30/10/2026
Altersvorsorgedepot: Welche Variante passt? So würde ich es machen.
Niklas, 35, will ab 2027 ein Altersvorsorgedepot nutzen. Er fragt: Welche Variante nehme ich, wie viel Risiko passt – und bin ich dann an einen Anbieter gebunden?
Seine vier Fragen im ersten Bild – meine Antworten in den Bildern 2 bis 5.
Die Fakten (neue Verträge ab 1.1.2027):
• Drei Wege: freies Depot mit selbst gewählten Fonds und ETFs, Standarddepot mit festgelegter Anlage oder ein Garantieprodukt. Die Zulagen sind überall gleich – das Risiko nicht.
• Eine Garantie sichert Kapital zum Rentenbeginn, kostet aber Ertragschance. Bei 30 Jahren Anlagehorizont ist das ein hoher Preis.
• In der Ansparphase werden Erträge nicht laufend besteuert – keine Abgeltungsteuer, keine Vorabpauschale. Steuern fallen erst bei der Auszahlung an, mit dem persönlichen Steuersatz im Ruhestand.
• Auszahlung frühestens ab 65, spätestens ab 70: lebenslange Rente oder Auszahlungsplan bis mindestens 85. Bis zu 30 % des Kapitals sind zu Beginn auf einmal möglich.
• Bis dahin ist das Geld gebunden. Ein Anbieterwechsel ist möglich – die Bedingungen dafür gehören vor den Abschluss auf den Tisch.
Wie ich es machen würde: für Niklas ein freies Depot mit breit gestreuten Aktien-ETFs, Einzahlungen so bemessen, dass die Zulagen voll greifen, und etwa zehn Jahre vor Rentenbeginn schrittweise Risiko herausnehmen. Hinein gehört nur, was wirklich fürs Alter bestimmt ist – Rücklage und Eigenkapital für die Wohnung bleiben flexibel.
Und Sie: Freies Depot, Standarddepot oder Garantie – was würden Sie wählen? Schreiben Sie es in die Kommentare.
(Niklas ist ein fiktives Beispiel. Keine Anlageempfehlung.)
So funktioniert das Altersvorsorgedepot: https://www.lukaskoll.de/themen/funktionsweise-altersvorsorgedepot