11/06/2026
Krankenhaus-Türen in Dülmen am Freitag geschlossen: Vor (symbolisch) verschlossenen Krankenhaus-Türen werden Patienten und Besucher am Freitag, 12. Juni, in vielen Teilen Deutschlands stehen - auch in Dülmen. Mit der Aktion wollen die Kliniken auf eine "drohende Gefährdung der Gesundheitsvorsorgung" aufmerksam machen. Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ bleiben die Haupteingänge symbolisch von 11 bis 13 Uhr geschlossen. Alle Eintretenden müssen in Nebeneingängen eintreten oder an einem Hindernis vorbei einen kurzen „Umweg“ machen. Mit der Aktion protestieren die Kliniken gegen die geplanten finanziellen Einschnitte durch das Sparpaket der Bundesregierung, welches das drohende Finanzloch der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schließen soll. „Der Untertitel der Aktion lautet „Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ Aus Sicht der Kliniken sind vor allem im ländlichen Raum viele Häuser durch die Sparpläne gefährdet. Zudem will auch das Krankenhaus in Dülmen seine Verantwortung zeigen, denn die Versorgung der Menschen wird auch während des Protests aufrechterhalten. "Wir können unseren Protest sichtbar machen, ohne die Rolle als tragende Säule der Daseinsvorsorge aufzugeben“, erklärt Christian Gutendorf, Geschäftsführer der Christophorus Kliniken. „Wir sind bereit, unseren Beitrag zur Stabilisierung der GKV zu leisten, wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben. Voraussetzung ist jedoch eine grundsätzlich auskömmliche Finanzierung und die Möglichkeit, effizienter zu wirtschaften, um die finanziellen Einschnitte ausgleichen zu können“, ergänzt sein Geschäftsführer-Kollege Dr. Jan Deitmer. Die Christophorus-Gruppe setzt sich daher deutlich für die Nachbesserung des Gesetzes zum Sparpaket ein.
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