21/08/2026
Die Grünanlage soll der Asphaltwüste weichen – aber mit uns nicht!
Eine Grünanlage mitten in einer Wohnanlage soll weichen – offenbar nur deshalb, weil einige wenige der Meinung sind, dass ihre Parkplätze breiter sein müssen.
264 Wohnungen – 264 Parkplätze - 2 Hausbetreuer und eine Hausverwaltung !
45 Jahre lang hat diese Aufteilung funktioniert. Und plötzlich reicht der vorhandene Platz nicht mehr aus?
Nun soll auf Wunsch einiger weniger Unterstützer und offenbar auch der Hausbetreuung die bestehende Parkplatzfläche erweitert werden. Dafür sollen Teile der Spielwiese und sogar des Rodelhügels geopfert und in eine weitere Asphaltfläche verwandelt werden.
Gerade in einer Zeit, in der Graz mit zunehmender Hitze und den Folgen der Bodenversiegelung zu kämpfen hat, ist ein solches Vorhaben für uns nicht nachvollziehbar.
Die Stadt Graz selbst weist darauf hin, dass Grünflächen einen wichtigen kühlenden Effekt haben und zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Gleichzeitig wird die Entsiegelung von Flächen ausdrücklich gefördert. Auch die städtischen Klimaanpassungsmaßnahmen halten fest, dass Bodenversiegelung nur im absolut notwendigen Ausmaß erfolgen und Alternativen zur Versiegelung geprüft werden sollen. ([Stadtportal der Landeshauptstadt Graz][1])
Und genau das Gegenteil soll bei uns passieren?
Während ganz Graz versucht, mit zunehmender Hitze und versiegelten Flächen umzugehen, soll unsere Wohnanlage noch mehr Asphalt bekommen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner spüren die sommerliche Hitze bereits heute deutlich. Wie soll sich das Wohnklima weiterentwickeln, wenn zusätzlich Grünflächen verschwinden und dafür Asphaltflächen entstehen?
Man muss sich nur vor Augen führen, was das bedeutet:
Wo heute Kinder spielen, Menschen sich aufhalten und Grün für Abkühlung sorgt, soll künftig Asphalt liegen.
Und wofür?
Damit einige wenige mit ihren Fahrzeugen etwas mehr Platz haben.
Das ist für uns keine zukunftsorientierte Gestaltung einer Wohnanlage. Das ist eine Entwicklung in die falsche Richtung.
Es kann nicht sein, dass eine bestehende Grün- und Freifläche nach 45 Jahren plötzlich dem Parkplatzbedarf einiger weniger geopfert werden soll, ohne die langfristigen Folgen für alle Bewohnerinnen und Bewohner ernsthaft zu berücksichtigen.
Und sollte tatsächlich eines Tages die Caterpillar-Baumaschine auffahren, um Spielwiese und Rodelhügel dem Asphalt zu opfern, werden wir nicht einfach zusehen.
Mit uns nicht!
Wir werden sämtliche rechtlich möglichen Schritte und Rechtsmittel ausschöpfen, um die bestehenden Grün- und Freiflächen zu schützen und überprüfen zu lassen, ob eine derartige Veränderung überhaupt rechtmäßig umgesetzt werden kann.
Denn eine Wohnanlage besteht nicht ausschließlich aus Parkplätzen.
Eine Wohnanlage braucht auch Grünflächen. Sie braucht Freiraum. Sie braucht Lebensqualität. Und sie braucht gerade in Zeiten zunehmender Hitze Flächen, die nicht unter einer weiteren Asphaltdecke verschwinden.
**264 Wohnungen. 264 Parkplätze. 45 Jahre hat es funktioniert.**
Es gibt deshalb für uns keinen nachvollziehbaren Grund, warum jetzt ausgerechnet Spielwiese und Rodelhügel für noch mehr Asphalt geopfert werden sollen.
**Unser Grün ist nicht der Parkplatz einiger weniger!**
Sportplatz und Rodelhügel sollen in der Ulmgasse breiteren Parkplätzen weichen. Einige Bewohner wollen mehr Platz für ihre Autos, andere fühlen sich übergangen.