26/08/2023
Früh aufstehen, produktiv arbeiten – und dann erst mal eine lange Mittagspause? 🤔
Genau das war der Vorschlag der Vorsitzenden des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Es sei sinnvoll, wenn wir uns im Sommer an der Arbeitsweise südlicher Länder orientieren. Auch Bundesgesundheitsminister Lauterbach befürwortete die Idee. 💡
Ganz ehrlich? Ich frage mich, wie wir das früher bloß überstanden haben. Temperaturen um die 30 Grad oder auch darüber waren im Juni bis August normal, weil es schlicht und ergreifend Sommer war. Da war nicht direkt die Rede von „Hitzewarnung“, „Extremwetter“, „Schutzmaßnahmen“ und so weiter. Ist es zu viel verlangt, einfach mal die Zähne zusammenzubeißen? 🤷🏼♂️
Keine Frage – für Berufe, die im Freien ausgeführt werden, ist sowas sicherlich sinnvoll. Doch im klimatisierten Büro? Auch hier habe ich grundsätzlich erst mal nichts dagegen, solange die Produktivität nicht darunter leidet.
Gerade mit jüngeren Mitarbeitern habe ich hier allerdings die Erfahrung gemacht, dass sie am liebsten alle Vorteile wollen, ohne in Gegenleistung zu gehen: Zwei oder drei Stunden Mittagspause, um die Sonne am See zu genießen – und trotzdem pünktlich Feierabend um 17 Uhr, um noch genug Zeit für Treffen mit Freunden zu haben. Die fehlende Zeit nacharbeiten? Uncool.
Das passt für mich nicht zusammen. Mal ganz davon abgesehen, dass in Ländern wie Spanien oder Italien die klassische Siesta auf dem Rückzug ist. Warum? Weil rangeklotzt werden muss, um es mal drastisch auf den Punkt zu bringen!
„Work-Life-Balance“, „4-Tage-Woche“ und im Sommer bei über 25 Grad hitzefrei – klar können wir das machen. Dann dürfen wir uns jedoch auch nicht beschweren, wenn unser Land wirtschaftlich noch weiter in die Bedeutungslosigkeit absackt. 🙈
➡️ Wie seht ihr das?