30/09/2026
Gestern haben wir uns mit Linda Ferstl, Gründerin der Boutique-Agentur MySpot Barcelona, darüber unterhalten, wie die reale Lage auf dem Immobilienmarkt in Barcelona und Katalonien aussieht.
Wer 2026 eine Immobilie in Südeuropa erwerben möchte, trifft auf ein stark verändertes Marktumfeld.
Hier sind 5 zentrale Erkenntnisse aus unserem Gespräch:
1. 88,8 % der ausländischen Käufer in der Provinz Barcelona sind Residents Das Klischee der reinen Ferienimmobilie entspricht längst nicht mehr der Realität. Fast 9 von 10 internationalen Käufern in der Provinz Barcelona wohnen und arbeiten bereits vor Ort oder verlegen ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft hierher.
2. 12 % bis 15 % Kaufnebenkosten einkalkulieren Aufgrund der progressiven Grunderwerbsteuer (ITP ab 10 %) und weiteren Nebenkosten liegt die Zusatzbelastung in Katalonien deutlich höher als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Bei einem Gesamtbudget von 500.000 € liegt das tatsächliche Suchbudget für die Immobilie daher eher bei rund 430.000 €.
3. Werterhalt statt reiner Cashflow-Fokus Mit einer durchschnittlichen Bruttomietrendite von etwa 5,2 % und einer strengen Mietregulierung ist Barcelona kein klassischer High-Yield-Markt. Die Stärke des Marktes liegt vielmehr in der geografischen Begrenzung, hoher Liquidität und langfristigem Werterhalt.
4. Vorsicht bei der Arras-Anzahlung In Spanien bindet man sich mit der Zahlung der 10%igen Arras-Anzahlung sehr früh im Prozess. Technische und rechtliche Prüfungen im Grundbuch und Kataster sollten unbedingt vor der Überweisung abgeschlossen sein.
5. Unabhängige Käuferberatung zahlt sich aus Der Makler vor Ort vertritt in Spanien in der Regel die Interessen des Verkäufers. Ein unabhängiger Buyer’s Agent stellt sicher, dass Verhandlungen, Dokumente und die rechtliche Due Diligence ausschließlich im Interesse des Käufers verlaufen.
Vielen Dank, Linda!
Die vollständige Episode sowie weitere Ressourcen finden Sie hier:
https://youtu.be/9zKfdQX0s6I
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