich bei Lüftungsanlagen, Feuerlöschanlagen sowie Sicherheitsstrom- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Mehrere zentrale Sicherheitssysteme erreichen inzwischen Mängelquoten von deutlich über 30 Prozent.

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Suburbia – Der Traum vom EigenheimReisen Sie in diesem Jahr durch München? Dann versäumen Sie die Ausstellung Suburbia n...
27/07/2026

Suburbia – Der Traum vom Eigenheim

Reisen Sie in diesem Jahr durch München? Dann versäumen Sie die Ausstellung Suburbia nicht. Sie bietet einen Blick auf das Wohnen im Einfamilienhaus, das ein Traum von vielen ist, aber auch Kritik auf sich zieht. Die Ausstellung dauert noch bis zum 18. Oktober 2026.

Das Bild der klassischen Vorstadt mit gepflegtem Garten, eigenem Pool und großzügiger Garage ist eng mit dem „American Way of Life“ verknüpft. Dieses Ideal hat sich weltweit verbreitet und steht für Ruhe, Sicherheit und Familienfreundlichkeit. Besonders für das Aufwachsen von Kindern gilt das Einfamilienhaus im Grünen als erstrebenswert. Gleichzeitig gerät dieses Modell zunehmend in die Kritik: Zersiedelung, hohe Abhängigkeit vom Auto, soziale Segregation und ein hoher Ressourcenverbrauch werfen Fragen nach seiner Zukunftsfähigkeit auf.

Die Ausstellung zeigt, wie stark diese Wohnform durch Medien geprägt wurde. Filme, Serien, Werbung und Literatur haben das Bild der Vorstadt über Jahrzehnte hinweg sowohl romantisiert als auch hinterfragt. Parallel dazu wird die Entwicklung in Deutschland nachgezeichnet: Während der Wirtschaftswunderjahre erlebte das Eigenheim einen regelrechten Boom. Anhand historischer Ausgaben der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ lässt sich nachvollziehen, wie Wohnideale, Familienbilder und Konsumvorstellungen in der Nachkriegszeit geformt wurden. Eine umfangreiche Sammlung lädt dazu ein, das Wohnen im Einfamilienhaus der Vorstadt erkunden.

Heute steht das Einfamilienhaus vor neuen Herausforderungen. Steigende Wohnraumnachfrage, Klimaschutzanforderungen und der demografische Wandel verändern die Perspektive auf diese Wohnform grundlegend. Viele Häuser werden inzwischen nur noch von wenigen Personen genutzt – ein Umstand, der neue Chancen eröffnet. Durch Modernisierung, energetische Sanierung und intelligente Erweiterungen könnte bestehender Wohnraum effizienter genutzt werden. Gerade in Ballungsräumen bietet der Bestand an Einfamilienhäusern ein erhebliches Potenzial, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona und des Deutschen Architekturmuseums und regt dazu an, das vertraute Ideal des Eigenheims neu zu denken.

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Sommerhitze in Haus und Garten Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern und Gärten spürbar. Die ...
21/07/2026

Sommerhitze in Haus und Garten

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern und Gärten spürbar. Die Zahl der Hitzetage hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Städte und Gemeinden entwickeln deshalb Hitzeschutzkonzepte. Auch Hauseigentümer sollten Maßnahmen ergreifen, um sich vor übermäßiger Wärme zu schützen.

Heiße Tage mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius treten in Deutschland immer häufiger auf. Sie belasten die Menschen und können die Gesundheit gefährden. Die Zahl der Hitzetage als auch die der tropischen Nächte werden weiter zunehmen werden.

Außenverschattungen wie Jalousien sowie gezieltes Lüften in den kühlen Morgen- und Abendstunden zählen zu den wirksamsten Maßnahmen, um die Hitze im Haus zu reduzieren. Darüber hinaus sorgen Wärmepumpen mit Kühlfunktion, begrünte Dächer und eine gute Gebäudedämmung für ein angenehmeres Raumklima. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Wie gut Städte auf Hitze, Trockenheit und Starkregen vorbereitet sind, zeigt das neue Stadtklima-Dashboard des BBSR auf der Website stadtklimadashboard.de. Das Dashboard wird kontinuierlich weiterentwickelt. Künftig sollen die wichtigsten Indikatoren regelmäßig für alle deutschen Städte mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern abrufbar sein.

Ein wichtiger Faktor für die Klimaentwicklung in Städten ist Wasser. Die Fachveranstaltung „RegenwasserTage 2026“ an der HTWK Leipzig beschäftigte sich mit den Themen Schwammstadt, Gewässerschutz und Starkregenvorsorge. Wie können Städte auf Starkregen, Hitze, Trockenperioden und die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden? Im Fokus standen neue Regelungen zum Gewässerschutz, Konzepte für eine wasserbewusste Siedlungsentwicklung, der Betrieb zentraler und dezentraler Anlagen sowie Strategien zur Starkregen- und Überflutungsvorsorge.

Jede Gartenbesitzerin und jeder Gartenbesitzer kann im direkten Umfeld zu einem gesunden Klima beitragen – etwa durch nachhaltige Lösungen wie die Nutzung von Regenwasser und die Auswahl trockenheitsverträglicher Pflanzen. Diese kommen mit wenig Wasser aus und tragen gleichzeitig dazu bei, auch in längeren Trockenphasen für kühlere Temperaturen zu sorgen.

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Balkonsanierung durch Gemeinschaft der EigentümerDer Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit einer zentralen Frage des Wohn...
05/07/2026

Balkonsanierung durch Gemeinschaft der Eigentümer

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit einer zentralen Frage des Wohnungseigentumsrechts befasst: Wer ist für die Durchführung von Balkonsanierungen zuständig, wenn die Teilungserklärung die Instandhaltungspflicht den einzelnen Wohnungseigentümern zuweist?

Im zugrunde liegenden Fall (BGH, 24.04.2026, V ZR 102/24) ging es um eine Wohnungseigentümergemeinschaft, in der mehrere Balkone sanierungsbedürftig waren. Teilweise bestand eine Gefährdung durch herabfallende Bauteile, sodass Handlungsbedarf bestand. Nach der Teilungserklärung waren jedoch grundsätzlich die einzelnen Wohnungseigentümer für die Instandhaltung und Instandsetzung ihrer Balkone verantwortlich.

Der BGH stellt klar, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer dennoch befugt sein kann, eine einheitliche Sanierung der Balkone zu beschließen. Maßgeblich ist dabei die Abgrenzung zwischen Sonder- und Gemeinschaftseigentum. Auch wenn bestimmte Teile des Balkons einzelnen Eigentümern zugeordnet sind oder deren Erhaltungspflicht unterliegen, kann die Sanierung konstruktive Elemente betreffen, die dem Gemeinschaftseigentum zuzurechnen sind.

Das Gericht betont, dass die Zuständigkeit der Gemeinschaft nicht allein durch Regelungen in der Teilungserklärung ausgeschlossen wird. Vielmehr kann die Gemeinschaft im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung tätig werden – vor allem dann, wenn verschiedene Einzelmaßnahmen zu technischen oder optischen Nachteilen führen würden und die Verkehrssicherungspflichten dies erfordern. Dabei kann es zulässig sein, die Kosten einzelnen Wohnungseigentümern aufzuerlegen – etwa entsprechend der bisherigen Regelung in der Teilungserklärung oder durch gesonderte Beschlüsse.

Die Entscheidung stärkt die Handlungsfähigkeit von Wohnungseigentümergemeinschaften. Sie können notwendige bauliche Maßnahmen auch dann einheitlich durchführen, wenn die individuelle Verantwortlichkeit einzelner Eigentümer vorgesehen ist. Bei komplexen Instandsetzungsmaßnahmen kommt es entscheidend auf eine funktionale Betrachtung an. Die Gemeinschaft darf und muss handeln, wenn dies zur ordnungsgemäßen Erhaltung des Gebäudes erforderlich ist – selbst gegen den Wortlaut einzelner Zuständigkeitsregelungen in der Teilungserklärung.

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Grün in der Stadt erhöht LebensqualitätOb grüne Fassaden, Vorgärten oder Grundstücksgrenzen – lebendiges Grün in der Sta...
24/06/2026

Grün in der Stadt erhöht Lebensqualität

Ob grüne Fassaden, Vorgärten oder Grundstücksgrenzen – lebendiges Grün in der Stadt tut gut und steigert die Lebensqualität. Wo früher Hecken aus Hainbuche, Liguster oder Wildgehölzen Struktur und Schutz boten, prägen heute in vielen Neubaugebieten starre Grenzlinien aus Stein und Beton das Bild.

Wer seinen Garten mit einer lebendigen Hecke einfriedet, entscheidet sich bewusst für Klima- und Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür. Hecken kühlen, schützen und beleben: Sie holen ein Stück Natur in den Alltag und schaffen wertvolle Lebensräume im unmittelbaren Wohnumfeld. Zahlreiche Vogelarten finden hier Nahrung und Rückzugsorte – zugleich wirken Hecken wie grüne Korridore für die Tierwelt.

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) ruft Gartenbesitzende, Kommunen und Wohnungsunternehmen dazu auf, bei Neuplanungen und Umgestaltungen konsequent auf lebendige Hecken statt auf „tote“ Abgrenzungen zu setzen. Schottergärten vor Häusern erlebten zwar einige Jahre lang einen Boom, doch zwischen Steinen auf Kunststofffolie gedeiht kaum eine Pflanze – auch wenn einzelne Ziergräser dort lebendiges Grün vortäuschen. Besonders an heißen Sommertagen zeigt sich das Problem deutlich: Die Steine heizen sich stark auf und geben die Wärme vor allem nachts wieder an die Umgebung ab. Zudem eignen sich Schotterflächen nicht als Versickerungsflächen für Regenwasser, was bei Starkregen das Risiko von Überschwemmungen erhöht.

Steigende Sommertemperaturen, höhere Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz sowie der Wunsch nach mehr Grün in dicht bebauten Städten machen auch Fassadenbegrünungen zunehmend attraktiv. Begrünte Gebäudehüllen können einen wichtigen Beitrag zu einer klimaresilienten Stadtentwicklung leisten. Voraussetzung ist jedoch eine sorgfältige Planung: Zusätzliche Belastungen durch Pflanzen, Wasser und Wind müssen berücksichtigt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass Fenster, Balkone und Sonnenschutzsysteme funktionsfähig und zugänglich bleiben. Ein ausreichender Abstand zwischen Pflanzen und Fassade ist entscheidend, denn direkter Bewuchs kann die Bausubstanz schädigen. Rankhilfen oder spezielle Begrünungssysteme sorgen dafür, dass die Luft zirkulieren kann und sich keine Feuchtigkeit an der Wand staut.

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BGH-Urteil: Wohnungseigentümergemeinschaften müssen keine Vergleichsangebote einholen Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kl...
15/06/2026

BGH-Urteil: Wohnungseigentümergemeinschaften müssen keine Vergleichsangebote einholen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat klargestellt, dass Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) nicht grundsätzlich verpflichtet sind, vor der Vergabe von Aufträgen mehrere Vergleichsangebote einzuholen. Entscheidend ist vielmehr, ob die konkrete Maßnahme ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht.

Ausgangspunkt des Verfahrens war ein Beschluss einer WEG über die Durchführung von Arbeiten am Gemeinschaftseigentum. Einzelne Eigentümer hatten diesen angefochten, unter anderem mit der Begründung, dass keine alternativen Angebote eingeholt worden seien und daher die Wirtschaftlichkeit der Entscheidung nicht ausreichend geprüft worden sei. Die Vorinstanzen hatten sich mit der Frage befasst, ob das Einholen mehrerer Angebote zwingend erforderlich ist.

Der BGH verneinte in seinem Urteil (27.03.2026, V ZR 7/25) eine starre Pflicht und betonte den Beurteilungsspielraum der Eigentümergemeinschaft. Zwar könne es sinnvoll sein, mehrere Angebote einzuholen, insbesondere bei größeren oder kostenintensiven Maßnahmen. Dies diene der Transparenz und ermögliche eine bessere Kontrolle der Wirtschaftlichkeit. Eine Verpflichtung bestehe jedoch nicht. Entscheidend sei, ob die Entscheidung insgesamt den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung entspreche.

Dabei spielen etwa die Höhe der Kosten, die Komplexität der Maßnahme, die Marktkenntnisse der handelnden Personen oder auch eine besondere Eilbedürftigkeit eine Rolle. Bei kleineren Reparaturen oder wenn Vergleichswerte vorliegen, ist es möglich, auf zusätzliche Angebote zu verzichten.

Gleichzeitig hebt der BGH hervor, dass die Gemeinschaft weiterhin verpflichtet bleibt, wirtschaftlich vernünftige Entscheidungen zu treffen. Fehlt es an einer tragfähigen Entscheidungsgrundlage oder bestehen Zweifel an der Angemessenheit der Kosten, kann das Unterlassen von Vergleichsangeboten im Einzelfall zur Anfechtbarkeit eines Beschlusses führen.

Für die Praxis bedeutet die Entscheidung mehr Flexibilität, aber auch Verantwortung: Verwalter und Eigentümer sollten ihre Entscheidungsprozesse nachvollziehbar dokumentieren und im Zweifel begründen können.

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