31/10/2026
Das wurde wirklich so in den Chat geschrieben: „Ich arbeite lieber mit Männern zusammen.“.
Live und mit echtem Namen. 330 Maklerinnen, wenige, und Makler, viele, auf einer digitalen Konferenz versammelt, in einem Chat vereint.
Während ich also auf der digitalen Bühne stand und erklärte warum es sich lohnt darüber nachzudenken, ob Frauen beim Immobilienkauf eine eigene Ansprache brauchen.
Kein radikales Thema, würde man meinen. Kundensegmentierung. Und trotzdem ist dann in
diesem Chat, der für alle sichtbar war, mit echtem Namen, folgendes passiert:
„ICH ARBEITE LIEBER MIT MÄNNERN.“
„WIE HAT ES DIESER VORTRAG IN DIE ENGERE AUSWAHL GESCHAFFT?“
„MÄNNER SIND AUSGESCHLOSSEN? DANN DEFINIERE ICH MICH AB MORGEN HALT ANDERS.“
„WARUM DIESE GESCHLECHTERTRENNUNG?“
Fairerweise: die große Mehrheit der 330 Teilnehmenden hat einfach zugehört. Auch der Veranstalter selbst hat das Thema ausdrücklich unterstützt.
Aber genau diese wenigen sehr lauten Reaktionen haben sich in Echtzeit selbst entlarvt. Wir sprechen in der Immobilienbranche ständig über neue Kundengewinnung, Makler brauchen ja Kunden um die Wohnungen zu verkaufen.
Aber sobald die größte ökonomisch unterschätzte Käuferinnengruppe der Welt, wir Frauen, zum Thema
wird, reagieren gestandene Immobilienprofis mit Schnappatmung.
Man kann nicht Kundenorientierung predigen und gleichzeitig wütend werden wenn jemand über Kundensegmentierung spricht. Frauen haben oft andere Hürden, andere Sicherheitsbedürfnisse und eine andere Art der Entscheidungsfindung beim Immobilienkauf.
Wer das ignoriert lässt schlichtweg Geld auf der Straße liegen, jetzt mal aus reiner Business-Sicht gesprochen, UND zeigt gleichzeitig entlarvend sein wahres Gesicht und wie ernst er Frauen denn nun
wirklich nimmt.
Wenn du Immobilien ohne dieses ganze Theater verstehen willst, schau bei uns in der Bio vorbei 💛💙