10/03/2019
Warum wir gegen das Bestellerprinzip bei Immobilienverkäufen sind! Das Bestellerprinzip bei Vermietungen (Provision zahlt der Vermieter) hat sich bereits zum Rohrkrepierer entwickelt. Seit der Einführung im Juni 2015 wurden erheblich weniger Mietwohnungen vermittelt, als die Jahre zuvor. Die Mieten sind seit Einführung, nochmals explodiert. Vermieter stellen erhöhte Anforderungen an die Mieter. Familien mit normalem Einkommen haben fast keine Chance mehr, eine bezahlbare Mietwohnung zu finden. Nun plant die Bundesregierung, angetrieben von der SPD und den Grünen, ein Bestellerprinzip für Immobilienverkäufe einzuführen. Zukünftig soll der Verkäufer den Makler bezahlen. Klingt zunächst gut und für viele auch plausibel. Viele Makler kassierten in der Vergangenheit die Immobilienprovision doppelt. Ein Teil der Käufer, ein Teil der Verkäufer. Da kamen schnell mal 7-8% an Provision zusammen. Wir haben bisher bei gebrauchten Immobilien, dem Verkäufer grundsätzlich keine Provision in Rechnung gestellt und würden das auch so gerne beibehalten. Warum? Ein privater Verkäufer würde diese Kosten, zurecht in den Gesamtkaufpreis mit einrechnen. Sprich; im Gesamtkaufpreis steckt die Provision. Auf diese wäre dann noch die Grunderwerbsteuer von 5 % fällig, die sich ja aus dem Gesamtkaufpres errechnet. Ebenfalls die Notarkosten von 1,5- 2%. Das würde die Kosten nur unnötig in die Höhe treiben und keinen einzigen Quadatmeter an Wohnraum schaffen.Den einzigsten Mehrverdienst hätte beim Bestellerprinzip der Vater Staat. Wir hoffen auch in Zukunft bei unserer Methode bleiben zu können und berechnen dem Käufer einmalig 4,76% inkl. MwSt. aus dem notariellen Kaufpreis. Schuld an der miserablem Wohnsituation hat alleine die Politik, die es in den vergangenen 10 Jahren versäumt hat, auf die entsprechenden Anfragen zu reagieren. Wenn die Erteilung einer einfachen Baugenehmigung für ein 7-Familienhaus in Stuttgart, bis zu drei Jahre dauert,
darf man sich nicht wundern, wenn weniger gebaut wird. Die Stadt Stuttgart sitzt auf zahlreichen Grundstücken und ist nicht in der Lage, dem Wohnraummangel entgegenzuwirken, in dem man kurzfristig Bebauungspläne ändert. Zahlreiche Mischgebiete die an innerstädtische Gewerbegebiete grenzen, könnten der Wohnbebauung zugeführt werden. Warum kann nicht wie in den 70er Jahren, in die Höhe gebaut werden? In Wohngebieten in denen ohnehin schon Betonbunker stehen, käme es auf ein paar mehr auch nicht mehr an. Bauen, bauen, bauen, ist die einzige Möglichkeit, die Wohnungsnot einzudämmen. Mehr Angebote, regulieren den Markt und die Kaufpreise würden wieder erschwinglich werden. So einfach kann es manchmal sein. Hauptsache den Bürger veräppelt und für dumm verkauft.